Alle Beiträge von Christoph Witte

Christoph Witte bloggt auch auf Wittes Welt

Ein Leben ohne E-Mail

Das klingt erstmal – nun seltsam – so wie nicht mit Seife waschen, ein Handy, aber keinen Mobilfunkturm in der Nachbarschaft, nie auf Fliesenfugen zu treten, weil das Unglück bringt und wie viele andere Ticks, die Leute pflegen und auch noch als das Alleinseligmachende verkaufen. Nun, Luis Suarez versucht jetzt seit 23 Wochen ohne E-Mails zu leben und veröffentlicht jede Woche einen Statusreport .

Suarez ist kein ungewaschener Müsli-Esser, sondern Berater bei IBM Global Services, genauer Evangelist für Social Networking, also sicher kein Technikhasser.
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IT wie auf Wolke sieben

Seltsamerweise diskutieren wir in der IT immer sehr grundsätzlich. Digital eben: Strom, kein Strom. Funktioniert, funktioniert nicht. Eigentlich absurd in ihrer Grundsätzlichkeit, die Debatten um Windows versus Linux, um Client-Server-Computing versus Mainframe, um Thin- versus Fat-Client und über allem der Streit und die große Frage Make or buy? Dabei wurde zwar immer grundsätzlich gefragt, aber gehandelt wurde und wird von den meisten IT-Verantwortlichen pragmatisch. Ein bisschen Linux geht schließlich immer, genauso wie Thin-Clients in bestimmten Bereichen Sinn ergeben oder auch Teile der IT durchaus von Dienstleistern einkaufbar sind.

Trotzdem werfen wir uns immer wieder mit frischer Verve auf die neuesten Trends. Zur Zeit baut sich eine Kontroverse um Cloud-Computing auf, die sachlich eigentlich nicht nötig ist, aber hoffentlich dazu beiträgt, den Gedanken zu verbreiten.

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Springer kauft Apple-Geist

Der Axel Springer Verlag setzt voll auf Apple. In den nächsten fünf Jahren tauscht er sämtliche Wintel-Rechner gegen Macs aus. Auch die Blackberry-Nutzer des Medienhauses dürfen auf das schickere Iphone von Apple umsteigen. Neben dem sicher günstigen Deal, den Springer mit Apple geschlossen haben muss, spielt offenbar auch das Image eine Rolle, das die Apple-Gerätschaften mitbringen und auf die Springer-Leute übertragen sollen. Zumindest Springerchef Döpfner hofft öffentlich, dass die Entscheidung pro Apple den kulturellen Wandel und die kulturelle Modernisierung seines Unternehmens fördert. Großes Publikum, große Geste. Aber durch den Kauf von Rechnern und Handys einen kulturellen Wandel herbeiführen zu wollen, ist doch arg naiv – oder verzweifelt. Mich erinnert es ein bisschen an die Kannibalen, die das Herz ihrer Feinde esssen, damit sich deren Mut auf sie selbst übertrage.
Döpfners Video-Botschaft:

Schalentiere werben für Potenzmittel

Alles, was unsere Aufmerksamkeit erregt wird von Werbern genutzt, um uns mit Reklame zu bombardieren. Werbung folgt uns überall hin. Wenn es genügend Taucher gäbe, wären die schönsten Korallenriffe der Welt begehrte Werbeumfelder. Dann würden Schalentiere auf ihrem Rücken für Potenzmittel werben oder für Verhütungsmittel (Condomi), Barsche würden Fähnchen hinter sich herziehen, auf denen die Vorzüge der neuesten Bademode beschrieben stünden und Haie trügen schwarze Schriftzüge auf weißem Bauch, die den dahin ziehenden Taucher für Kickboxen als Aggressionsventil gewinnen wollen. Weiterlesen