Happy Birthday, Czyslansky!

Auf den Tag genau vor einem Jahr startete mit czyslansky.net ein wegweisendes, ja ein bahnbrechendes, vor allem aber ein längst überfälliges Experiment. Dass es längst an der Zeit gewesen ist, dem großen Genius des Digitalen ein passendes –  sprich: digitales – Denkmal zu setzen, war Kennern seines einzigartigen Lebenswerks natürlich klar. Doch welche Form sie annehmen sollte, darüber gab es ungefähr so viele unterschiedliche Meinungen, wie es Czyslansky-Jünger gibt. Der Vorschlag, eine Säule hell pulsierendes Lichtes von einer Hügelspitze in seinen geliebten nordbömischen Isergebirge erstrahlen zu lassen, wurde als „steroidgeschwängerter Schwert der Jedi-Ritter“ abgetan, ebenso die Idee einer geschmackvollen Messingtafel an dem Gebäude in der Züricher Blunschligasse zu enthüllen, wo er seinen legendären “Mechanischer Merker” baute, dessen tausende von mittels Wäscheklammern an eine Kurbelleine befestigte Karteikarten Tim Berners-Lee vermutlich den Anstoß zur Entwicklung des universellen Wissensspeichers World Wide Web gab. Weiterlesen

Keine Werbung für Czsyslansky!

In letzter Zeit treten immer häufiger Interessenten an die Gesellschaft der Freunde Czylanskys mit dem Ansinnen heran, Werbung auf der Website des genialen Vordenkers der digitalen Revolution schalten zu dürfen. Dies hat eine durchaus kontroverse Diskusssion ausgelöst, die stellenweise das übliche Dekorum des ansonsten der reinen Lehre Czyslanskys geweihten Quorums zu stören droht.

Da einerseits die Gesellschaft dank der Tantienmen aus den unzähligen Erfindungen des großen Meisters (das Internet, die Coca Cola-Formel, das Perpetuum Mobile et al.) finanziell unabhängig ist, die Gesellschafter andererseits dem Lebensmotto Czyslanskys verpflichtet sind („Geld macht nicht glücklich, aber es finanziert die Illusionen“), wären Werbeeinnahmen aus der Vermarktung der überaus erfolgreichen Online-Präsenz willkommen. Andererseit ist ein gewissenes Enui einzelner Gesellschafter unüberhörbar, etwa Michael Kausch („… das bringt ja nur geld und wir wissen dann nicht wohin damit“).

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heute ist eh alles gleich … oder: wie die faz einmal von homer simpson abschrieb

äquinoktium

heute ist also das äquinoktium. und wenn sie nicht wissen, was das ist, dann gucken sie doch in der wikipedia nach. oder sie lassen’s auch bleiben. ist ja eh alles gleich heute.

denn heute ist alles im ausgleich: der tag und die nacht, das yin und das yang. die krise und die chance sowieso. und irgendwie und sowieso auch.

ich weiß ja nicht, wie’s ihnen geht, aber wenn alles im ausgleich zu sein scheint, wird mir immer irgendwie chinesisch, sind doch die asiaten die großen ganzheitler in unserer einen welt. das ist wie mit der alten geschichte von dem einen chinesischen zeichen, das angeblich für „krise“ und für „chance“ gleichermaßen steht. dabei handelt es sich hier um eine der großen mythen aller vortragskünster, die den inhalt ihrer powerpointfolien gerne anderen vorträgen entleihen. ist ist so falsch, wie vieles, was uns chinesisch daher kommt.

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Heute wird das Internet 20 Jahre alt

berners

Internet-Hebamme Sir Berners-Lee

Zumindest feiert die FAZ heute den 20. Geburtstag des World Wide Web. Hintergrund: am 13. März 1989 reichte Tim Berners-Lee seinen Projektantrag „Informationsmanagement: Ein Vorschlag“ am CERN ein. Das System war gedacht, damit die Mitarbeiter am Cern auf die Forschungsergebnisse ihrer Kollegen in aller Welt zugreifen konnten. Sein Vorgesetzter fand den Projektantrag „vage, aber aufregend“.

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Der verschollene Großcousin

Ein Großcousin des großen Czyslansky gab lange der Wissenschaft eine harte Nuß nach der anderen zu knacken. Czyslansky selbst hüllte sich immer in Schweigen, wenn er nach diesem Zweig seiner Ver­wandt­schaft gefragt wurde.

Moses Czyslansky emigrierte in den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts in die U.S.A., da ihm aufgrund diverser Vorfälle der Boden in Deutschland zu heiß unter den Füßen geworden war. Dort gab er sich zuerst als Holländer aus,. Später behauptete er, in Indiana geboren zu sein, um Diskussionen über seine Staats­bürger­schaft im Keim zu ersticken.

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Der Grubenhund Wilhelm

Zugegeben diese Geschichte ist nicht mehr ganz neu, aber sie hat mich eben später erreicht. Sie hat mich nicht nur spät erreicht, auf einem ganz ungewöhnlichen Wege hat sie zu mir gefunden.

Weil mein Notebookakku langsam schlapp zu machen drohte und ich eine längere Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vor mir hatte, ging ich in einen Kiosk (Analog Shop-System) und erwarb eine Art „Papier-Ausdruck“ von Spiegelonline, den sie dort unter dem Namen „Der Spiegel“ feilboten. Dieses Medium besticht durch seine Unabhängigkeit von Stromspeichermedien, hat allerdings den Nachteil nicht immer ganz aktuell zu sein. Aber jetzt zu der Geschichte, die ich in diesem Offline-Qualitätsjournalismus Medium geradezu verschlang.

Wir haben seit ein paar Tagen einen neuen Wirtschaftsminister, weil der alte keinen Bock mehr hatte amtsmüde war. Dieser neue Minister ist von adeliger Herkunft und hat, standesgemäß, nicht nur einen oder zwei Vornamen, wie wir bürgerlichen Leute, sondern in seiner Geburtsurkunde sehen sich ganze Heerscharen von Ahnen verewigt. „Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg“ heisst der Gute. Weiterlesen

Die Cimrman-Lüge, oder: Warum Czyslansky der wahre Vater des Internet ist!

Obwohl selbst wohlgesonnene Zeitgenossen den großen Cyzslansky gelegentlich als „etwas exzentrisch“ beschrieben haben, so muss er doch normal, ja spießig erscheinen im Vergleich zu einigen derjenigen, denen er im Laufe seines langen und wechselvollen Lebens begegnet ist. Der vielleicht kauzigste von allen war Jára („Jaroslav“) Cimrman, der legendäre tschechische Nationalheld, der von seinen Verehrern unter anderem als Erfinder des Jogurts, Entdecker des Nordpols und geistige Vater des Panamakanals gefeiert wird. Cimram soll auch der Erfinder der Glühbirne gewesen sein, sei aber leider auf dem Weg zum Patentamt aufgehalten worden, so dass ihn Thomas Edison um ca. 5 Minuten zuvorkam.

Obwohl seine Lebensgeschichte an sich hochspannend ist, soll es an dieser Stelle nur um eine Randnotiz gehen, nämlich der Behauptung verbohrter Cimrman-Apologeten, ihr Held habe auch das Internet erfunden.

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Wie Czyslansky den Glühwein erfand

Ein immer wiederkehrendes Thema, ja geradezu ein Leitmotiv im Leben Czyslanskys, war bekanntlich seine beharrliche Suche nach Mitteln und Methoden zur Erweiterung des Bewusstseins, das ihn mit zahlreichen großen Geistern seiner Zeit (siehe: Aldous Huxley, „Die Pforten der Wahrnehmung“, 1954) verband. Unter den zahllosen Stoffen, die er sich im Rahmen seiner rastlosen Suche nach kreativitätsfördernder Stimulans in fester, flüssiger oder vergaster Form einverleibte, spielte der zur Familie der Lauraceae (Lorbeergewächse) zählende cinnamomum (altgriechisch κιννάμωμον) eine herausragende Rolle.

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die sieben wirklich dicksten angeberautos

mein gott, diese CHIP! die grande dame der deutschen it-presse beweist seit kurzem, dass sie bis 10 zählen kann und listet unter www.zehn.de nun regelmäßig die zehn dinge auf, die man unbedingt haben, kennen, vermeiden oder sonstwas muss. dabei weiss doch seit czyslansky wirklich jedes kind, dass die zahl 10 eine der zehn zahlen ist, die die welt nun wirklich nicht braucht. lasst uns den meister zitieren: „es mögen sieben um mich sein, keiner mehr. auch möge nicht einer fehlen.“ schließlich habe die woche sieben tage. die welt sieben wunder. es gebe die wolke sieben, die sieben siegel, die sieben göttinger, die sieben zwerge, die sieben schwaben, die sieben apostel. und berichtet die alte irische ballade nicht von den „seven drunken nights“? eben. selbst die wikipedia postuliert ja treffend: „sieben ist der nachfolger der sechs und der vorgänger von acht“. auch im brockhaus stehe nichts gegenteiliges. czyslansky habe dies anhand seiner handbibliothek – so berichtet er – überprüft.

und dann diese auswahl der CHIPendales:

– die zehn wichtigsten assecoires für den mann

– die zehn größten softwarepannen

– die zehn besten dvd-recorder unter 350 eur (warum nicht unter 249,89 euro?)

die zehn dicksten angeberautos

liebe CHIPendales: sowas muss man doch ganz anders anpacken. im czyslanskynischen sinn. neben wir euere dicksten angeberautos mal als beispiel. da listet ihr die frisösenschleuder dodge viper neben einem f430 auf. wo gibts denn sowas? und was ist denn daran dick?

was sind denn die sieben (!) wirklich dicksten angeberautos? czyslansky verklärt euch das mal:

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