Holy fucking shit …

„Holy fucking shit I was just in a plane crash!“

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Das war die erste Meldung, die es am Samstag über den Flugzeugabsturz einer Boing 737 in Denver, Texas zu lesen gab. Nein, keine Tickermeldung von CNN, nicht AP oder DPA; deren Nachrichten Stil ist eine Spur präziser und sprachlich auch etwas gewählter. Diese Meldung twitterte Mike Wilson unter seinem Twitter-Nickname: 2drinksbehind und zwar vom Rollfeld, ungefähr 7 Minuten nachdem er aus dem brennenden Wrack geklettert war. Danach twitterte er munter weiter aus der Flughafen-Lounge, in der die unverletzten Passagiere untergebracht worden waren. Vor allem die Tatsache, das die Fluggesellschaft Continental ihnen nicht einmal ein paar Drinks spendierte, machte ihn ausgesprochen ungehalten.

You have your wits scared out of you, drag your butt out of a flaming ball of wreckage and you can’t even get a vodka-tonic. Boo

Das ist verdammt schlechte PR für Continental. Ein Absturz kann jeder Fluglinie mal passieren, aber dass man auf den Schreck nicht mal einen Drink bekommt, ist schlechter Stil und absolut unverzeihlich.

5 Gedanken zu „Holy fucking shit …“

  1. Was lernt uns dat?
    Stürze niemals mit Continental ab!
    Vielleicht auch: Fahr nach Denver grundsätzlich mit dem Fahrrad.
    Oder, um mit Immanuel Kant zu sprechen: „Das ganze Unglück der Menschheit fängt damit an, dass keiner zu Hause bleiben will.“

  2. Vielleicht hätte der Mann erste Klasse abstürzen sollen. Interessante Frage: Werden Senatoren bei einem Lufthansa-Absturz bevorzugt behandelt? Schicken sie eine Limousine, um die HONs abzuholen? Oder ist Holzklasse ratsam, weil die Überlebenschance hinten größer ist?

    Für Vielflieger sind das entscheidende Fragen! Oder?

  3. Das ist wohl nicht nur bei Continental so. Meine Frau erlebte im letzten Jahr einen Blitzeinschlag in einem kleinen Regionalflieger über Irland. Es rauchte aus den Lüftungsdüsen, das Licht fiel aus, die Elektronik drehte hohl. An eine Landung auf dem kleinen Flughafen im Westen Irlands war wegen der defekten Elektronik nicht zu denken. Das Flugzeug wendete und flog zurück nach Dublin, weil nur dort das Equipment für solche Landungen ohne Bordelektronik möglich ist. Dort angekommen, wurden die geschockten Passagiere überhaupt nicht betreut. Auch wie sie nach der Fastkatastrophe ihr Ziel erreichen sollten wurde ihnen erst auf Nachfrage mitgeteilt: Mit dem Bus. Wo und wann der abfahren sollte, mussten die Passagiere ebenfalls mühsam selbst recherchieren. Eine Erstattung des Flugpreises gab es natürlich auch nicht. Das sind die Kehrseiten der Billigfliegerei.

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