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Schnäppchen-Falle Social Media

Darfs ein paar Prozent mehr sein?

Haareschneiden beim Promi-Friseur für die Hälfte, Gourmet-Menüs im Sterne-Restaurant für ein Drittel und Ferienflüge für ein Viertel: Möglich machen das neuerdings so genannte „Deal-Plattformen“ im Internet. Vermarkter wie Groupon oder die Berliner Firma DailyDeal locken marktschreierisch mit Sprüchen wie: „Gutscheine, Coupons & Rabatte von bis zu 90%“

Der Trick zieht: 39.000 Gutscheine kauften deutsche Kunden beim Kosmetik-Anbieter Body Shop, eine Autowerkstatt in Hamburg bot eine Reparatur für 50 Euro statt 100 an – und war binnen Stunden auf Monate hinaus ausgebucht. Insgesamt setzte Groupon 2011 alleine in Berlin in den ersten drei Monaten Gutscheine im Wert von mehr als vier Millionen Euro ab.

Die Coupon-Masche funktioniert immer nach dem gleichen Strickmuster: Der Kunde bekommt per Email das Angebot geschickt, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem sensationellen Rabatt zu erwerben. Der Kunde kauft einen Gutschein, den er beim betreffenden Händler innerhalb einer festgesetzten Frist einlösen kann. Groupon teilt sich den Erlös mit dem Händler, und zwar meistens  50:50. Viele Händler überzeugt das Argument, der Verkauf von Schnäppchen-Gutscheinen sei eine billige Form von Online-Werbung. Schließlich würden alle, die keinen Gutschein kaufen, das Angebot wenigstens wahrnehmen und seien deshalb in Zukunft potentielle Neukunden.

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