Geschrieben von Michael Kausch am 13 Feb 2010

Neven DuMont auf der Suche nach der Zukunft des Qualitätsjournalismus

dumont

Verleger Konstantin Neven DuMont

Konstantin Neven DuMont ist schon immer einer der innovativsten in der Riege der deutschen Zeitungsverleger. Er hat eine in seiner Branche eher selten anzutreffende Affinität zur Online-Kommunikation, ist Verleger mit Herz und Verstand und besitzt die notwendige Risiko- und Aktionsbereitschaft, um die Fußstapfen seines Vaters zu verlassen, die im Internet-Zeitalter keine Orientierung mehr geben können. Letzteres hat er durch die Übernahme der Frankfurter Rundschau vor einigen Jahren bewiesen.

Jetzt kündigt er in der Süddeutschen Zeitung nochmals Versuche zur Einführung bezahlter journalistischer Online-Dienste an.

weiter lesen »

Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
bloggt auch auf www.vibrio.eu/blog und twittert unter www.twitter.com/michaelkausch



Geschrieben von Michael Kausch am 30 Nov 2009

Gruner & Jahr Chef Buchholz kündigt verlagsübergreifende Initiative für bezahlte Online-Inhalte an

buchholz

Bernd Buchholz, Vorstandsvorsitzender Gruner & Jahr

In einem Gespräch mit der Rheinischen Post kündigt Gruner & Jahr-Chef Bernd Buchholz den Aufbau eines Online-Grosso-Dienstes der deutschen Verlage an. Ziel ist die Vermarktung von Qualitätsjournalismus über ein gemeinsames Online-Angebot der Verlage. Nutzer sollen für einzelne Artikel zahlen.

Buchholz: “Reine News wird es weiterhin kostenlos  geben. Aber für besonders interessante und einzigartige Angebote werden die Menschen immer häufiger bezahlen. Wir müssen dafür endlich ein funktionierendes System für Micropayment aufbauen, damit die Leser Inhalte ganz einfach in Mini-Beträgen bezahlen können. … Wir brauchen eine Lösung, bei der die Angebote vieler Verlage einfach aufrufbar sind und die Nutzer diese auch einfach zahlen können. Es wäre schlau, wenn sich da Verleger für die erforderlichen technischen Strukturen in einem großen Rahmen austauschten. Ich spreche mit dem einen oder anderen darüber, wie sie das sehen. Da gibt es verlagsübergreifende gemeinsame Interessen, die ausgelotet werden müssen.”

weiter lesen »

Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
bloggt auch auf www.vibrio.eu/blog und twittert unter www.twitter.com/michaelkausch



Geschrieben von Michael Kausch am 24 Sep 2009

Genossen für bessere Zeitungen – die SPD versucht mal wieder Medienpolitik

sozenwuerfel

Wie war das? Deutschland schreibt mit der Linken und wählt mit der Rechten? Weibt mit der Lechten und schählt die Rinken? Ich hab mal meinen Tucholsky wieder nicht im Kopf. Jedenfalls hat die SPD gemerkt, dass sie mit den Tageszeitungen vieles gemeinsam hat: die Krise.

Und so wird die Medienkommission der SPD auf dem novemberlichen Parteitag ein Rettungspaket für unsere Tagespresse vorschlagen (kursiv hier gleich meine Ergänzungsanträge):

weiter lesen »

Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
bloggt auch auf www.vibrio.eu/blog und twittert unter www.twitter.com/michaelkausch



Geschrieben von Michael Kausch am 18 Mai 2009

Das Online-Angebot der New York Times soll künftig bezahlt werden

nytimes

Die Krise der Printmedien zwingt die Verlage zum Umdenken: sie wollen ihre Inhalte nicht länger kostenlos ins Internet stellen. Laut Online-Pionier “Observer” will die New York Times bis Ende Juni entscheiden, in welcher Form künftig pekuniärer Gewinn aus dem Internet gezogen werden soll. Ein Beitrag von Eric Pfanner in der gestrigen Ausgabe zeigt, wo die Reise hingehen soll:

weiter lesen »

Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
bloggt auch auf www.vibrio.eu/blog und twittert unter www.twitter.com/michaelkausch



Geschrieben von Christoph Witte am 08 Mai 2009

SZ-Magazin – mitdiskutieren

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich der “Zukunft der Zeitung”. Ob Ihr mit den Meinungsbeiträgen einverstanden seid oder nicht, es werden auf jeden Fall viele Themen angesprochen, die diskussionswürdig sind.

Autor Christoph Witte Dieser Artikel wurde von Christoph Witte geschrieben.
Christoph Witte bloggt auch auf Wittes Welt



Geschrieben von Michael Kausch am 14 Apr 2009

zeitung ohne lobby – zeitung nur noch in der lobby!

mariott

nun geht es den tageszeitungen endgültig an den kragen. die geschäftsführung der mariott hotelgruppe hat bekanntgegeben, dass es ab sofort die automatische belieferung seiner gäste mit tageszeitungen einstellt. “mangels nachfrage”. es habe sich gezeigt, dass das interesse an tageszeitungen unter den hotelgästen um 25 prozent zurückgegangen sei. in den häusern der marke “courtyard” wird man künftig zeitungen nur noch in der lobby erhalten. in den mariotts muss man seine morgenlektüre künftig aktiv ordern.

jährlich verlieren die verlage allein in den usa nach angaben von digitalmediawire damit vermutlich 18 millionen leser.

ob die gäste künftig als ersatz einen morgendlichen tweet erhalten ist nicht bekannt. dann könnte man auch gleich den föhn im badezimmer einsparen. meint jedenfalls die financial times deutschland in ihrer aktuellen einschätzung von twitter als “Heiße-Luft-Nummer“, die ihren ganzen wert daraus beziehe, dass microsoft nicht akzeptieren werde, dass google twitter einmal übernimmt. oder umgekehrt.

Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
bloggt auch auf www.vibrio.eu/blog und twittert unter www.twitter.com/michaelkausch



Geschrieben von Tim Cole am 08 Apr 2009

Wo bleibt die Zeitung?

Teitung? Fehlanzeige: Ed Steins letzte Karikatur für die Rocky Mountain News

Zeitung? Fehlanzeige: Ed Steins letzte Karikatur für die Rocky Mountain News

Hans Pfitzinger, ein treuer Freund von Czyslansky und ein aufmerksamer Beobachter der Medienszene, machte mich jetzt auf ein weiteres trauriges Kapitel in der Zeitungsgeschichte aufmerksam, aber auch auf das tragische Schicksal einer dem schreibenden Journalisten sehr nahestehenden Berufsgruppe: die Karikaturisten. Auch diese Kollegen blicken in eine ungewisse Zukunft, denn weniger Zeitungen bedeutet auch weniger Abnehmer für die gezeichneten Kommentar zum Zeitgeschehen. Einer von Ihnen, Ed Stein, hat dazu das passende Bild geliefert (siehe oben) und damit warnendend den Finger gehoben: So, liebe Leser, könnte es euch bald auch ergehen!

weiter lesen »

Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
Tim Cole bloggt auch auf www.cole.de



Geschrieben von Tim Cole am 22 Feb 2009

Wo sind die Buchläden geblieben?

Der schönste Buchladen der Welt: Lello & Irmao in Porto (Foto: delviking Flickr.com)

Der schönste Buchladen der Welt: Lello & Irmao in Porto (Foto: delviking Flickr.com)

Pete Seegers Lied “Where have all the flowers gone” hat meine Generation geprägt, und selbst Udo Lindenberg habe ich verziehen, als er es eindeutschte. Es schwang so viel Melancholie mit in dem Refrain, wehmütige Erinnerung an etwas, das uns einmal viel bedeutet hat und das wir selbst aus Dummheit und Unachtsamkeit vernichtet haben. Deshalb habe ich besonders genau hingesehen, als ich die Überschrift über Alex Beams letzte Kolumne in der “Boston Globe” las: “Where have all the bookstores gone?”

Darin erinnert sich Beam wehmütig zurück an die Zeit, als es noch richtige Buchläden gab, in denen man stöbern konnte oder auch mal einen halben Tag sitzen und ungestört lesen. Ich habe auch solche Erinnerungen, zum Beispiel an Scribners an der Fifth Avenue in New York, dem früheren Sitz des Verlegergiganten, der Ernest Hemmingway und Scott Fitzgerald herausbrachte und der inzwischen ein Beneton “Superstore” beherbergt. Oder Borders im Turm II des World Trade Center, wo man in bequemen Ledersessel saß und beim Hochblicken auf den Friedhof von Trinity Church blickte. Heute klafft da natürlich ein riesiges Loch.

weiter lesen »

Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
Tim Cole bloggt auch auf www.cole.de



blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de