Schlagwort-Archive: Big Brother

Warum will uns Obama weiter abhören? Weil er es kann!

Wer kann, der kann!

Wer kann, schafft an!

Business as usual, also, bei NSA & Co. Barack Obama hat, wie kaum anders zu erwarten, die Praktiken seiner Datenschnüffler verteidigt und versprochen, weiterhin weltweit Telefone und E-Mails abhören zu lassen, wann immer es den Amerikanern in den Kram passt. Warum er das weiterhin tun will, hat er auch, wie in der New York Times zu lesen stand,  mit entwaffnender Ehrlichkeit verraten: Weil er’s kann! O-Ton:

„The power of new technologies means that there are fewer and fewer technical constraints on what we can do.“

Dass man vielleicht den einen oder anderen Zügel („curbs“) anlegen müsse, sei richtig, aber dafür seien andere – der Congress, die Geheimdienste selber – zuständig: Sollen die es doch bitteschön untereinander austragen. Weiterlesen

Kein GPS in der Sauna, bitte!

Antoine Jones ist auf Big Brother schlecht zu sprechen…

In George Orwells Buch „1984“ steht jeder unter Dauerüberwachung durch den allmächtigen Staatsapparat, und seitdem leben wir in der ständigen Angst vor dem „Big Brother“. Doch selbst Orwell hat sich nicht vorstellen können, dass die Staats-Wächter eines Tages jederzeit exakt bestimmen könnte, an welchem Ort sich jeder einzelne Bürger befindet. Doch inzwischen sind wir schon fast soweit.

Das Problem ist das Navigationssystem GPS. Die insgesamt 32 Satelliten, die dauern die Erde mit 3,9 km pro Sekunde umkreisen, also einmal alle 12 Stunden, decken fast die gesamte Erdoberfläche ab und sind in der Lage, die Position eines Empfangsgeräte bis auf 7,8 Meter genau zu bestimmen.

Und da fast jeder von uns heute ein Smartphone besitzt und jedes ordentliche Smartphone über einen GPS-Empfänger verfügt, weiß der große GPS-Bruder stets recht genau, wo wir uns gerade befinden. Das ist recht nützlich, wenn ich zum Beispiel meinen Freunden per Foursquare oder Twitter sagen will, dass ich gerade vor den Museumslichtspielen in München stehe und mir gleich Roland Emmerichs neue Film-Katastrophe namens „Anonymous“ anschauen will. Es macht mir aber Gänsehaut wenn ich daran denke, dass auch ein Polizist oder Staatsschützer am Monitor sitzen und meine Bewegungen verfolgen kann.

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Sage mir, was du suchst und ich sage dir, wer du bist

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Voller Durchblick – oder nur eine Fliege unterm Mikroskop?

Lawrence Summers, der ehemalige amerikanische Finanzminister und heutige Nationale Wirtschaftsberater von Barak Obama, will das moderne Gegenstück zum delphischen Orakel entdeckt haben: Google. Summers hat herausgefunden, dass im Frühjahr 2009 besonders häufig der Suchbegriff „Great Depression“ eingegeben worden ist, inzwischen aber kaum noch. Für ihn ist das ein eindeutiger Wirtschaftsindikator und Beweis dafür, dass die Wirtschaftskrise vorbei ist.

Nun ist Summers nicht der erste, der Suchanfragen als Mittel der Marktforschung benützt. Google selbst betreibt eine Seite namens „Google Zeitgeist“ mit Trendauswertungen und einer Liste der „Top 100“-Suchbegriffe. Die so genannten Trends sind allerdings äußerst kurzlebig. Als ich heute morgen nachschaute, lag ein gewisser Casey Kotchman auf Platz eins, weil er von der Baseballmannschaft von Atlanta nach Boston zu den Red Sox wechselt. Ob morgen noch ein Hahn nach ihm kräht, ist eher zweifelhaft, aber wie sagte doch Andy Warhol, jeder wird einmal für 15 Minuten berühmt sein.

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Big Brother Goes GPS!


Familienidylle zum Gruseln: Werbung für den „Pocketfinder“ im US-Fernsehen

Im amerikanischen Fernsehen kommt abends manchmal gegen 22 Uhr ein kleiner Werbefilm, der sich an Eltern von Jugendlichen richtet und in dem ein Ansager mit besorgter Stimme fragt: „Es ist zehn Uhr abends – wissen Sie eigentlich, wo Ihre Kinder sind?“ In Zukunft werden Mutti oder Vati lächelnd antworten: „Ja, und zwar bis auf neun Meter genau!“

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