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Ablenkmanöver?

Seit Tagen diskutieren alle über das Betreuungsgeld, die Herdprämie, Hartz V für Wohlhabende, wie man es nennen will. Sehr glaubwürdig sind die Positionen nicht gerade – man gewinnt eher das Gefühl, daß hier eine Art choreographiertes Turnier stattfindet. Besonders auffällig die direkte Gegenseite: Kein Betreuungsgeld für Leute, die ihre Kinder in der Familie erziehen, vielmehr lieber gleich ein Verbot dieser antiquierten Erziehungsform. Im Gegensatz zu den Kindergartenbetreuern können Eltern ihre Erziehungsbefähigung schließlich nicht nachweisen.

Folgerichtig fordert Frau Kraft in Nordrhein-Westfalen, vermutlich befeuert vom Wahlkampfgetöse, daß die Gesellschaft die Kinder möglichst früh in die Finger kriegen soll, zwecks gleichförmiger „optimaler“ Erziehung und sicherheitshalber. Um auch ja nicht missverstanden zu werden, weist sie darauf hin, daß NRW etwas über zwei Prozent seines Jahreshaushalts für die Inobhutnahme von Kindern ausgibt. Das ganze stand am Wochenende in der F.A.S., online ist es etwas milder und stark gekürzt.

Hannelore Kraft: Alle Kinder müssen in die Kita

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