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Bitte keine digitalen Zauberlehrlinge!

Seids gewesen!
Seids gewesen!

Die Frage, ob Computer in absehbarer Zeit denken, oder wenigstens lernen können, beschäftigt mich gerade sehr, nachdem ich in Zürich im IBM Lab einmal einen etwas tieferen Einblick in den aktuellen Stand der Computerforschung nehmen durfte. Dort tüftelt man an neuronalen Systemen, die nach dem Vorbild des menschlichen Gehirnes nicht mehr einfach nacheinander binäre Einser und Nullen abarbeiten, also schlussendlich nur die Befehle ihrer menschlichen Herren befolgen können (nach dem schönen alten Informatikermotto: „garbage in, garbage out“), sondern die selbständig eigene Rückschlüsse aus den ihnen vorliegenden Informationen ziehen können, so wie unsere Gehirne Synapsen bilden: neuronale Verknüpfungen zwischen verschiedenen, durchaus auch weit auseinanderliegenden Hirnzellen. Synapsen können auch Signale während der Übertragung modulieren und Informationen speichern. Die Anzahl der Synapsen im Gehirn eines Erwachsenen beträgt laut Wikipedia etwa 100 Billionen (1014).

In Zürich hat man mir gezeigt, wie „Watson“, IBMs neuster Superrechner, in der Krebsforschung einem Arzt Ratschläge zur Therapie seltener Karzinome geben kann, die sogar auf die Besonderheiten und Befindlichkeiten einzelner Patienten abgestimmt sind. Eine Frau möchte vielleicht lieber eine Therapie, bei der die Haare nicht ausfallen. Wenn es das gibt, fließt dieser Wunsch in Watsons Recherchergebnisse ein. Natürlich hat Watson das computertechnische Gegenstück zu einem Arztstudium durchgemacht und weiß fast so viel über sein Fachgebiet wie der Arzt selber.

Aber  Watson arbeitet viel gründlicher: Weiterlesen