Alle Beiträge von Christoph Witte

Christoph Witte bloggt auch auf Wittes Welt

Noch ein weiter Weg zum Enterprise 2.0

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Enterprise 2.0 gilt als Megatrend. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Segnungen des Web 2.0, die partizipative Kultur und die neuen Werkzeuge der onlinegestützten Zusammenarbeit auch in Unternehmen flächenddeckend zu etablieren. Solange allerdings Berater extrem 1.0ige Ratschläge über die Nutzung von Social Media in Unternehmen geben, bleibt das Enterprise 2.0 was es heute ist: ein Traum.
Von IT-Unternehmensberatern wird immer mal wieder kritisiert, dass Mitarbeiter in den Unternehmen zu viel Zeit mit dem Internet verplempern. Die zurzeit aktuelleste Untersuchung dazu würde über den Online-Dienst der BBC verbreitet. Sie stammt von dem britischen IT-Serviceanbieter Morse, der durch die Befragung von gut 1400 Büroangestellten herausgefunden haben will, dass die britischen Unternehmenjährlich knapp 1,4 Milliarden britische Pfund an Produktivitätsverlust durch twitternde und socialmedia-verrückte Mitarbeiter verlieren. Aufgrund der hohen Summe erscheinen deshalb Twitter und Social Networks als Produktivitätsvernichter Nummer eins.
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Sicherheit fängt bei den Herstellern an

Kein CIO kann es sich leisten, Sicherheitsfragen unbeantwortet zu lassen. Welchem Misstrauen und Druck die IT-Verantwortlichen ausgesetzt sind, wenn Daten verloren gehen (T-Mobile mit Sidekick) oder gestohlen werden (AWD und Schüler VZ), kann sich jeder leicht vorstellen. Es wird die Hölle los sein in diesen Unternehmen, jede Menge unangenehme Fragen wollen beantwortet werden, von denen die fieseste lautet: Wie konnte das passieren? Hat der CIO keine Antwort darauf, ist er unten durch, weil er offenbar sein System und dessen Schutzmechanismen nicht gründlich genug kennt. Weiß er die Antwort, ist es vielleicht noch schlimmer, weil gleich die Frage folgt: Wieso konnte das nicht verhindert werden? Beim Mühlespiel nennt man das eine Zwicklmühle. Weiterlesen

Die Tugenden der CIOs

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Welche Fähigkeiten braucht ein CIO am dringendsten? Die einzig gültige Antwort auf diese Frage lautet: Kommt ganz drauf an. Auf die Lebensphase nämlich, die das Unternehmen gerade durchläuft, für das er arbeitet. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen wird häufig in drei Phasen unterschieden: Überlebensmodus, Oppertunitätsmodus, Transformationsmodus. Dabei sind diese Zyklen keineswegs krisenspezifisch, jedes Unternehmen durchläuft sie in seiner Lebenszeit wahrscheinlich mehrmals. Nur redet man in Krisen häufiger darüber. Weiterlesen

Web 2.0: Nichts für Kontroll-Freaks

powerplantDer Gebrauch von Web 2.0 Tools in Unternehmen bringt messbare Geschäftsvorteile – darunter mehr innovative Produkte und Services, effektiveres Marketing, leichterer Zugang zu Wissen, niedrigere Geschäftskosten und last not least höhere Umsätze. Dabei gilt offenbar: Viel hilft auch viel. Unternehmen, die das Web 2.0 intensiv nutzen, profitieren nach eigenen Angaben auch am stärksten. Die am stärksten genutzten Tools sind dabei Videosharing, Blogs RSS, Social Networking und Wikis. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen McKinsey-Studie „How companies are benefiting from Web 2.0“. Die Ergebnisse verdanken die Berater etwa 1700 befragten Business-Verantwortlichen weltweit, von denen 69 Prozent nicht nur die obige Aussage bestätigten, sonder auch mehrheitlich erklärten, trotz Krise weiter in Web 2.0 investieren zu wollen. Weiterlesen

Mehr Vernetzung ist gefragt

flickrnetz1Wir haben einen Denkstau. Nicht fehlende Technik hält uns auf, sondern unsere Art zu denken. Obwohl alle Experten eine engere Vernetzung von Unternehmen untereinander fordern, damit sie zielgenauer auf die Wünsche ihrer Partner und Kunden eingehen können, effizienter entwickeln und ihre Waren und Dienstleistungen mit weniger Aufwand distribuieren können, vernetzen sich viele Firmen gar nicht oder nur sehr punktuell. Dabei könnten vor allem Mittelständler so viel mehr erreichen, wenn sie mit anderen zusammenarbeiten würden. Allein sind sie nicht groß genug, um zum Beispiel genügend Einkaufsmacht zu entwickeln. Gemeinsam kämen sie dagegen schnell auf das Einkaufsvolumen eines Großunternehmens und könnten ausreichenden Preisdruck auf ihre Lieferanten ausüben. Wenn dieses Defizit an Kooperation beklagt wird, geißeln die gescholtenen Unternehmen sehr häufig Software, Netzwerke oder Schnittstellen, die eine engere Zusammenarbeit erschweren. Das stimmt. Es kann eine Sisiyphos-Arbeit sein, eine Warenwirtschaft mit einer anderen zu verbinden und aus den Tiefen ihrer Datenbanken gemeinsame Bestellmengen eines bestimmten Halbfertigproduktes und einen verträglichen Wunschpreis zu generieren. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Mindestens genau so stark fällt ins Gewicht, dass viele Mittelständler (und Großunternehmen) sich von einer intensiveren Vernetzung nicht viel versprechen. Weiterlesen

Gründer wachsen nicht in Deutschland

Die Zahlen von Hightech-Gründungen in Deutschland sinken seit Jahren. 2008 wurde ein neuer Tiefpunkt erreicht. In nahezu allen High-Tech-Sektoren fiel die Anzahl der Unternehmensgründungen deutlich. Insgesamt ging die Gründungstätigkeit in den High-Tech-Sektoren 2008 im Vergleich zu 2007 um elf Prozent auf rund 15.300 Unternehmensgründungen zurück. Das zeigt die, diese Woche in München vorgestellte Studie der Zentrale für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, die in Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland durchgeführt wurde. Am stärksten betroffen sind die Spitzentechnologie sowie technologieorientierte Dienstleistungen. Weiterlesen

Das Neue Normal

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An dieser Stelle werden sehr selten IT-Unternehmer zitiert. Doch ein Satz von Martin Jetter, Chef der IBM-Deutschland, macht wirklich nachdenklich: „Wir müssen uns auf ein neues Normal einstellen“, sagte er kürzlich in einem Gespräch mit einem hochkarätigen CIO.
Das klingt nach weniger, nach leiser Wehmut nach den vergangenen fetten Jahren. Aber es hört sich auch etwas trotzig an, so als wenn man auch mit diesem niedrigeren Niveau zurecht kommen werde. Für die IBM und die anderen Branchengrößen gilt das sicher. Aber was ist mit den Anwenderunternehmen? Wie wird sich dieses „neue Normal“ für sie gestalten? Allen Spekulationen darüber ist eines gemeinsam. Sie alle – selbst die windigsten – gehen von insgesamt niedrigeren IT-Ausgaben in den nächsten Jahren aus. Spätestens jetzt stellt sich die Frage, für welche Schwerpunkte Unternehmen ihre IT-Euros ausgeben? Das wiederum hängt von der Einstellung zur Informationstechnologie ab, die im Top-Management der jeweiligen Unternehmen vorherrscht. Unabhängig von Branchen und Firmengrößen möchte ich folgende Kategorisierungen vorschlagen:
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