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Offener Brief an Josef Bryla

Sehr geehrter Herr Bryla,

ich kenne Sie nicht, Sie kennen micht nicht. Offengestanden bin ich mir ziemlich sicher, dass ich Sie auch nicht kennenlernen möchte. Trotzdem schreibe ich Ihnen diesen offenen Brief. Denn mir sind Ihre Kommentare aufgefallen, die Sie unter die Focus-Meldung „„Antifa-Zigeunerhure“: ARD-Moderatorin wird nach Flüchtlingskommentar massiv beleidigt bei Facebook abgesondert haben. Diese Kommentare finde ich in gewisser Weise herausragend – nämlich nach unten. Und da nicht jeder Facebook nutzt, erlaube ich mir, Ihre Hasspostings hier zu zitieren. Denn es ist ja eine öffentliche und mitnichten eine rein private Äußerung.

Sie kommentierten und antworteten also so:

bryla bryla2

Das hat mich neugierig gemacht und ich habe Ihr Profil besucht.
Offensichtlich stammen Sie, das spekuliere ich aus dem was ich dort lese, aus Polen. Das würde dann auch das überaus bescheidene Deutsch erklären, in dem Sie schreiben.

Sind Sie vor der „Wende“ nach Deutschland gekommen? Sind sie vielleicht sogar ein Anhänger der damals verbotenen Gewerkschaft Solidarnosc gewesen?
Vielleicht sind sie ein politisch Verfolgter des Regimes von Woiciech Jaruzelski, der das Land verlassen musste, als dieser im Dezember 1981 das Kriegsrecht ausgerufen hatte?

Dann wären Sie ja ein politischer Flüchtling… Gut, dass Sie es geschafft haben, dem langen Arm des diktatorischen Regimes unbeschadet zu entkommen.

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Zimmer frei in Berlin?

Während der Eine nein sagt, sagen die anderen ja.

Wie weit sich die Regierung und die Stimmung in der Bevölkerung voneinander entfernt haben, demonstrieren diese beiden Screenshots, das obere zeigt die Seite der Süddeutschen Zeitung. Viel ist von der Belastung der deutsch-amerikanischen Beziehung seit Bekanntwerden der NSA-Abhöraktionen gesprochen worden. Jüngst erst wieder hat der amerikanische Außenminister Kerry eingeräumt, dass es da Spannungen gäbe. Während im vorauseilenden Gehorsam noch Ex-Parlamentarier Lindner vor einer Verschlechterung der Beziehung warnt, wenn Deutschland Ed Snowden Asyl gewähren sollte (man fragt sich, wer eigentlich Verursacher der Befindlichkeitsstörungen ist), hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich vor Tagen bereits angekündigt:

 

zimmnerfrei2

Das überrascht nicht weiter und ist vor dem Hintergrund des deutschen Asylrechts nicht ganz von der Hand zu weisen, so schwer es auch fällt H.P. Friedrich wenigstens teilweise recht zu geben. Vollmundig polterte also Christian Stöbele zurück, natürlich ginge das, man müsse es nur wollen. Während Ströbele also nichts anderes zum Ausdruck gebracht hat als: Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch…

reagiert man in der Bevölkerung in Deutschland weitaus deutlicher: Hier das Screenshot eines Fotos, das bei Twitter derzeit die Runde macht:

zimmerfrei

Wo eine Wille ist, ist eben auch ein freies Zimmer…