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Ein Turing-Test für Menschen?

Wer testet hier wen?

Wer testet hier wen?

Computer werden dem Menschen immer ebenbürtiger. An dieser Stelle ist schon öfter die Rede von Watson und der Entwicklung so genannter „cognitive computer“ die Rede gewesen, also Rechnersysteme, die, wenn auch nicht denk-, so doch lernfähig sein werden. Doch wie werden wir eines Tages feststellen können, ob unser PC so schlau ist wie wir (oder ob er zumindest so tun kann)?

Den „Intelligenztest für Computer“ hat ja bekanntlich der britische Kryptologe Alan Turing bereits 1950 erfunden, also lange bevor es überhaupt einen „Computer“, so wie wir ihn heute verstehen, gegeben hat. Der „Turing-Test“ unterhält sich der Tester mittels eines beliebigen Telekommunikationsmittels mit zwei ihm unbekannte und für ihn unsichtbare Kandidaten; einer ist ein Mensch, der andere der Computer. Wenn der Tester nicht in der Lage ist fstzustellen, wer von beiden das Elektronenhinr ist, muss davon ausgegangen werden, das der Computer über kognitive Fähigkeiten verfügt, die von denen eines Menschen nicht unterscheidbar und deshalb als ebenbürtig angesehen werden müssen („to generate performance indistinguishable from that of a human being“). Eine schön gedrechselte Formulierung, wie sie vermutlich nur einem Briten einfallen könnte. Weiterlesen

Bitte keine digitalen Zauberlehrlinge!

Seids gewesen!
Seids gewesen!

Die Frage, ob Computer in absehbarer Zeit denken, oder wenigstens lernen können, beschäftigt mich gerade sehr, nachdem ich in Zürich im IBM Lab einmal einen etwas tieferen Einblick in den aktuellen Stand der Computerforschung nehmen durfte. Dort tüftelt man an neuronalen Systemen, die nach dem Vorbild des menschlichen Gehirnes nicht mehr einfach nacheinander binäre Einser und Nullen abarbeiten, also schlussendlich nur die Befehle ihrer menschlichen Herren befolgen können (nach dem schönen alten Informatikermotto: „garbage in, garbage out“), sondern die selbständig eigene Rückschlüsse aus den ihnen vorliegenden Informationen ziehen können, so wie unsere Gehirne Synapsen bilden: neuronale Verknüpfungen zwischen verschiedenen, durchaus auch weit auseinanderliegenden Hirnzellen. Synapsen können auch Signale während der Übertragung modulieren und Informationen speichern. Die Anzahl der Synapsen im Gehirn eines Erwachsenen beträgt laut Wikipedia etwa 100 Billionen (1014).

In Zürich hat man mir gezeigt, wie „Watson“, IBMs neuster Superrechner, in der Krebsforschung einem Arzt Ratschläge zur Therapie seltener Karzinome geben kann, die sogar auf die Besonderheiten und Befindlichkeiten einzelner Patienten abgestimmt sind. Eine Frau möchte vielleicht lieber eine Therapie, bei der die Haare nicht ausfallen. Wenn es das gibt, fließt dieser Wunsch in Watsons Recherchergebnisse ein. Natürlich hat Watson das computertechnische Gegenstück zu einem Arztstudium durchgemacht und weiß fast so viel über sein Fachgebiet wie der Arzt selber.

Aber  Watson arbeitet viel gründlicher: Weiterlesen