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Wieder aufgetaucht: Czyslanskys Koffer

Der große Moment: Czyslansky Koffer gibt sein Gehemeinis preis!

Auch wenn vieles von der Vorgeschichte des großen Vordenkers des Digitalen noch im Nebel des Vergessens liegt, so sind doch zwei  Dinge unter Czyslansky-Forschern relativ unbestritten. Erstens: Er trank oft und gerne, und zweitens war er sehr viel unterwegs – nicht immer ganz freiwillig, denn seine zeitlebens meist prekäre Finanzlage machten oft überhastete und ungeplante Abreisen nötig. Czyslansky war bekanntlich ein friedliebender Mensch, und unschöne Streitereien mit Vermietern und Hoteliers waren ihm zutiefst zuwider.

Aus Überlieferungen von Weggefährten wissen wir, dass Czyslansky stets einen geheimnisvollen Lederkoffer bei sich führte, den er niemals aus den Augen lies und mit dem er sich häufig zurückzog, um – wie er sagte – den „Geist den Digitalen“ zu konsultieren.

Der Gesellschaft der Freunde Czyslanskys ist in diesen Tagen ein etwas zerbeulter, ansonsten aber gut erhaltener Koffer aus edlem Marokkoleder zugespielt worden, der auf dubiosen Umwegen und bei Nacht und Nebel zu uns gelangte. Unter anderem lag er wohl längere Zeit in der Asservatenkammer des Prager Cimrman-Theaters und diente vermutlich davor längere Zeit als Türstopper im museo del mare trieste, dem Marinemuseum des ehemaligen K.u.K.-Kriegshafens an der Adria, wo sich Czyslanskys mutmaßlicher Urgroßvater Ludovico Czyslansky nach einer langen und erfolgreichen Karriere als Sklavenhändler zur Ruhe setzte und ein Kaffeehaus betrieb, in dem unter anderem die legendäre Triester Torte erfunden wurde. Weiterlesen

Czyslansky und der Ort der Stille

In seinem leider auf tragische Weise verschollenen Standardwerk „Digitalis vincit omnia“ gelang Czylansky, wie wir aus einem Briefwechsel mit seinem Freund Alois Beckstein wissen, eine grundsätzliche philosophische Standortbestimmmung der Digitalität im Kontext der freien Willensausübung. Wie Beckstein (angeblich ein entfernter Vorfahre des heutigen bayerischen Minsterpräsidenten) verriet, ging den Ereignissen um Niederschrift und Verlust von „Digitalis“ ein heftiges, mehrere Nächte dauerndes Streitgespräch der beiden im Restaurant Cooperativo („Coopi“) in Zürich voraus.

Hier kam es vermutlich auch zur denkwürdigen Begegnung mit James Joyce, in deren turbulentem Verlauf Joyce (wie fast jeden Abend) volltrunken ins Lokal kam und schrie, er habe „eine viel bessere Odysee als Homer“ geschrieben, worauf er drei Flaschen „Chateau Limatkai“ verwettete. Es ist übrigens unwahrscheinlich, dass Joyce seinen Wettgewinn einlösen konnte, denn er starb bekanntlich wenige Stunden später an den Folgen eines Magendurchbruchs.
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