Alle Beiträge von Alexander Broy

Künstler, Autor und Internet-Professional

Also,Twittern kann er, der Götterbote!

Ich vermute einmal, es ist ein offenes Geheimnis, dass die Zahl von Abgängern von Eliteinternaten bei Hermes-Boten relativ gering ist. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Zahl der Analphabeten bei Hermes überdurchschnittlich hoch ist. (Ich meine nicht den Juristinnen und Juristen Ausstatter in Paris, sondern den Paketdienst.)

Bei all den Logistigdienstleistern, wie DHL, GLS, DPD, UPS und wie sie auch immer heißen mögen, ist es eigentlich die Regel, dass die Pakete ein paar Tage später ankommen. Nur bei Hermes ist das immer so eine Sache. Hat man sich bei Ebay irgendetwas tolles, ganz billig „geschossen“ und denkt der Adrenalin-Spiegel könne nach der Bieterschlacht kaum noch höher steigen, weit gefehlt, das grosse Zittern beginnt erst, wenn einem der Verkäufer eine Hermes-Tracking-Nummer geschickt hat – Au weia. Hermes!

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Trinken statt Flattern


Das mit dem Micropayment für Blogger / Podcaster ist ja immer noch irgendwie quatsch und funktioniert nicht wirklich. Dieses Geflatter( Flattr ) kapiert niemand wirklich, die Gebühren sind hoch und der Zwitscher/Flatter Bezug schon die Spitze der Lustichkeit.

Alle Umfragen ergeben dass User eigentlich bereit sind für Inhalte zu bezahlen, per Paypal einen Betrag in den virtuellen Hut zu werfen ist nicht wirklich stilvoll, aber jetzt endlich gibt es eine angemessene Art seinen Lieblingsblogger für dessen Arbeit, sprich seine Inhalte, zu vergüten. – Man gibt ihm ein Bier aus! und

zwar bei Buddy Beers, einem kleinen Startup aus Berlin.

Man registriert sich bei BuddyBeers http://buddybeers.com  (geht auch über Facebook) wählt eine Stadt/Eine Kneipe und die Anzahl der Biere, die man ausgeben möchte – fertig! Der beschenkte bekommt eine Nachricht und beim nächsten Besuch in der ausgewählten Kneipe gibts ein Bier.

Noch Fragen? Nein? oder … vielleicht nur noch eine: Wie kann ich den Czyslansky-Brüdern ein Bier ausgeben, wo ist der Buddy Beer – Button?

 

Poop Pouches für den Street-Artist

Nun bin ich ja ganz grundsätzlich der Ansicht, dass es in unseren Wäldern wieder Wölfe und dafür in den Städten keine Hunde geben sollte, halte ich diese doch ohnehin nur für degeneriertes Pack. Vermutlich würden die von mir so verehrten Wölfe, ähnliches über mich sagen, ich bin doch auch kein richtiger Urmensch mehr. Naja, immerhin werde ich nicht in einer Handtasche herumgeschleppt und vermeide das Autofahren wegen der zu grossen Ähnlichkeit mit dieser Art der Fortbewegung, wann immer es geht, aber das ist eine andere Geschichte.

Die grosse Welle der gutmenschlichen Rücksichtnahme von Hundehaltern hat uns eine ganz besondere Form von Street-Art beschert: „Hundedurchfallschlieren auf dem Trottoir“

Der aufmerksame Kunstkenner entdeckt in diesen kleinen Kunstwerken die „Handschrift“ eines der beiden Künstler – Hundedurchfallschlieren sind immer Ausdruck einer künstlerischen Symbiose – ähnlich wie zum Beispiel Christo & Jeanne-Claude.

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Es weihnachtet sehr – wie haltet ihr es mit der Religion?

Gehört auch ihr zu den Christen, die nicht mit Bestimmtheit sagen können, ob ausser der jährlichen Christ-Mette auch noch andere Veranstaltungen in einer Kirche stattfinden?
Also, hätte ich nicht ein paar Semester Theologie studiert (mit eifrigem Bemüh’n 😉 ) und hätte nicht ein paar Kinder taufen, konfirmieren usw. lassen (ach ja geheiratet hab ich auch kirchlich), ich wäre mir nicht sicher. Auch ich bin ein „Weihnachtskirchgänger“.

Ansonsten liebe ich es Dome, Kathedralen, Klöster und Kapellen als Kunstliebhaber zu bewundern. Neulich war ich mal wieder im Wiener Stephansdom – überwältigend!

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Expedition Gassigehen

Mit dem Hund Gassi gehen, ist nicht mehr blos Wachsjacke überwerfen, Hundeleine und raus mit dem Köter: Nein, es ist eine Profession, eine Expedition. Zunächst einmal braucht man dazu „tausendtaschen“ Funktionskleidung. Keinesfalls darf diese aus natürlichen Materialien sein, sie muss zu 100% aus Hightech-Smart-Sondermüll bestehen, welcher bis zu einer Wassersäule in der Höhe des Fernsehturms dicht, und bei voller Atmungsaktivität, auch bis zu absoluten Nullpunkt von 273  Grad warm sein muss. Es könnte ja tatsächlich sein, dass man mit dem Wauzi beim Aufstieg auf den K2 in eine Wolke flüssigen Stickstoffs gerät.

Und dann muss man natürlich etliche unabdingbare Ausrüstungsgegenstände am Mann/an der Frau haben. Dazu benutzt der – meist im Übrigen weibliche  – Hundefreund einen Werkzeuggürtel mit vielen Schlaufen und Karabinern. Es ist aber nicht der Original Gürtel der Französischen Fremdenlegion aus grubengegerbter und handgeklöppelter bretonischer Fuchs-Wolle aus dem Manufactum Katalog, sondern irgend ein Lidl-Gassi-Tool-Strip für 19,90.

Daran hängen:

  1. Ein praktischer Spender für Kottütchen, um in die körperwarmen Exkremente der geliebten Kreatur zu greifen.
  2. Schnell-Eingriff-Spender-Beutel für Leckerli, damit das wohlerzogene Hündchen auch für seine Dressurnummern belohnt werden kann – zum Beispiel einmal nicht blind in das entgegenkommende Radl des Herrn Czyslansky-Blogger hineinrennen.
  3. Cyborg-Wurfarm-Verlängerung mit Tennisball (Neonfarben) Damit Frauchen das Bällchen nicht 2 Meter vor sich in den Boden zimmert, sondern kilometerweit über die Hundekackwiese werfen kann.
  4. Eine vollautomatische Hundeleine mit einer Reichweite, die in etwa der Entfernung München-Hamburg entspricht.
  5. LED Blinke-Halsband-Anhänger damit man auch im dunkeln sehen kann, wie der saudumme Köter geradewegs in die Speichen rennt
  6. Eine LED Taschen/Stirnlampe – Modell Lichtdom – Albert Speer: Wenn sich das Zamperl im Dunkeln verläuft. Ja, wo isser denn? ja wo isser denn?

Aufzählung unvollständig, kann vom geneigten Leser in den Kommentaren vervollständigt werden.

iphone für den Arsch!

Mal ehrlich, ey, lass uns mal halb lang machen, kommt mal runter, Jungs …

Es ist einfach nur ein neues blödes Telefon, also ein weiteres, nicht DAS Telefon, es war nicht Graham Bell, der hier seine neue Erfindung vorgestellt hat, es war ja nicht mal Steve Jobs ….
Also kein Grund die gesamte Timeline des Abend mit eurem überlangen Tag #letstalkiphone zu verstopfen.
Also gut, ich werde es euch schnell zusammenfassen:  Irgendwas wird etwas billiger, ein Gerät wird es in weiss geben und eines wird einen neuen Prozessor und irgendwelche neu en Funktionen haben, die für die einen das „Geschnitten Brot“ (eine Erfindung, die ich im Übrigen auch etwas überbewertet halte) für die andern nur ein weiteres Feature sein, was sie in der Bedienung überfordert.

Von den Neueinführungen der Mitbewerber hört man lediglich, wenn sie etwas NICHT verkaufen dürfen (weil Apple sie verklagt hat) ansonsten gehen „Hersteller X hat ein neues Y“ im allgemeinen Rauschen, der „Pressemitteilungen“ unter. (Die sind auch so was wie Vinyl, Polaroid und Silberbesteck – nur noch für unverbesserliche Romantiker und Stilfetischisten)

Das einzige Highlight der Veranstaltung war, um es auf einen Nenner zu bringen, das Kürzel des neuen Telefons: iPhone 4S, was im Englischen so viel wie das wienerische „Fiar Oarsch“ bedeutet.

 

Verkehrsmeldung 2.0

„Stau auf der Brudermühlstrasse Richtung Heckenstallerstrasse und auf der B12  bei der Ortsdurchfahrt Etterschlag.“

Die älteren Bayern3 Hörer unter uns erinnern sich sicher noch an diesen Millionen Mal gehörten Satz. Damals waren es Prominente wie Thomas Gottschalk und Günther Jauch, die diese nur für 0,00001 % aller Zuhörer bedeutungsschwangeren Sätze im Radio verkündeten.

Inzwischen gibt es an den beiden prominentesten bayerischen Verkehrspunkten Tunnels und Jauch und Gottschalk sind schon lange nicht mehr beim Radio.

In ihre Fussstapfen ist jetzt Ashton Kutscher getreten, als er am 1.Juli  folgenden Tweet um die Welt schickte:

LAPD askd me 2tweet: 405fwy btwn 10 & 101 will b closed July16-17. In xchange I would like a free pass on that stoplight tickt IT WAS YELLOW (Original)

Was lernen wir daraus?

  1. Ashton Kutscher hat mehr Twitter-Follower als Thomas Gottschalk
  2. Twitter hat eine größere Reichweite als der Bayerische Rundfunk
  3. Eine Strassensperrung in L.A. hat globale Bedeutung

Nur eine Frage bleibt offen: Versuchen die BR Moderatoren auch ihre Verkehrsmeldungen mit einer Stornierung ihrer Strafzettel vergüten zu lassen?

 

Kino.tot?

Kino.tot titelte die Weltkompakt heute. Sie meint damit nicht, dass das Kino tot ist, sondern dass die illegale Video Streamingplattform Kino.to von der Polizei gestürmt und geschlossen wurde. Die Betreiber sind im Kittchen und die Medienwelt ist wieder in Ordnung. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum mehr und alles wird gut?

Ich bin einer von denen die Kino.to auch mal ausprobiert, aber nie inhaliert haben, so viel zu Geständnissen.
Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist. Nicht nur, weil ich davon lebe Werbung für Spielfilme zu machen, ich freue mich als Konsument, dass jetzt das grosse Nachdenken bei der Filmwirtschaft beginnt. Was Napster und Co für die Musikindustrie waren, sind Plattformen wie Kino.to für die Filmindustrie. Ein reinigendes Gewitter, was die Erde für neue, bessere und modernere Geschäftsmodelle bewässert.

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In dubio pro Medienhype?

Wann wurde das mit dieser Unschuldsvermutung eigentlich abgeschafft? Und wieso habe ich das schon wieder nicht mitbekommen?
Was ich jedoch heute mehrfach gelesen habe ist, dass Monsieur Strauss-Kahn in jedem Fall fertig hat, wie Trappatoni gesagt hätte. Egal, ob er wirklich so blöd gewesen ist, zu glauben er könne straf- und skandalfrei ein Zimmermädchen vergewaltigen. Ungeachtet dessen, ob er wirklich so ein Schwein ist, oder ob er hereingelegt worden ist.

Tauss, Kachelmann, Türk, Strauss-Kahn uvm. … Die Medien warten nicht, bis ein unabhängiges Gericht, nach solider und professioneller Ermittlung ein Urteil gesprochen hat, sie hetzen den Pöbel zur Reputations-Lynchjustiz auf.

Und alle machen begeistert mit und feixen und spotten … Facebook, Twitter … überall werden Witze gerissen und wird verhöhnt … Klar ist das lustig und einige der Kalauer sind auch wirklich witzig, aber wer macht sich denn dann nach ein paar Monaten die Mühe und rehabilitiert denn den, dessen Unschuld erwiesen wurde? Ich erinnere mich nicht an eine Onlinekampagne: Wir wollen Andreas Türk wieder haben?

Warum kann ein Politiker – wenn seine Unschuld von einem Gericht eindeutig erwiesen worden ist – nicht Präsident von irgendwas werden oder bleiben können? Warum soll ein Moderator nicht wieder ins Fernsehen dürfen, wenn er von der Vorwürfen freigesprochen wurde?

Dieses retro-moralische Lästern begünstigt die, die an jemandem Rufmord betreiben wollen, denn das ist verdammt einfach geworden!
Was brauche ich denn um einen Politiker zu stürzen? Eine Frau die lügt und einen Twitteraccount … wie schwer ist das zu bekommen?

Die ganze Wahrheit über Osamas Tod

Unsere Kanzlerin ist in die Kritik geraten, weil sie sich öffentlich über den Tod des Al Qaida Führers Osama bin Laden freute, das kann ich allerdings so nicht stehen lassen, das wäre ihr gegenüber nicht ganz fair. Über was sie sich in Wahrheit freute, ist dass sie nun endlich zugeben kann, dass er tot ist. Ihre Freude ist nämlich viel mehr Erleichterung, dass die für sie so belastende Zeit der Vertuschung endlich zu Ende ist.
Besonders unfair ist, dass es ausgerechnet kirchliche Kreise sind, die sie nun angreifen, genau diese, wegen derer sie so lange schweigen musste.

Aber jetzt erstmal von Anfang an:

In Wahrheit wurde Osama bin Laden bereits am 12. November 2010 im Genfer Hotel Beau-Rivage hinterrücks und heimtückisch ermordet.

Kennern der Geschichte wird beim Lesen jetzt ein eiskalter Schauer über den Rücken gelaufen sein. Ja, es war der 12. November!

Am 10. September 1898 wurde die Kaiserin „Sissi“ Elisabeth genau an diesem Ort ermordet.
Am. 11. Oktober 1987 ereilte Uwe Barschel dort ein ähnliches Schicksal.
Am 12. November 2010 – Osama bin Laden!

Osama bin Ladens Leiche wartete seit dieser Zeit in einer Gefriertruhe der Mossad CIA auf den geeigneten Augenblick, um mit allen islamischen Ehren von ausgewählten Navy-Seals endlich eine würdige Seebestattung zu bekommen. Aber warum das Warten? Wer hatte ein Interesse daran den Tod des Top-Terroristen so lange geheim zu halten?

Einige Medien behaupten Obama wollte die freudige Nachricht über die gelungene Vergeltung für die Anschläge des 11. September in einer besonders heiklen Phase des Wahlkampfes für sich nutzen, aber das stimmt nicht.
Die Wahrheit ist:
Man wartete auf den Vatikan. Gleich nach der Seeligsprechung von Papst Johannes Paul II sollte der „Anti-Christ“ vernichtet werden, dieses nämlich würde einen hinreichenden Grund für eine Heiligsprechung des letzten Papstes liefern.