Schlagwort-Archive: Bloggen

Von Sascha Lobo lernen heisst siegen lernen – ein Aufguss zum Thema Reputationsmanagement

Gestern saßen die Freunde Czyslanskys nach langer Zeit individueller Vereinsamung mal wieder bei einer guten Zigarre beisammen – in der wunderhübschen neuen Y Julietta Bar übrigens. Der Diskurs schweifte und schwofte von links nach rechts, von gestern ins morgen und traf irgendwo auf halbem Weg auf Sascha Lobos aktuelle Thesen vom Geworfensein des Individuums in den Fängen sozialer Netze. So kam die Sprache auch auf ein längst verblasstes Posting aus jenen Zeiten, in denen Sascha uns allen noch voran ging auf dem Erfolgspfad des modernen Social Warriors, ein Posting in dem ich an anderer Stelle im Jänner 2010 aufzuzeigen versuchte, dass von Sascha Lobo zu lernen gleichbedeutend sei mit der Erfahrung des Siegens.

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Aus dokumentarischen Gründen sei dieses Posting an dieser Stelle noch einmal ausgegraben:

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Für wen bloggen wir?

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Und wo liegt Deutschland?

Blogs sind Worte im Wind, ziellos in die endlose Freiheit des Netzes entlassene Gedankenfetzen, von der wir hoffen, dass sie wie Brieftauben irgendwann und irgendwie zum Empfänger gelangen. Doch wie groß ist die Chance? Etwa eins zu drei, wenn man der jüngsten Studie „(N)Onliner-Atlas 2009“ der Initiative D21 und TNS-Infratest glauben darf. Demnach sind bislang nur 26 Prozent der Deutschen „in der digitalen Alltagswelt angekommen“, wie es in der einschlägigen Pressemitteilung heißt. 30 Prozent zählen sich zu den „Gelegenheitsnutzern“. Und die bei weitem größte Gruppe – 35 Prozent – haben mit Internet & Co. überhaupt nichts am Hut. Sie bezeichnen die Studienschreiber als „digitale Außenseiter“.

Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht? Kommt wohl auf den Standpunkt an. Das ist so wie die Sache mit den Optimisten und den Pessimisten: Der Optimist sieht beim Schweizer Käse den Käse, der Pessimist die Löcher. Die gute Nachricht lautet doch: Wir Blogger können bis zu 56 Prozent der Deutschen erreichen, allerdings nur mit etwas Glück und viel Rückenwind. Ein Drittel unserer lieben Mitbürger sind – auch wieder eine Frage des Standpunkts – ausgeschlossen oder wehren sich erfolgreich gegen die digitale Aufdringlichkeit.

Übrigens liegt Deutschland damit ziemlich gut im europäischen Durchschnitt, jedenfalls wenn man der Website Internet World Stats glauben darf. Im Vergleich zum Internet-Stammland USA fällt die Alte Welt allerdings weit zurück: Jenseits des Atlantik waren Ende 2009 angeblich 252.908.000 Menschen mehr oder weniger regelmäßig online, macht satte 74,2 Prozent!

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Bye bye, Blogger

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Wo bleibt der Nachwuchs?

Bloggen ist inzwischen das Uncoolste, was man im Internet machen kann. Das behauptet jedenfalls Nick Carr, der Mann, dem wie die legendäre Frage verdanken: „Does IT matter?“ Er beruft sich auf eine Studie von Pew Internet, wonach die Zahl der Jugendlichen Blogger seit 2006 dramatisch abgestürzt ist. Damals gaben 28 Prozent der Teenager und jungen Erwachsenen noch an, Blogs zu schreiben. Heute sind es nur noch 14 Prozent. Sie kommentieren auch die Blogs von anderen viel seltener als früher. Vor vier Jahren hinterließen noch 76 Prozent der jüngeren Internet-Nutzer Anmerkungen unter dem, was andere online abgesondert haben. Heute sind es nur noch 52 Prozent.

Nicht, dass die Kids dem Internet den Rücken kehren würden – im Gegenteil! 73 Prozent der amerikanischen Teens geben an, regelmäßig in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein. Im November 2006 waren es nur 55 Prozent. Aber die Beliebtheit bestimmter Features von Facebook & Co. hat sich verändert. Und sie sind offenbar auch unkommunikativer geworden.

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