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„Zu schnell gelaufen“ heißt manchmal auch „dumm gelaufen“

Für die einen ist es wie ein Fußballspiel. Der Ball fliegt hin und her, wird angenommen und idealerweise scharf angeschnitten dem Gegner elegant ins Tor gedrückt, oder er wird dem Gegner per Volleyschuss direkt aus der Luft gleich um die Ohren gedonnert.
Für die anderen ist es eher der Wettlauf zwischen Hase und Igel. Der Eine rennt, müht sich ab, nur um festzustellen, dass alles vergebens war. Am Ziel angekommen ist der andere längst da.

Die Einen, das sind die Marketingstrategen, die Werbetreibenden und ihre Experten in den Agenturen. Die anderen, das sind die Menschen im realen Leben; und noch mehr deren digitale Alter Egos.
Gerade erst hat Puma wieder eine fulminante Idee für eine digitale Werbekampagne in die Tat umgesetzt. Fulminant war sie – keine 24 Stunden. Dann wurde alles mit einem Schlag eingestampft. So schnell kann’s gehen, wenn das reale Leben den Ball – um ins erste Bild zurückzukehren – aufnimmt und mit Wucht zurück schmettert, noch dazu angeschnitten. Puma hat einen wunderbaren Fehlpass geliefert, der prompt im eigenen Kasten landete.
Dabei war die Idee gut, so gut, dass die vielleicht in ihre eigene Leistung etwas zu verliebten Marketingleute und die beratende Online-Agentur nicht weit genug gedacht haben.
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Kick it & Klick it (Teil 16): Sie geben einfach alles

Juni 2014 – weltweit

Sie geben einfach alles… und damit ein Stück zuviel. Denn was der Sportartikelhersteller Adidas sich als Kampagne zur bald startenden Fußballweltmeisterschaft ausgedacht hat, erregt – schon wieder – die Gemüter der Welt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Franken zum Ziel eines Shitstorms wurden. 2012 waren es die „Sklavenshuhe„, die zu vor allem in Amerika ein derart heftiges Empörungsgewitter provozierte, dass die Shuhe gar nicht erst in die Vermarktung gelangten.
Jetztzur WM posieren die Fußballer Lukas Podolski, Arjen Robben, Dani Alves, Diego Costa, Nani, Daniele de Rossi und Steven Gerrard. In den Händen der Kicker liegt nicht etwa die Lederkugel. In ihren ausgestreckten Händen bieten sie ein blutendes Herz an: “All In Or Nothing”. Sie wollen und werden – so versrechen sie – alles geben. Sogar ihr Herz
Nur ist das natürlich nicht ihr eigenes sondern „nur“ das eines geschlachteten Rindes.
Kunststück, dass das Ärger verursacht…

adidas-meedia

So titelt die Plattform Meedia ihren Beitrag zum Thema. Dass die Kamapgne Widerspruch und Ärger provozieren und würde, so spekuliert Meedia, sei gewollt. Dennoch sind die Reaktionen ganz schön heftig. Vor allem auf der Facebook-Seite von Adidas gibt es richtig Zunder ist zu lesen, was sich mit einem Klick überprüfen lässt:
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