Schlagwort-Archive: cebit

Fallbeispiel: So funktioniert Social Media wirklich!

wordpressstats200316Wenn ich mal Zeit habe, schreibe ich eine Fallstudie über die letzten Tage auf Facebook und in den sonstigen sozialen Medien.

Es fing eigentlich ganz harmlos an mit einem Beitrag, den ich auf LinkedIn geschrieben habe und in dem es um den scheinbar unaufhaltsamen Niedergang der einstigen „Leitmesse“ CeBIT ging. Die CeBIT 2016 war für mich eine riesige Enttäuschung, obwohl ich viele alte Freunde und Kollegen dort getroffen und tolle Gespräche geführt habe. Aber dazu hätte ich ja nicht unbedingt nach Hannover fahren und für 250 Euro die Nacht im Airport Maritim Hoetl übernachten müssen. Der Höhepunkt der Messe war für mich ohnehin schon am Vorabend, als ich mich mit Gunnar Sohn, Hannes Rügheimer, Christian Spanik und weiteren alten Mitstreitern im „Roma“ getroffen habe, um auf unseren viel zu früh verstorbenen Freund Ossi Urchs anzustoßen. Alles, was danach kam, war eher antiklimaktisch. Und den guten, alten Presse-Shuttle haben sie auch abgeschafft… Weiterlesen

Hasen, Häschen, Marsmenschen und virtuelle Fische: Das war Czyslanskys CeBIT 2009!

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Geschmäht und mit Füssen getreten: Trotzdem war die CeBIT 2009 wieder eine Reise wert.

Die weltgrößte Computermesse erlebte zwar nicht gerade einen Besucherandrang, jedenfalls nicht im Vergleich zu den Vorjahren. Dafür war aber die Zahl der angereisten Czyslansky-Anhänger rekordverdächtig. Da niemand die digitale Szene so perfekt durchschaut wie die Mitglieder dieses kleinen und äußerst exklusiven Kreise von Vordenkern der Digitalität, haben wir deren gesammelten Eindrücke aus Hannover für die Nachwelt aufgearbeitet und ins Netz gestellt. Drei einfache Fragen, jede Menge Antworten, die Stoff zum Diskutieren und zum Nachdenken liefern.

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Twitter, die CeBIT, die Krise, die Bahn und solche Sachen …

CeBITDie Bahn ist ja nicht gerade ein Ort, an dem man „always on“ sein kann. Aber immer noch besser als im Flieger, wo man tatsächlich noch „always off“ ist. Auch wenn man ein bißchen kribbelig wird, beim offline sein, man kann einen Blogbeitrag auch in Word schreiben, bis das UMTS Netz wieder verfügbar ist. Mir gegenüber sitzt @codeispoetry, der auch auf dem Weg zurück nach München ist und twittert von seinem iPhone. Ein guter Moment ein kleines CeBIT Resümee ins Notebook zu hacken. Lang darf es nicht dauern, weil die einzige Steckdose, welche die Bahn dem Reisenden zur Verfügung stellt, leider defekt ist. Auf der Hinfahrt saß ich mit @traukainehm am selben Tisch. Ein Twitteruser ist selten allein. Es ist natürlich kein Wunder, wenn man in einem Zug unterwegs ist, in dem nur der Schaffner ohne Notebook ist. Auch andere soziale Netzwerke taugen zum Treffen und Vernetzen, wäre ich allerdings ein so eifriger XING Nutzer, wie ich Twitterer bin, hätte ich im Zug auch einen „Kontakt“ getroffen, der hätte aber sicherlich die gesamte Fahrt versucht, mir eine Festanstellung ans Knie zur quatschen – sind eigentlich auch Nicht-Headhunter auf XING?

Die CeBIT war toll, ich habe wieder viele nette Menschen kennengelernt, gute Parties und Panels besucht, und ohne meine jährliche Niedersachsen-Reise hätte mir etwas gefehlt. Die Zahlen sprechen ja gegen die Messe, fehlende Besucher, fortbleibende Aussteller und damit ist die CeBIT ja nicht allein, es geht allen Messen so. Auch meine Zimmerwirtin, in deren Gartenhäuschen ich für schlappe 70 Euro nächtigen durfte, war mit der Messe-Konjunkturlage unzufrieden. Damit die Stadt, die vom Rest IT-Deutschlands eigentlich nur als CeBIT-Standort wahrgenommen wird, einmal über sich selbst reflektieren würde, braucht es wohl noch eine größere Krise. Die Restaurants haben Messe-Speisekarten und die Hotels verdoppeln die Zimmerpreise. Ein Unternehmen, daß auf der CeBIT 10 Mitarbeiter für 5 Tage unterbringen muß, zahlt schon mehr für Kost und Logis, als eine Website mit Blog und E-Commerce Lösung kostet.

Egal, mir hat es Spaß gemacht, und wichtig ist mir ohnehin nur der Messestandort München, und dort ist bekanntlich die Welt noch in Ordnung, das Wetter auch viel besser vor allem im goldenen Oktober, wenn die discuss & discover ihre Pforten zum ersten Mal öffnet.

Mit Twitter ist alles gesagt

Twitter-Posts sin wie Worte in den Wind, kurz in den Cyberraum hinausgehauchte Beobachtungen und Bemerkungen über einzelne Themen oder über das Leben an sich. Ich erkenne erst langsam selbst den Wert solcher „Internet-Telegramme“, deren rigide Beschränkung auf maximal 140 Zeichen eine völlig neue, äußerst faszinierende Form von Kommunikationskultur entstehen lässt.

Nehmen wir nur die CeBIT 2009, auf der sich natürlich besonders viele Twitter-Anhänger tummeln, was in der Natur der Sache liegt. Aus vielen kleinen Kommentaren verdichtet sich ein Bild. So habe ich nacheinander über einen Zeitraum von rund 48 Stunden meiner mitlesenden Umwelt folgendes mitgeteilt:

„so schlecht kann es der cebit nicht gehen – der ice von muenchen nach hannover ist gerammelt voll“

„Guten Morgen! Wunderbar geschlafen in einem richtigen 2-Zi.Appt. – Hotel Frick in Langenhagen. 100 Euro – und das zur Cebit!“

„Mit dem Auto zur Cebit. 8:30 und weit und breit kein Stau!“

„Im Presse-Arbeitsraum der CeBIT sind am Abend des Pressetags (Montag) noch jede Menge Arbeitsplätze frei. Wo bleiben denn die Kollegen?“

„Habe gerade eine CeBIT-Bockwurst genossen. Den Plastik-Kartoffelsalat schenke ich mir lieber…“

„Es gibt jede Menge freie Schließfächer im Pressezentrum“

„re:cebit-stimmung – das presse-restaurant ist halb leer (oder halb voll). das schnitzel ist dagegen wie jedes jahr – ungeniessbar!“

„Träume noch vom Abendessen im Roma – Scampi, Lamm. Und das Beste: kein Gerhard Schröder am Nebentisch! Nur Thomas Gottschalk :-(„

„O-Ton Uli Pfaffenberger („Pfaffi“) von EditorNetwork: „Ich war 86 auf der ersten CeBIT, und ich werde 2014 auf der letzten wieder da sein.“

So, damit ist doch eigentlich alles gesagt, oder?

zdnet spekuliert über die chancen der münchner discuss & discover gegen cebit & co

messe muc

der branchendienst zdnet spekuliert heute über die chancen der messe münchen mit der neu angekündigten „discuss & discover“ mittelfristig der cebit den rang abzulaufen. mit einem neuen event-format versuchen die münchner ja eine alternative zu herkömmlichen it-messen wie der eigenen SYSTEMS zu etablieren.

zdnet meint: „Schraudy (geschäftsbereichsleiter neue technologien der messe münchen; mik) und die Messe München könnten recht behalten und am Ende – also in drei oder vier Jahren – die lachenden Dritten sein. Auch in Hinblick auf den alten Rivalen CeBIT. Noch ist unklar, wie sich diese Messe entwickelt. Spätestens nach der Abschlusspressekonferenz liegen aber auch in Hannover die Karten für jeden offen sichtbar auf dem Tisch. … Aus der weltweit größten IT-Messe im Handumdrehen ein kleines, aber feines Branchenevent zu machen dürfte deutlich schwieriger sein, als dem Aschenputtel Systems ein neues Kleid zu schenken.“

die messe münchen selbst informiert derzeit auf einer roadshow interessierte potentielle aussteller und partner. nach messeangaben haben sich mehr als 400 unternehmen für die diversen termine angemeldet. in münchen musste sogar ein zweiter termin festgesetzt werden. soviel nachfrage ist zumindest für die jüngeren messekollegen eine neue erfahrung …

Barcamp statt Messe? Die Interaktivbranche sucht sich neu!

messe2 Innereien einer Messe in Hannover

Glaubt man den Ergebnissen einer aktuellen Studie zum Bedeutungswandel der Messen für die Interaktivbranche des HighText-Verlags, so stehen die traditionellen deutschen Messen vor einer neuen Herausforderung: nach RoadShows und Firmen-Events werden sich künftig auch von BarCmaps und regionalen Web-Stammtischen bedrängt.

Noch führt das aktuelle Ranking der wichtigsten Messen für die Branche die CeBIT an (33%), gefolgt von der OMD (28%) und der Internet World (28%), die ganz offensichtlich im vergangenen Jahr wieder Boden gut gemacht hat. Gespannt darf man sein, wie im nächsten Jahr die neue DMEX in Köln und der Nachfolge-Event der SYSTEMS in München abschneiden werden. Die Münchner werden am 2. Dezember den Vorhang öffnen und auf einer Pressekonferenz ihre Pläne erstmals detailliert der Öffentlichkeit vorlegen.

Für die Zukunft erwarten die Experten um Branchen-Guru Joachim Graf einen grundlegenden Bedeutungswandel der etablierten Messen: "Die Branchenmessen verlieren ihren Fokus als Branchentreff und werden zu Einkäufer- und Entscheidermessen". Ihre Rolle als Meetingpoint werden zunehmend Barcamps und regionale Stammtische übernehmen: "Der Wissenstransfer verlagert sich somit zunehmend von den überregionalen Leitmessen in die regional aufgestellten Web-2.0-Events."

Ich glaube, an diesem Trend ist viel Wahres dran. Die traditionellen Messeveranstalter zeigen ja auch hinreichend Bewegung: Die OMD spaltet sich in die Düsseldorfer Alt-Mannschaft und die Kölsch-Riege der DMEX, die CeBIT sucht unter dem Schlagwort webciety händeringend nach einer neuen Web 2.0-Strategie und was sich die Münchner ausgedacht haben erwartet die Branche mit Hochspannung. Aber soweit, dass der Nachfolger der SYSTEMS ein Stammtisch wird, werden sie wohl nicht gehen. Denk ich mal …

vom fernsehprogramm zum waschprogramm – die IFA wächst und wäscht

bosch

die „internationale funkausstellung“ ist tot. die ifa aber lebt weiter: als lifestylemesse für alles, was einen stecker hat. mit der integration weißer ware finden in diesem jahr erstmals auch hersteller wie aeg und bauknecht ein trockenes plätzchen in den berliner messehallen. und was gibt es nicht alles prächtiges anzuschauen: vom kühlschrank mit 17zoll-lcd-glotze und integriertem dvb-t-tuner von siemens und dem neuesten staubsauger von bosch (siehe bild) bis zu „50 jahre AEG waschmaschine lavamat“. wie textet faz.net so schön: „trommel trifft scheibe“.

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