berlecon research: ein plädoyer für neue it messe-events

dr. andreas stiehler von berlecon research entwickelt in der „perspektive mittelstand“ ein lesenswertes plädoyer für neue messe-events in der it-branche. ausgehend vom trend zu eigenen kunden- und partner-events, die für immer mehr it-unternehmen an die stelle klassischer messebeteiligungen treten, weist er zu recht darauf hin, dass es immer schwieriger wird, die eigenen zielgruppen für diese hausverantaltungen zu gewinnen:

„Nichts ist für die Veranstalter peinlicher und für die Zielgruppe unangenehmer als Kundenveranstaltungen, bei denen die Kunden in der Minderheit sind und der geballten Vertriebskraft des Anbieters gegenüberstehen. Angesichts der steigenden Anzahl von Kundenevents im IT-Services-Umfeld ist zu befürchten – und auch schon zu beobachten –, dass die Zahl solcher Flops noch zunimmt. Schließlich wird über die Reisebudgets derzeit überall streng gewacht. Und selbst wenn die Reisekosten großzügig vom Veranstalter übernommen werden und die Inhalte spannend sind: Irgendwann müssen die IT-Manager auch ihrer Kernaufgabe – dem Management der Unternehmens-IT – nachgehen. Ihnen fehlt schlicht die Zeit, Woche für Woche Veranstaltungen der IT-Services-Partner zu besuchen.“

so verweist stiehler auf die möglichkeit eigene events im windschatten der großen branchen-events in hannover (cebit) und münchen (discuss & discover) zu veranstalten: „Die Idee, IT-Messen als Plattform für Kundenevents zu nutzen, ist reizvoll. Allerdings setzt deren erfolgreiche Realisierung auch neue Messekonzepte voraus. Insbesondere werden Inhalte und Formate benötigt, welche die Interaktion zwischen (potenziellen) Kunden und Anbietern unterstützen. Denn niemand geht heute mehr zu einer Messe, um tütenweise Werbebroschüren zu sammeln oder langweilige Marketingvorträge zu hören.  … Der persönliche Austausch mit anderen IT-Verantwortlichen und das kritische Gespräch mit Anbietern sind dageagen noch nicht wirklich virtualisierbar.“

ein deutlicheres plädoyer für die discuss & discover im kommenden oktober habe ich selten gelesen. und den münchnern wünsche ich, dass das viele lesen.

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