Alle Beiträge von Sebastian v. Bomhard

Sebastian von Bomhard bloggt auch auf seinem SvB-Blog

Amok…

Ein junger Mensch schnappt sich eine Waffe, tötet etliche Menschen und am Schluß sich selbst. Das ist unfaßbar tragisch. Familien sind zerstört, Schulen brauchen Jahre, um wieder zur Normalität zu finden, wir reagieren alle fassungslos. Die Bilder gleichen sich. Als Name hat sich Amok eingebürgert. Amok, eines der wenigen Fremdworte aus dem Indonesischen, von „amoak“, blindwütig töten. Auf den Amoklauf folgt das Ritual: Politikern fordern reflexhaft ein Verbot von bestimmten Computerspielen, also Ballerspielen, sogenannten Ego-Shootern. So ritualisiert, wie es beginnt, geht es weiter. Jedes Mal. Irgendwer erklärt, wie elementare Logik funktioniert.

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Ekelhaft!

So so, ein Politiker als Pädophiler ent­larvt, wunder­bar, das ge­schieht ihm recht, die Politiker sind ja die schlimm­sten, etc. etc.

Stop! Da steht ja sein Name. Jörg Tauss. Wie­viele Leute heissen wohl so und haben ihren Wahl­kreis in Karls­ruhe? Aber der kann es ja gar nicht sein. Ich kenne ihn seit bald 20 Jahren. An­ständi­ger Kerl. Un­vor­stell­bar, dass die Vor­würfe einer Be­lastung stand­halten. Wie kommt es zu den An­schuldi­gungen? Eine Handy­nummer eines Pädo­philen hat er an­gerufen. Mehr­fach. Na toll, wenn er des­halb dran ist, dann kann ich warten, dass ich auch Ärger kriege, denn ich habe Jörg Tauss an­gerufen. Mehr­fach. Zuletzt im Januar.

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Der verschollene Großcousin

Ein Großcousin des großen Czyslansky gab lange der Wissenschaft eine harte Nuß nach der anderen zu knacken. Czyslansky selbst hüllte sich immer in Schweigen, wenn er nach diesem Zweig seiner Ver­wandt­schaft gefragt wurde.

Moses Czyslansky emigrierte in den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts in die U.S.A., da ihm aufgrund diverser Vorfälle der Boden in Deutschland zu heiß unter den Füßen geworden war. Dort gab er sich zuerst als Holländer aus,. Später behauptete er, in Indiana geboren zu sein, um Diskussionen über seine Staats­bürger­schaft im Keim zu ersticken.

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Zensur in Deutschland

Der Computer Chaos Club hat wohl ein brisantes Stück Papier zugespielt bekommen, welches er sofort veröffentlich hat: Einen Vertrag, dem sich „die Provider“ in Deutschland „freiwillig“ unterwerfen sollen – und dies angeblich auch tun. Darin verpflichten sich diese Provider, dem BKA eine Schnittstelle zu geben, wo Internetadressen zentral für ganz Deutschland gesperrt werden können. Man startet mit Kinderpornographie. Was infam ist, denn jeder, der protestiert, sieht sich hochgezogenen Augenbrauen ausgesetzt. Aber schon wird nachgelegt, Antisemitismus, ganz allgemein Fremdenfeindlichkeit, ja wir sind bereits bei illegalem Glücksspiel und Verletzungen des Urheberschutzes angelangt.

Daß so etwas als Gesetz niemals durchsetzbar wäre, bevor nicht tiefgreifende Änderungen unserer Verfassung vorangegangen wären, wird so etwas eben – Pfui Teufel – im Hinterzimmer, weitgehend ohne Öffentlichkeit mit allen Providern in Deutschland vertraglich vereinbart, also außerhalb parlamentarischer Kontrolle. Von allen Providern? Nein, da wird es einige kleine gallische Dörfer geben. Nicht nur eines, wie in Asterix.

Erschreckend, daß nicht wirklich über die Auswirkungen auf unser Leben, unsere Gesellschaft diskutiert wird. Nein, fast immer geht es um die technische Umsetzung bzw. deren Unmöglichkeit. Aber das liegt daran, daß hauptsächlich technisch versierte Menschen verstehen, was hier überhaupt vor sich geht. Und für einen Techniker ist ein „geht nicht“ immer eine Herausforderung.

Und ja, klar geht es nicht, das kann der Bundestag schön selber nachlesen, er hat das Gutachten schließlich bezahlt. Das ist das schöne am Internet. Egal, welche Art der Sperrung von Seiten man einführt, rein technisch ist alles zu umgehen. Auch die fabelhaften Filter der Chinesen funktionieren nicht deshalb so zuverlässig, weil sie nicht zu umgehen wären, sondern weil die, die sie umgehen, mit der Todesstrafe bedroht werden. So weit sind wir hier noch nicht. Gottseidank.

Gibt es das?

Gibt es das, dass es etwas nicht gibt im Web? Mindestens seit Web 2.0? Und wenn es das gibt, dass es etwas nicht gibt, dann gibt es es jetzt vielleicht bald doch, denn ich verschenke eine Web 2.0-Idee. Weil ich (a) großzügig bin, (b) nicht glaube, dass das zur Gründung eines Internetgiganten wie Google führt und weil ich (c) einfach keine Zeit habe, das eben mal schnell zu programmieren. Aber vielleicht macht das ja jemand nun endlich, und zwar schneller als ein gebrochenes Bein heilt!

Worum geht es? Alles beginnt mit diesem gebrochenen Bein. Und zehn Leute wollen Genesungswünsche schicken. Keine Blumen, kein Konfekt, wir sind doch alle Männer. Würde sich ein Kollege aus dem Büro das Bein brechen, wäre alles keine Sache, einer geht rum und sammelt die Unterschriften auf einer Karte mit einem nicht allzu unpassenden Motiv drauf. Aber wir sitzen nicht in einem Büro, sondern jeder in seinem.  Natürlich kann nun jeder eine Karte schicken. Auch online. Aber das ist nicht dasselbe, wir wollen ja gemeinsam auftreten.

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Irrsinn beim IRS

Wo arbeiten die humorvollsten Menschen? Beim Fernsehen? Kaum – der Beweis wird täglich angetreten. In der Politik? Schon besser. Aber die wirklich lustigen Menschen arbeiten für die Steuerbehörden. Natürlich nicht in Deutschland. Aber in den USA. Dort gibt es eine Behörde mit dem harmlosen Namen „Internal Revenue Service“. Interner Umsatz-Dienstleister? Das ist ja schon der erste Witz – es handelt sich um die IRS, die oberste amerikanische Steuerbehörde.

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Der Wert der Freundschaft

„Jeder“ ist inzwischen Mitglied in mindestens einer dieser neuen, bunten und teilweise sinnvollen, teilweise aber auch völlig zweck­freien Web-2.0-Com­mu­ni­ties. Obwohl ich mich nicht für einen typi­schen Social Net­worker 2.0 halte, fallen mir auf Anhieb mehrere Com­mu­ni­ties ein, bei denen ich selbst ein­ge­tra­gen bin. Manche besuche ich regelmäßig, manche nie. Es würde zu weit führen, meine per­sön­liche Ein­stel­lung zu all diesen Por­ta­len auf­zu­zäh­len. Wer­tungs­los liste ich also alle, die mir auf An­hieb ein­fallen, in alpha­beti­scher Reihen­folge auf. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

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