Geschrieben von Tim Cole am 12 Aug 2010

Mitmachen im Alt-Herren-Klub

Eine unaufhaltsame Entwicklung

Traue bekanntlich keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Oder zumindest selbst ausgelegt. Diese alte Weisheit fiel mir wieder ein bei der Lektüre der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010, deren Ergebnis HR-Intendant Helmut Reitze, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission, so zusammenfasste: „Sie zeigt, dass es keinen Verdrängungswettbewerb zwischen Fernsehen und Hörfunk einerseits und Internet andererseits gibt.“

Das ist erstens nur die halbe Wahrheit: Während die Fernsehnutzung, ausgedrückt in durchschnittlicher Nutzungsdauer pro Woche in Stunden, in den letzten 10 Jahren um 20 Prozent zugelegt hat, hat das gute alte Dampfradio 10 Prozent verloren. Wer hier wen substituiert hat, bleibt offen.

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Geschrieben von Alexander Broy am 21 Jul 2009

Das Spiel mit dem Feuer – Eskimos und Kühlschränke

Die neue Vodafone Kampagne, welche die extra dafür erfundene “Generation Upload” adressieren sollte, wurde von genau dieser Generation heftig abgewatscht. Was meiner Ansicht nach alles bei dieser Kampagne falsch gemacht worden ist, will ich hier nicht nocheinmal ausbreiten, ich denke dazu ist schon alles gesagt und das auch schon von Jedem. Eigentlich ist so ziemlich alles falsch gemacht worden. Mit dem von sich selbst gekrönten König der Web2.0- Szene Sascha Lobo, der sich in unnachahmlicher Selbstdarstellung für vodafone eingesetzt hat, haben wir alle wenig Mitleid. Er hat es weder nötig, noch hat er es verdient. Er weiss was er tut.

SchnutingerWer mir allerdings leid tut, ist die Karikaturistin und Bloggerin Ute Hamlemann alias @schnutinger (sie ist die junge Frau mir dem Baby im TV-Spot), die sich zu einem eher peinlichen einfältigen PR-Blogpost auf dem vodafone Blog verleiten lies und jetzt einer wirklich grausamen Social-Media Hexenjagd ausgesetzt ist.

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Geschrieben von Tim Cole am 07 Mrz 2009

Hasen, Häschen, Marsmenschen und virtuelle Fische: Das war Czyslanskys CeBIT 2009!

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Geschmäht und mit Füssen getreten: Trotzdem war die CeBIT 2009 wieder eine Reise wert.

Die weltgrößte Computermesse erlebte zwar nicht gerade einen Besucherandrang, jedenfalls nicht im Vergleich zu den Vorjahren. Dafür war aber die Zahl der angereisten Czyslansky-Anhänger rekordverdächtig. Da niemand die digitale Szene so perfekt durchschaut wie die Mitglieder dieses kleinen und äußerst exklusiven Kreise von Vordenkern der Digitalität, haben wir deren gesammelten Eindrücke aus Hannover für die Nachwelt aufgearbeitet und ins Netz gestellt. Drei einfache Fragen, jede Menge Antworten, die Stoff zum Diskutieren und zum Nachdenken liefern.

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Geschrieben von Sebastian v. Bomhard am 27 Jan 2009

Gibt es das?

Gibt es das, dass es etwas nicht gibt im Web? Mindestens seit Web 2.0? Und wenn es das gibt, dass es etwas nicht gibt, dann gibt es es jetzt vielleicht bald doch, denn ich verschenke eine Web 2.0-Idee. Weil ich (a) großzügig bin, (b) nicht glaube, dass das zur Gründung eines Internetgiganten wie Google führt und weil ich (c) einfach keine Zeit habe, das eben mal schnell zu programmieren. Aber vielleicht macht das ja jemand nun endlich, und zwar schneller als ein gebrochenes Bein heilt!

Worum geht es? Alles beginnt mit diesem gebrochenen Bein. Und zehn Leute wollen Genesungswünsche schicken. Keine Blumen, kein Konfekt, wir sind doch alle Männer. Würde sich ein Kollege aus dem Büro das Bein brechen, wäre alles keine Sache, einer geht rum und sammelt die Unterschriften auf einer Karte mit einem nicht allzu unpassenden Motiv drauf. Aber wir sitzen nicht in einem Büro, sondern jeder in seinem.  Natürlich kann nun jeder eine Karte schicken. Auch online. Aber das ist nicht dasselbe, wir wollen ja gemeinsam auftreten.

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Geschrieben von Sebastian v. Bomhard am 14 Jan 2009

Der Wert der Freundschaft

“Jeder” ist inzwischen Mitglied in mindestens einer dieser neuen, bunten und teilweise sinnvollen, teilweise aber auch völlig zweck­freien Web-2.0-Com­mu­ni­ties. Obwohl ich mich nicht für einen typi­schen Social Net­worker 2.0 halte, fallen mir auf Anhieb mehrere Com­mu­ni­ties ein, bei denen ich selbst ein­ge­tra­gen bin. Manche besuche ich regelmäßig, manche nie. Es würde zu weit führen, meine per­sön­liche Ein­stel­lung zu all diesen Por­ta­len auf­zu­zäh­len. Wer­tungs­los liste ich also alle, die mir auf An­hieb ein­fallen, in alpha­beti­scher Reihen­folge auf. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

www.linked-in.com
www.lokalisten.de
www.orkut.com
www.utopia.de
www.xing.com

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Geschrieben von Michael Kausch am 04 Dez 2008

heftige untwitter über deutschen verlagsstuben – zur streitkultur im handelsblatt-blog

Businessman with knife

während tim hier die diskussion zur web 2.0-affinität der süddeutschen angezettelt hat, diskutiert seit vier tagen schon der handelsblatt-blog unter dem schönen titel “weil der journalist sich ändern muss“, ob denn die aktuelle twitterei einen segen, einen fluch oder gar den boandlkramer des klassischen journalismus verkörpert. da man dieses thema dort schon des öfteren diskutiert hat – thomas knüwer, dem aufrechten kämpfer für den live-twitter aus pressekonferenzen sei dank; er sitzt immer da, wo’s klappert – und in aller regel auch keine wirklich neuen erkenntnisse aus diesem ansonsten feinen blog herauskommen, könnten wir das glatt ignorieren. tun wir aber natürlich nicht. denn dieses mal fließt blut. und für seriöse unterkühlt-niederrheinische handelsblattverhältnisse spritzt das sogar mächtig hoch. was ist passiert?

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Geschrieben von Tim Cole am 23 Okt 2008

Digitaler Mundraub

Was macht man alos zwanghafter Blogger auf der Web 2.0 Expo in Berlin wenn man eine halbe Stunde frei hat? Klar: Man bloggt über die Web 2.0 Expo in Berlin. Aber was macht man, wenn man offenbar der einzige unter den rund 1000 Teilnehmern ist, der kein Laptop dabei hat? Man guckt durch die Finger.

Oder man begeht digitalen Mundraub.

Hier am Empfang steht ein halbes Dutzend Laptops, die von den Damen zur Registrierung und Namensschildausgabe verwendet werden. Nur lässt sich heute am letzten Tag keiner mehr registrieren, die Dinger stehen also unbenutzt herum. Ich habe mich also hinter die Absperrung geschlichen und mich an einen davon gesetzt, um heimlich diesen Eintrag zu tippen. Ist bislang gut gegangen.

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Geschrieben von Michael Kausch am 17 Okt 2008

blogger – das sind vielleicht typen …

blogger gibt es viele, allein: was haben sie eigentlich miteinander gemein? im gegensatz zur den journalisten, die von “bild-zeitung” bis zu “rute und raute” zumindest noch das volontariat und der presseausweis verbindet, fassen wir unter blogger menschen zusammen, die nichts, aber auch wirklich gar nichts miteinander zu tun haben.

eine recht brauchbare gleichwohl nicht ganz vollständige kategorisierung des chaos schlägt michael haller in message online vor. in anlehnung und erweiterung an seinen unbedingt lesenwerten beitrag werfe ich folgende kategorien einmal in die debatte (wobei ich um nachsicht bitte, wenn ich heute mal bei mir selbst abschreibe):

a) narzistenblogger, also freizeit-selbstdarsteller mit starkem ego und ausgeprägtem eskapismus. das ist die mehrheit. thematisch interessieren sie sich vor allem für das was sie vermeintlich können: fürs bloggen.
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Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
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Geschrieben von Tim Cole am 08 Okt 2008

Zu viel Meinungsfreiheit?

Im Internet kann jeder seine Meinung sagen. Manche sollten es besser sein lassen.

Mein Schlüsselerlebnis fand jetzt in Agra statt, der Stadt des an ästhetischem Anmut nicht zu überbietenden Grabmals Taj Mahal, aber auch einem Grad an Dreck und Verkehrschaos, wie er selbst in Indien selten erreicht und niemals übertroffen wird. Er entzündete sich an unserem Wunsch, zum Abendessen ein anderes als das etwas dröge Hotelrestaurant aufsuchen zu wollen, wozu ich mich, wie es inzwischen meine Gewohnheit ist, bei Google auf die Suche machte. Ich fand auch relativ schnell bei “tripadvisor.com” eine Liste von Restauranttipps, die alle von ein und derselben offenbar jungen Dame stammten, die Agra wohl ziemlich intensiv bereist hatte und ihre Erfahrungen nun anderen als Orientierungshilfe anbot.

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Geschrieben von Tim Cole am 29 Aug 2008

Lohnt sich die ganze Bloggerei überhaupt?

Heute schon gebloggt? Nein? Na, dann aber hurtig! So wie Tausende von Durchschnittsdeutschen auch. Gut, es gibt immer noch ein paar Ewiggestrige, die keinen Sinn darin sehen, ein öffentliches Tagebuch zu führen. Mein Freund Fritz, zum Beispiel, der sieht mich immer ganz mitleidig an. Als Schwabe ist es für ihn unvorstellbar, jahrelang Zeit und Gehirnschmalz in ein Projekt zu investieren, das keinen Gewinn abwirft.

Er hat ja recht. Ich versuche zwar, die Bloggerei wenigstens vor mir selbst irgendwie zu rechtfertigen, aber wenn ich ehrlich bin, ist das Bloggen für mich erst einmal ein Laster wie Rauchen oder Thomas Gottschalk. Was nicht heißen soll, dass ein Blog nicht auch wirtschaftlich Sinn machen kann. Der Kanadier John Chow macht mit seinem Blog oft mehr als 30.000 Dollar im Monat, behauptet die Analystengruppe „Selbständig im Netz“. Deutscher Spitzenverdiener soll übrigens Matthias Bachor aus Düsseldorf sein, der es mit seinem Meinungs-Blog angeblich auf rund 800 Euro im Monat bringt.
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