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Ronol – so wertvoll wie eine kleine Firewall!

Fette Finder sind eine Gefahr für die Sicherheit unserer Daten. Und Ronol ist ein Beitrag zum Datenschutz.

ronol

Ronol reinigt nämlich nicht nur empfindliche TFT-Monitore, sondern schützt auch Ihre Passwörter zuverlässig!

Ein Sprühreiniger als Tool für IT-Sicherheit? Was soll der Quatsch?

Ist kein Quatsch: Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania haben herausgefunden, dass man Passwörter auf Grund der Fettspuren auf Touchscreens von Smartphones herausfinden kann. An häufig berührten Stellen – also da, wo man die Passwörter eingibt – ist der Fettfilm, den unsere Fettfinger hinterlassen, dicker, als an anderen Stellen. Verräterische Schlieren verraten auch noch die Reihenfolge der eingegebenen Ziffern. Hierzu haben die Forscher Bildschirme fotografiert und in einem Bildbearbeitungsprogramm ein wenig aufbereitet. In neun von zehn Fällen konnten so die Passwörter (Ziffernfolgen, die beim Start der Geräte eingegeben werden) geknackt werden. Getestet wurden HTC G1 und Nexus-Geräte.

Schmierfink

Das Smartphone eines durchschnittlichen Schmierfinks (Foto: University of Pennsylvania)

Also liebe Fettfinger: Eine gute Flasche Ronol ist so wertvoll wie eine kleine Firewall!

An den Haaren herbeigezogen: DNA Parfums

Es gibt ja bekanntlich Sammler für so gut wie alles, von Ü-Eiern über Vinyl-Platten, Single Malts bis zu Feinden bei der FAZ, alles wird gesammelt und auch so manch ein Jünger Czyslanskys ist nicht frei von dieser Leidenschaft.

Die Passion von John Reznikoff sind Haare, genauer Haarlocken von Prominenten: Elvis, Albert Einstein, Abraham Lincoln, Marilyn Monroe … die üblichen Verdächtigen eben. Was auf den ersten Blick wie eine harmloses Hobby erscheint, hat, seit es möglich ist die DNA eines Menschen aus seinen Haare zu gewinnen, eine nicht ganz unproblematische Komponente.

Auf der DNA sind die ureigensten Daten eines Lebewesens gespeichert und bei Daten meine ich nicht irgendeinen uninteressanten Mist, wie meine Steuernummer, Browserverlauf, Adresse, oder der Mädchenname meiner Mutter … Nein, die echten Daten, die Baupläne meiner Leberzellen, meiner Kniescheibe und natürlich auch die meines Körpergeruchs …

parfumUnd genau da setzt die Geschäftsidee dieses Herren und seines Partners Carlton Enoch an. Sie entwickeln auf der Basis der DNA der Haarsträhnen Düfte, die sie unter dem Label My DNA Fragrance vertreiben. Das hat ein G’schmäckle, gell?

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass irgendjemand je auf die Idee kommen könnte, aus meinen im Alter immer mehr ausfallenden Haaren ein Rasierwasser zu entwickeln, was entfernt an meinen Duft nach einem Viertelmarathon  erinnert. Aber trotzdem … Ich bestehe auf Datenschutz! MyFragrance einen deutlichen Schritt weiter gegangen als MyMüsli, MyMarmalade, MyShirt, MyObstler usw.

Obwohl, vielleicht sollten wir die beiden fragen, ob sie uns …. Sagt mal, hat jemand eine Haarlocke von Czyslansky?

Ohne IT-Verantwortung kein Datenschutz

gebrannte-dvd1Ist Datenschutz eigentlich CIO-Sache? Manchmal ist sie es zwar per Definition, weil der IT-Chef auch gleich zum Datenschutz-Chef erkoren wurde (weil es kein anderer machen wollte) , aber moralisch fühlt er sich meistens nicht zuständig. Natürlich sind die Datenschutzskandale bei Bahn, Telekom oder Schlecker und co. völlig ohne Zutun der IT entstanden. Dass Daten unautorisiert erhoben, für missbräuchliche Auswertungen herangezogen werden oder in falsche Hände geraten, liegt meistens nicht an der internen IT. Allerdings geht es auch nicht ohne sie. Es hat überhaupt keinen Sinn, Mitarbeiter nach dem Grund für ihr Krankfeiern zu fragen, wenn das Unternehmen die Antworten nicht speichert und auswertbar macht. Also lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Jeder Missbrauch von Daten wird erst durch die IT und die Leute möglich, die Systeme und Applikationen zur Verfügung stellen und dafür verantwortlich sind. Weiterlesen

ePetition

Lesen Sie sich doch einmal diese Petition durch. Hier kann man seine Ablehnung der Änderung des Telemediengesetzes äußern. Stichwort „Zensurplattform“. Auch wenn dort manche der Befürworter arg polemisch loswettern, so finden sich dort doch hauptsächlich besonnene und vernünftige Beiträge. In wenigen Stunden wurden hier über 6000 Unterstützer registriert. Das ist selten, wenn man die Liste der Petitionen durchsieht. Und ich wusste noch nicht einmal, dass es die Möglichkeit gibt, Petitionen im Internet zu verfassen…

Warten wir ab, was aus dieser Petition wird.

PR 2.0 bei der Bahn: Die Blogger sind schuld!

Als ob Bahnchef Mehrdorn nicht genug Ärger am Hals hätte mit der Online-Schüffelei. Jetzt fährt er auch noch schweres Geschütz gegen den Blogger auf, der den Stein so richtig ins Rollen gebracht hat.

Markus Beckedahl gehört zur seltenen Spezies der deutschen A-Blogger. Seit mehr als acht Jahren veröffentlicht er auf seinem Blog „netzpolitik.org “ geistreiche und witzige Betrachtungen zu Themen wie Datenschutz, Digitalkultur, Urheberrecht und Online-Überwachung. Er hat sich eine treue Lesergemeinde geschafft, und einer von ihnen arbeitet wohl bei der Bahn. Jedenfalls spielte dieser Leser dem Blogger Beckedahl das Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten Alexander Dix über die Rasterfahndung der Deutschen Bahn zu, bei der die persönlichen Daten von  mindestens 220.000 Bahn-Mitarbeiter (Stand 4. Februar, Tendenz steigend) an einen kleinen externen Dienstleister übermittelt hat. Die kleine Berliner Network Deutschland GmbH wurde, wie die Bahn zugibt,von 1998 bis 2007 in mindestens 43 Fällen engagiert, um per Datenabgleich möglichen Betrügern bei der Bahn auf die Schliche zu kommen.

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"einfach reden" und "einfach einsperren" – wie skype (nicht nur) kritische chinesen hinter gitter bringen kann

wie die „open net initiative“ herausgefunden hat, belauschen chinesische regierungsstellen seit monaten skype-nutzer. während die ebay-tochter skype selbst noch vor zwei jahren behauptet hat, dass weltweit alle inhalte von skype komplett verschlüsselt übertragen würden und die vertraulichkeit jederzeit gewährleistet sei, stellt sich nun heraus, dass der chinesische partner von skype „TOM“ skype-telefonate systematisch nach „verdächtigen“ begriffen wie „falungong“, „unabhängigkeit taiwans“ und neuerdings „milchpulver“ durchsucht und computernamen und ip-adressen an chinesische behörden weitergibt.

nart villeneuve, der autor der oni-studie , erklärte im newsdienst france24, wie er dieser zusammenarbeit von skype und chinesischen behörden auf die spur kam, und dass er befürchtet, dass skype auch von amerikanischen behörden missbraucht werde:

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Das Loch im Eimer namens Datenschutz

Zuerst war noch die Rede von einigen Tausend Datensätzen: Personen- wie auch Konto-Daten, die auf einer CD in Umlauf gebracht wurden. Dann sollten es, nach einem „Scheinkauf“ durch Datenschützer schon Millionen sein, und nun melden FTD wie Spiegel Online in fast gleich lautenden Artikeln und unter Berufung auf die Süddeutsche Zeitung, dass die Daten der gesamten Bevölkerung Deutschlands, genauer die von ca. „20 Millionen Haushalten“ in Deutschland im Umlauf und käuflich für Marketing- und andere Zwecke zu erwerben seien. Weiterlesen