Reiseblogs liegen im Trend – ein Ferien-Post

Ein neuer Reiseblog

Travellers Insight – der neue Reiseblog des Flughafens München

Sommer, Sonne, Kaktus – wer jetzt nicht im Sand liegt, durchs Wasser pflügt oder das Opernhaus im Urwald sucht, der liest, und zwar einen Reiseblog. Die Zeiten, da man mit dem Finger im Diercke Atlas auf Reisen ging, sind vorbei. Reiseblogs liegen im Trend. Und zwar schwer.

Jahr für Jahr steigen die Zugriffszahlen auf Reiseblogs, steigt die Zahl der Reiseblogs, steigt die Zahl der bloggenden Weltenbummler. Und immer mehr Reiseblogger können von ihren Blogs leben. Denn die Industrie – Reiseveranstalter, Luftmatratzenbauer und Sonnenölmixer, aber auch Markenhersteller aller Branchen – haben die Reiseblogs längst als interessantes Werbeumfeld entdeckt.

Die Wachstumskurven der Reiseblogs macht lüstern:

Reiseblogs im Trend

Reiseblogs liegen voll im Trend. Hier die aktuellen Daten der „Google Trends“.

Dass die Reiseblogs nicht nur das Fernweh ihrer Leser bedienen, sondern offenbar auch relevant für die Wahl und Buchung von Reisen sind, darauf deutet der Peak der saisonalen Suchvorgänge nach „Reiseblog“ im Januar hin, dem Monat, in dem viele Menschen ihren Jahresurlaub buchen.

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Lasst mich mit eurem Scheiss in Ruhe! – Netiquette2014.beta #05

keep-calm-and-follow-netiquetteDies ist der fünfte Text unserer kleinen Serie zum Thema Nett im Netz – Netiquette2014.beta. Weitere Beiträge folgen in loser Reihenfolge. Eine Übersicht über die erschienenen Beiträge finden Sie jeweils am Ende des Textes.

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„Netiquette“ kommt von „Net“ wie „Netz“ nicht von „nett“ wie der kleine Bruder von Scheisse. Nur das sei einmal mal vorweggeschickt. Ich muss also nicht nett sein. Ich befinde mich, seit ich denken kann in sozialen Netzwerken, erst mit meinen Eltern und Grosseltern, Tanten und so weiter und dann irgendwann mit Frau und Kindern. Ich war in ein paar Cliquen, Schulen, sogar Universitäten, an unzähligen Arbeitsplätzen und Filmsets. Das alles sind soziale Netzwerke. Überall waren Menschen mit denen ich gut, besser oder eben auch schlechter zurechtgekommen bin. Manchmal gab es Freundschaft, manchmal Sex, Streit oder auch mal ein paar aufs Maul, wie man in kultivierten Kreisen sagt. Aber meistens gibt und gab es Nix, gar Nichts. Langeweile, Desinteresse …

Seit ein paar Jahren, inzwischen sind es Jahrzehnte geworden sind auch einige digitale Netzwerke hinzugekommen. von Compuserve, div. MMORPGs, Mailinglisten, Newsgroups, Foren, Twitter, Facebook, Youtube etc. Und wissen Sie was? Es gibt kaum Unterschiede. Mal gibt es Freundschaft, machmal … sie wissen schon … Es ist schlicht genau dasselbe. Ob digital oder real: „same shit, different channel“, wie der Lateiner sagt.
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Papa, Du bist Scheiße! – Netiquette2014.beta #02

keep-calm-and-follow-netiquetteDies ist der zweite Text unserer kleinen Serie zum Thema Nett im Netz – Netiquette2014.beta. Weitere Beiträge folgen in loser Reihenfolge. Eine Übersicht über die erschienenen Beiträge finden Sie jeweils am Ende des Textes.

 

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Es ist über 30 Jahre her, da überraschte mich mein Vater mit einer Zeitungsmeldung. Er hatte sie gelesen, mit Textmarker markiert, auf meinen Platz am Frühstückstisch gelegt und war in die Arbeit gefahren.
Es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass er mich auf diese Art auf Nachrichten, Meldungen oder Berichte hinwies, von denen er meinte, ich solle das lesen. Das war in den meisten Fällen zwar gutgemeint, aber nicht gut durchdacht. Vieles davon war weder lesenswert noch interessant – fand ich, der geborene Neinsager zu jeglichen väterliche Belehrungsansprüchen. Ich fing an, in der Fernsehzeitung Sendungen anzustreichen, die er unbedingt sehen wollte. Er verstand das Signal nicht. Noch Jahre später – wir waren längst ausgezogen und lebten in einer anderen Stadt, flatterten auf dem Postweg Schnipsel aus seiner Tageszeitung zu mir: „Das interessiert Dich doch sicher…“
Wie sehr er sich irrte. Heute, wenn ich meine Facebook-Timeline durchblättere sehe ich oft ähnliches Verhalten. Ein Vater stellt seinem Sohn in die Timeline einen Link ein, wo er sich als Praktikant bewerben könne. Natürlich kommentiert. Eine Mutter verlinkt in die Timeline ihres Sohnes unentwegt Berichte über Orte, wo die Familie mal Urlaub gemacht hat und setzt nicht selten eine Anekdote dazu: „Weißt Du noch. Da warst Du acht oder neun…“
Ein anderer zaubert Fotos seiner Kinder aus seinem Archiv und verbreitet diese via Facebook an Freunde und Verwandte, Bilder, die teilweise an die 15 Jahre alt sind. Die Kinder sind hin und wieder recht putzig, aber mal ehrlich: Wer möchte schon unkontrolliert Kleinkindfotos von sich im Netz verbreitet wissen? Ich nicht. Und genau hier steckt das Problem.
Als mein Vater meinte, mich mit Notizen aus der Zeitung belehren und hin und wieder auch provozieren zu müssen (denn nicht selten waren die Berichte genauso ausgewählt) war das eine Sache zwischen zwei Personen: Ihm und mir. Und sie fand auf dem heimischen Esstisch statt. Heute passiert Selbiges auf Facebook: Vor den Augen der Öffentlichkeit, vor eigenen Freunden und den Freunden und Bekannten der Kinder. Das Eltern-Kind-Verhältnis ist im sozialen Netzwerk ein Schwieriges, ich weiß das, denn ich bin seit Jahren bei Facebook und meine Töchter sind es auch.friendsatacebook1
Als sie vor Jahren dort mit dem ersten große Walk In einmarschierten und SchülerVZ und ähnliche Plattformen hinter sich ließen, gab es eine kleine Diskussion dazu. Ich stimmte dem Wunsch zu, dass sie sich dort anmelden durften (eine andere Wahl hatte ich sowieso nicht, sie hätten es sonst vermutlich auch alleine gemacht), erbat mir aber, dass wir fortan bei Facebook befreundet sein sollten. Weiterlesen

Muss ich Euch kennen? – Netiquette2014.beta #01

keep-calm-and-follow-netiquetteDies ist der erste Text unserer kleinen Serie zum Thema Nett im Netz – Netiquette2014.beta. Weitere Beiträge folgen in loser Reihenfolge. Eine Übersicht über die erschienenen Beiträge finden Sie jeweils am Ende des Textes.

 

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Facebook Friends

Was mir übrigens tierisch auf den Senkel geht sind Leute, die sich mit mir befreunden und das als Gelegenheit nutzen, mir Schleichwerbung für ihre Firmen oder Aktivitäten unterzuschieben. Ich werde solche Leute künftig „unfriended“ und ihre Werbeposts sofort löschen – egal, ob ich sie eigentlich gut finde oder nicht! Das ist unerzogenes Benehmen, sonst nichts!!! Vorher fragen, okay?

Diese Zeilen habe ich in vollem Brass auf meine Facebook-Seite knallt, weil mir schon wieder irgendeine Immobilien-Tussi so eine halbseitige Werbeanzeige reingeknallt hat. Das heißt: Sie hat sich erst einmal bedankt dafür, dass ich auf ihre Freundschaftsanfrage reagiert habe. Das ist ja so weit in Ordnung, auch wenn mir ein „Daumen hoch!“ schon genügt hätte.

Das Problem ist die Friends-Inflation, und daran bin ich natürlich selber schuld. Jeder muss ja für sich die Frage beantworten: Wen will ich überhaupt auf Facebook als Freund haben. Oder wie der alte Hermann Kock, Chef der Reisemobilabteilung von Karmann, es in einem meiner früheren Leben so wunderbar von oben herab sagen konnte, wenn er jemandem vorgestellt wurde, der ihm offenbar unsympathisch war: „Muss ich Sie kennen?“

Ich habe neulich die „Schallmauer“ von 1000 FB-Freunden genommen, weil ich mir vor Jahren angewöhnt habe, Anfragen anzunehmen von Leuten, mit denen ich viele Freunde teile. Ich habe keine feste Untergrenze, aber wenn wir 20 oder 30 gemeinsame Bekannte auf Facebook haben, dann kann das doch eigentlich gar kein schlechter Mensch sein, oder? Weiterlesen

Der Google Author Rank ist am Ende – ein Sieg der EU?

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Es war abzusehen. Trotzdem enttäuscht mich diese Entwicklung sehr: Google gibt seine Authorship-Strategie auf. Damit wird die wichtigste Entwicklung im Suchmaschinenwesen der letzten Jahre eingestampft.

Wir erinnern uns: Die wichtigste Bedingung für eine gute Suchmaschinenpräsenz einer Website war über lange Jahre eine hervorragende Quantität und Qualität eingehender Links. Wer einen Link aus der Wikipedia vorweisen konnte war ein gemachter (SEO-)Mann. Nicht wenige haben den Mangel qualitativ hochwertiger Links durch die bloße Summe schlechter gekaufter Links wettzumachen versucht. Das war – so schien es – Vergangenheit, als vor einiger Zeit Google sein Authorship-Modell vorgestellt hat: Künftig sollten weniger die Links, als vielmehr die Qualität von Qiriginal-Inhalten über den Finde-Status einer Website entscheiden. Hierzu musste der Autor nur mit dem Attribut rel=“author“ seine Autorschaft seinem Text hinzufügen. Zur Identifikation war ein Profil des Autors auf Google+ notwendig. Ein Text wurde dem Autor gutgeschrieben, wer für seine Verbreitung durch Sharing sorgte, war nicht mehr – oder kaum mehr – relevant.

Nachdem in den vergangenen Wochen Google schon wichtige Teile der Authorship-Strategie zurückgezogen hat – etwa die Abbildung des Autors bei Fundstellen mit Autorenzuordnung -erklärte Google-Analyst John Mueller in einem Google+-Post nun das völlige Ende von Google Authorship. Seine Begründung klingt wenig glaubwürdig:

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dropify und Facebook – ein Dreamteam, wenn es um neue Fans geht!

vibrio Blog

Vor zwei Tagen habe ich auf dem vibrio Blog über meine ersten Erfahrungen mit dropify berichtet. dropify ist eigentlich ein Publishing-Tool für beliebige Dokumente. Von Musik und Klingeltönen bis zu Bildern kann man alles mögliche auf eine öffentlich zugängliche Plattform stellen – aber auch Whitepaper, Präsentationen oder beliebige pdf-Dateien. Erst eine umfangreiche Integration in Facebook macht dropify aber für alle Betreiber von Facebook Fan Pages überaus interessant:

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„Just setting up my Twtr.“ – Twitter ist heute sieben Jahre alt!

 

Am 21. März 2006 tippte Twitter-Co-Gründer Jack Dorsey den Satz „Just setting up my Twtr.“ in die Maschine und damit war der erste Tweet in der Welt. Eine schöne Geschichte zu Twitter haben Ole ReißmannKonrad Lischka und Christian Stöcker schon vor zwei Jahren in SPIEGEL ONLINE zusammengetragen. Das braucht man nicht zu wiederholen. Aber man kann es gut wiederlesen: zum Artikel!

Ich bin seit Mai 2009 dabei (https://twitter.com/michaelkausch): in der Regel mit Hinweisen zu aktuellen Studien und Artikeln, die ich für wichtig halte und die also Themen betreffen, die für mich relevant sind: das reicht dann von der PR über Social Media Marketing bis zu Kultur und Politik.

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Schluss mit der Scheiße

Sturm im Sommerloch.

Irgendwann ist es dann auch mal gut. Der Sommer ist – zumindest kalendarisch – da. Damit haben wir auch viel beschworene und medial gefürchtete Sommerloch, aber das ist noch lange kein Grund, selbiges tagtäglich mit Scheiße zu füllen. Ein harsches Wort, aber genau das muss auch mal gesagt werden.

Ob Pro7, ob Vodafone, ob McDonald’s oder H&M – Shitstorms sind dermaßen in Mode gekommen, dass es schon wieder nervt. Da entzündet ein Hamburger Schüler mit einer Reihe unflätiger Kommentare auf Facebook eine Kampagne gegen „Galileo“ und nötigt dem Sender eine Erwiderung auf der eigenen FB-Seite ab, die dort  zu intensiven Diskussionen geführt hat. Nicht witzig jedenfalls fand das der Unterföhringer  Sender und konterte: „Wir ärgern uns, wenn wir große oder kleine oder dumme Fehler machen. Und wir ärgern uns, wenn Menschen wie M.M., die in ihrer Chronik Sätze wie „Hitler, kann das sein?“ auf die Frage „Beste Erfindung aller Zeiten?“ schreiben.“

Eine Tür weiter donnert Anni, eine wutentbrannte Vodafone-Kundin über inkompetente Hotline-Beratung, falsche Abrechnungen usw. und hat in kürzester Zeit nicht nur Tausende von „Like It“ generiert sondern auch hunderte von Kommentaren. Tenor immer gleichlautend: Unzufriedenheit der Telefonanbieterkunden, Verärgerung, Wut. Und das ist auch das Stichwort.

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Bloggen hat Zukunft. Facebook ist nur nett.

Frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt läuft die Post – und damit meine ich neben den E-Mails auch die Twitter-, Xing- und Facebook-Körbchen – über mit Meldungen zum heutigen Facebook Börsengang. Und in meinem Urlaub habe ich auch erfahren, dass Facebook noch immer einen Bedeutungszuwachs vorweisen kann: meine Bilder und Einträge aus dem Urlaub haben auf Facebook doch den ein oder anderen interessiert – auf Twitter aber blieb die Reaktion auf meine israelisch-palästinensischen Erfahrungen deutlich hinter früheren isländischen Troll-Tweets zurück. Verdrängt Facebook die anderen sozialen Medien?
Ich denke: NEIN!

Und so denken viele meiner Freunde auch. Zum Beispiel Oliver Gassner, dem ich den Hinweis auf diese lehrreiche Business-Grafik verdanke:
Facebook vs Blog 10 Reasons Business Blogging is Better than Facebook [Infographic]

Patricia Redsicker formuliert hier zehn sehr gute Argumente, die die Überlegenheit von Business-Blogs gegenüber einer professionellen Nutzung von Facebook illustrieren:

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Achtung Fettnapf: „Happy Burzzeltag“!

Haben Sie heute Geburtstag?
Nein?
Wusste ich. Facebook, Xing und Co haben mich informiert: Heute gibt es niemanden zu beglückwünschen…

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Lieben. Gut, dass Ihr das alles nicht mit ansehen müsst...

Gibt es etwas Feineres als die Geburtstagserinnerungen von Facebook, Xing & Co.? Sie sind so hilfreich, dass ich gar keinen Geburtstagskalender mehr führe. Dumm ist allerdings, wenn reale Freunde, Verwandte, Kollegen nicht in Facebook & Co unterwegs sind. Pech für sie und peinlich für mich, da ich ihre Geburtstage todsicher vergesse.
Diese Minderheit außer acht lassend, werde ich fast täglich damit konfrontiert, dass irgendwer in meinen Kontaktlisten Geburtstag hat. Und schon sind wir mitten im Thema. Wie soll man auf diese Geburtstagsbenachrichtigung angemessen reagieren?

Am einfachsten ist es, dem Geburtstagskind einfach die Wünsche auf die Pinwand zu posten. Und genau das machen alle.

Aber mal ehrlich: Gibt es eine bessere Möglichkeit, seinem Mitmenschen mitzuteilen, dass er einem eigentlich völlig wurscht ist?
Der Subkontext eines solchen Pinwandeintrags ist: Du bedeutest mir nichts. Ich weiß nicht, wann du Geburtstag hast. Ich gratuliere Dir auch nicht persönlich sondern unverbindlich Deinem Online-Profil.
Folglich sind die Glückwünsche schablonenhaft und nichtssagend, schon bemerkt?
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