Schlagwort-Archive: Amerika

Warum will uns Obama weiter abhören? Weil er es kann!

Wer kann, der kann!

Wer kann, schafft an!

Business as usual, also, bei NSA & Co. Barack Obama hat, wie kaum anders zu erwarten, die Praktiken seiner Datenschnüffler verteidigt und versprochen, weiterhin weltweit Telefone und E-Mails abhören zu lassen, wann immer es den Amerikanern in den Kram passt. Warum er das weiterhin tun will, hat er auch, wie in der New York Times zu lesen stand,  mit entwaffnender Ehrlichkeit verraten: Weil er’s kann! O-Ton:

„The power of new technologies means that there are fewer and fewer technical constraints on what we can do.“

Dass man vielleicht den einen oder anderen Zügel („curbs“) anlegen müsse, sei richtig, aber dafür seien andere – der Congress, die Geheimdienste selber – zuständig: Sollen die es doch bitteschön untereinander austragen. Weiterlesen

Was WikiLeaks über Amerika sagen würde

Eigentlich wollte ich dieses Wochenende damit zubringen, meine jüngsten Eindrücke von Amerika, dem Land, in dem ich geboren wurde und dessen Bürger ich geblieben bin auch nach mehr als 40 Jahre Aufenthalt in Deutschland, in Blogform aufzuarbeiten. Ich bin gestern nach vier Wochen, in denen meine Frau und ich in Boston gewohnt haben, zurückgekehrt und bin zutiefst verunsichert und enttäuscht von vielen Dingen, die man bei einem flüchtigen Besuch als Urlauber oder Geschäftsreisender sonst nicht richtig sieht, und das Blogschreiben ist für mich die beste Möglichkeit die es gibt, meine Gedanken zu ordnen und für mich selbst eine Perspektive zu eröffnen, die mir hilft, ein informiertes Urteil zu bilden.

Und dann schlug ich die Wochenendausgabe der „International Herald Tribune“ auf und merkte, dass ich mir die Mühe sparen kann. Denn Thomas Friedman, der brillante Kolumnist, Essayschreiber und Buchautor („The World Is Flat“) hat mir die Arbeit abgenommen. Unter der Überschrift „From WikiChina“ hat er schonungslos und treffsicher genau die Punkte aufgegriffen, die ich in meinem Kopf herumtrage, und er hat es auf eine sehr witzige Weise getan, indem er die jüngste Veröffentlichung hochgeheimer amerikanischer Diplomatenpost durch die Website WikiLeaks zum Anlass nahm, eine fiktive Depesche der chinesischen Botschaft in Washington zu verfassen und sich vorzustellem, wie es wäre, wenn auch sie unverhofft an die Öffentlichkeit geraten würde.
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