Mit Jules Verne im Bett – Die Machine Lights von Frank Buchwald

machine light no 2

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Bei der Suche nach einer neuen Nachttischlampe stößt man ja auf viel Hässlichkeit. Dass man mit Licht derart viel Schindluder betreiben kann, ist immer wieder frustrierend. Man möchte für alle Zeit im Dunklen sitzen, um den unerträglichen Leuchtkörpern in unseren Fachgeschäften und Kaufhöllen zu entkommen. In Hotels scheint die Tradition vernünftiger Leselichter am Bett vielfach völlig ausgestorben zu sein.

Licht ist Kultur

Dabei ist Licht ein Kulturgut, das Formenspiel aus Leuchte und Licht ein Widerschein gesellschaftlicher und technologischer Tendenzen. Im vergangenen Winter erst konnte ich die ganz phantastische Ausstellung  „Lightopia“ im Vitra Design Museum in Weil am Rhein besuchen.

Schivelbusch

Vor einigen Jahren durfte ich bei einem Besuch im ERCO-Werk den langjährigen Geschäftsführer Klaus Jürgen Maack kennenlernen, der wie kein Anderer sich um das Licht im Nachkriegsdeutschland verdient gemacht hat.  Das wunderbare Buch „Licht, Schein und Wahn“ des Eisenbahnreiseschriftstellers Wolfgang Schivelbusch schließlich tat ein Übriges, um mich in Sachen Licht ein wenig zu erhellen.

 

Die Machine Lights von Frank Buchwald

machine light no 1

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Umso verzweifelter geriet mir die Suche nach einer käuflichen und spannenden Bettlampe. Bis ich auf die Machine Lights des Berliner Designers Frank Buchwald stieß. Die Machine Lights scheinen direkt aus der Einrichtung der Nautilus entwendet worden zu sein. So und nicht anders muss man sich zur Zeit von Thomas Alva Edison die Zukunft des elektrischen Lichts vorgestellt haben: eine Melange aus Metall und Strom, Gebrauchsgegenstände, die ihre Funktion transparent machen, Verbindungen zwischen Industrie und Wohnarchitektur. Was denn sonst, als eine Machine Light soll künftig meine literarischen Bettgäste Urs Widmer und Yasar Kemal ins rechte Leselicht setzen?





Freilich: die Leuchten haben ihren Preis. Aber ein Besuch der Manufaktur von Frank Buchwald in Berlin steht wohl bald an.

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