Tag Archives: Social Media

So nutzen Journalisten soziale Medien – Ergebnisse einer aktuellen vibrio Umfrage

Im Juli 2012 haben wir bei vibrio Journalisten und andere Zielgruppen zu ihrem Nutzungsverhalten in Bezug auf soziale Medien befragt. Insgesamt haben 447 Personen an der Befragung teilgenommen, darunter 147 Journalisten, vorzugsweise Redakteure von technischen und Wirtschaftsmagazinen.

Die Umfrage erhebt nicht den Anspruch auf Repräsentativität. Und doch sind einige Ergebnisse sicherlich valide auf deutsche Wirtschafts- und Technik-Journalisten übertragbar.

Interessant ist zum Beispiel, dass Journalisten das größte Wachstumpotential derzeit für Google+ und YouTube sehen:

Auffällig ist auch das relativ große Potential, das Journalisten Pinterest zuschreiben. Gleichzeitig polarisiert Pinterest: während 14 Prozent hier Wachstumspotentiale vermuten, erwarten immerhin 36 Prozent einen Bedeutungsverlust.

Einige andere ausgewählte Ergebnisse:

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Schufa Dieba Du – Nicht die Nutzung meiner Facebook-Daten ist ein Problem, sondern die mangelhafte Transparenz im Kreditgewerbe

Ich verstehe das allgemeine Protestgeheule – zuletzt auch noch des BITKOM – um das Social-Media-Monitoring-Projekt der SCHUFA nicht: es ist die Aufgabe der SCHUFA die Kredibilität von Unternehmen und Personen zu analysieren. Und natürlich nutzt man hierfür so viele öffentlich zugängliche Informationen über das jeweilige Unternehmen oder die Person, wie eben möglich. Es ist kein Skandal, dass die SCHUFA derzeit in einem Forschungsprojekt überprüft, welche Informationen aus sozialen Netzen sich für eine Analyse der Kreditwürdigkeit von Bürgern und Unternehmen eignen.

Niemand sollte sich vormachen, dass sich die Nutzung unserer öffentlichen Daten in Facebook & Co durch eine “Selbstbeschränkung” von Auskunfteien, Personalberatern oder werbetreibenden Unternehmen begrenzen ließe.

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Social Flying – und auf einmal sitzt du neben dir!

Wer sagt, man kann sich seine Nachbarn nicht aussuchen?

Fliegen ist schöner, aber nicht, wenn man wie ich neulich neben einer Quasselstrippe landet, die mir von Newark bis München sämtliche Einzelheiten ihres ziemlich kaputten Familienlebens einschließlich gewisser sexueller Neurosen ihres frisch in die Wüste entsandten langjährigen Lebensabschnittsbegleiters erzählen musste. Ich habe schließlich zur letzten letzten Waffe gegriffen, die einem im Gadget-Zeitalter verbleibt, um sich etwas Rückzugsraum zu verschaffen: Ich habe mir die Kopfhörer aufgesetzt und hatte endlich meine Ruhe!

In Zukunft werde ich mir überlegen, ob ich nicht von Lufthansa auf KLM umsteige. Die Käsköppe haben nämlich den endgültigen Social Media App erfunden: “Meet & Seat” erlaubt es mir, mich vorab per Facebook oder LinkedIn darüber zu informieren, wer bei meinem nächsten Flug alles mit an Bord ist und bei gegenseitigem Gefallen eine Art Platz-Partnerschaft zu beschließen. Umgekehrt kann ich vermutlich auch festlegen, neben wem ich auf gar keinen Fall sitzen möchte! Weiterlesen

Pinkeln und Posten: Social Media für Doofe

Ich muss mal!

Ich hätte heute Morgen fast in die Hose gemacht vor Lachen als ich auf Facebook über das Bild stolperte, das Andreas Maurer, der Pressesprecher von 1&1, dort gepostet hat, offenbar aufgenommen auf einem der unzähligen Social Media-Konferenzen, die heutzutage weltweit laufen und auf denen mehr oder weniger ahnungslose Manager nach einer Erklärung grapschen dafür, dass sie sich jetzt neben ihrer eigentlichen Tagesarbeit auch noch die Nächte mit Twitter, Facebook & Co. herumschlagen müssen.

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Das Internet macht die Welt zum Dorf: Facebook ist sein Bäcker, Twitter sein Friseur. Oder: Ignoranz schützt nicht vor Shitstorms

shitstorm

Man kann nicht “nicht kommunizieren” und was Paul Watzlawick schon 1969 so griffig postuliert hat, gilt selbstverständlich auch für die sozialen Medien: Man kann sich da nicht heraushalten.

“Ich geh erst gar nicht in diese sozialen Medien, dann kann mir auch nix passieren!” Dies musste ich mir vor einigen Tagen mal wieder von einem Inhaber und Geschäftsführer eines mittelständischen B2B-Betriebs anhören. Ihm seien die Fahrwasser der sozialen Medien viel zu gefährlich, als dass er seiner “Marketing-Dame” ihren Spleen in Bezug auf eine eigene Facebook Page und einen Corporate Twitter Account durchgehen lassen würde.

Der Mann hat das Zeug zum Präsidenten.

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Mit dem Laser nach Berlin

Demnächst wieder!

Michael Kausch nennt mich vielleicht nicht ganz zu Unrecht eine “Rampensau”, und Selbstdarstellung ist für uns Medienleute ja auch ein Teil des Geschäfts. Dass ich aber soweit gehen würde, mich nur aus Gründen der Selbstvermarktung ins Krankenhaus zu legen, wäre eine maßlose Unterstellung, weshalb ich auch gerne die eventuell entstandene Verwirrung oder gar Beunruhigung meiner Freunde und Kollegen durch seine beiden Beiträge zu meiner quasi-öffentlichen Krankengeschichte hiermit gerne ergänzen und kommentieren möchte.

In Deutschland leiden schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen an so genannten „Herzvorhofflimmern“. Wer das nicht kennt, dem sei gesagt: Dir geht es schlagartig ganz furchtbar ungut. Du bekommst keine Luft, es ist so, als würden sie dir einen Gürtel um die Brust schnüren, der dir die Luft abdrückt. Das ist schlecht, wenn du so wie ich auf den jährlichen Marathonlauf trainierst, denn auf einmal fühlst du dich so schlapp wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Vor allem aber ist es nachts schlimm, wenn du mit dir ganz alleine bist und hörst, wie dein Herz auf einmal verrücktspielt, plötzlich ganz schnell schlägt und dann auf einmal gar nicht mehr. „Ist das das Ende?“, fragst du dich da unwillkürlich, und die Todesangst raubt dir den Schlaf, so dass du am nächsten Morgen tatsächlich glaubst, das Ende sein zumindest nahe.

Ich habe das Problem lange vor mich hergeschoben, wie das wohl die meisten tun. Aber irgendwann habe ich meinen Hausarzt angerufen und gefragt, ob ich mal vorbeikommen soll, damit er mich anschaut. „Sie lassen jetzt alles stehen und liegen und kommen sofort her!“, befahl er mir. Ich sei hochgradig Schlaganfall gefährdet, da müsse man sofort etwas tun. Und zum Glück empfahl er mir den vielleicht besten Kardiologen Deutschlands, Prof. Thomas Ischinger in München, der mich zunächst auf Blutverdünner setzte, dann zu einer Herzkatheder-Untersuchung vorlud, bei der zumindest das Schlimmste ausgeschlossen werden konnte, nämlich ein Koronarverschluss , also die Verstopfung der Herzkranzgefäße durch Blutfette und Kalkablagerungen. Dann wäre ich nämlich bestenfalls ein Bypass-Kandidat, schlimmstenfalls demnächst tot gewesen.

Soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Um das Flimmern loszuwerden, müsste ich zeitlebens Beta-Blocker nehmen. Dann könnte ich allerdings meine Laufschuhe an den Nagel hängen, denn mit der Langstrecke sei dann nichts mehr.

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Schnäppchen-Falle Social Media

Darfs ein paar Prozent mehr sein?

Haareschneiden beim Promi-Friseur für die Hälfte, Gourmet-Menüs im Sterne-Restaurant für ein Drittel und Ferienflüge für ein Viertel: Möglich machen das neuerdings so genannte „Deal-Plattformen“ im Internet. Vermarkter wie Groupon oder die Berliner Firma DailyDeal locken marktschreierisch mit Sprüchen wie: „Gutscheine, Coupons & Rabatte von bis zu 90%“

Der Trick zieht: 39.000 Gutscheine kauften deutsche Kunden beim Kosmetik-Anbieter Body Shop, eine Autowerkstatt in Hamburg bot eine Reparatur für 50 Euro statt 100 an – und war binnen Stunden auf Monate hinaus ausgebucht. Insgesamt setzte Groupon 2011 alleine in Berlin in den ersten drei Monaten Gutscheine im Wert von mehr als vier Millionen Euro ab.

Die Coupon-Masche funktioniert immer nach dem gleichen Strickmuster: Der Kunde bekommt per Email das Angebot geschickt, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem sensationellen Rabatt zu erwerben. Der Kunde kauft einen Gutschein, den er beim betreffenden Händler innerhalb einer festgesetzten Frist einlösen kann. Groupon teilt sich den Erlös mit dem Händler, und zwar meistens  50:50. Viele Händler überzeugt das Argument, der Verkauf von Schnäppchen-Gutscheinen sei eine billige Form von Online-Werbung. Schließlich würden alle, die keinen Gutschein kaufen, das Angebot wenigstens wahrnehmen und seien deshalb in Zukunft potentielle Neukunden.

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Social Media Guidelines – eine Vorlage zur Diskussion

Als Agentur sind wir in Sachen Social Media seit Jahren schon aktiv unterwegs. Was es bislang aber an Social Media Guidelines bei vibrio gab, war definitiv nicht ausreichend. Und wie das dann so ist im Tagesgeschäft: wir begleiten unsere Kunden auf ihrem Weg ins Social-Media-Zeitalter, entwickeln Social-Media-Strategien und schreiben Entwürfe für Social Media Guidelines und niemand hat Zeit, sich um die Hausarbeiten im eigenen Laden zu kümmern.

Nun sind wir endlich dabei, uns ein neues zeitgemäßes Regelwerk für das Engagement unserer Mitarbeiter in den sozialen Medien zu geben. Und wir werden wieder auf eine Ergänzung zum Arbeitsvertrag verzichten und stattdessen eine bloße “Empfehlung” der Agenturleitung abgeben. Denn an den grundlegenden Aufgaben von Social Media Guidelines hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert: Social Media Guidelines sollen zu allererst motivieren und den Mitarbeitern Sicherheit geben. Das ist bei vibrio nicht anders, als in allen anderen Unternehmen: jeder Mitarbeiter ist heute Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeiter.

Social Media Guidelines reagieren hierauf, in dem sie auf die Selbstverantwortung der Mitarbeiter setzen. Sie sollen als Regelwerk eine Hilfe gerade für neue Mitarbeiter sein, die erst an die Firmenkultur herangeführt werden müssen.

Hier in der DampfLog habe ich den Entwurf für unsere neuen Social Media Guidelines veröffentlicht. Vielleicht kann sie ja der ein oder andere als Baukasten für seine eigene Lösung gebrauchen. Abschreiben erlaubt Zwinkerndes Smiley

Seltsame Freunde

Viele Freunde, aber wenig Verkehr

Der Erfolg hat viele Neider, und so wundert es mich nicht, dass Google jetzt evrsucht, es Facebook nachzumachen. “Google+”, das neue Social Network-Projekt aus Mountain View, hat auch unter den Freunden Czyslanskys für Aufsehen gesorgt. Michael und Christoph sind schon “drin” (um den unvergeßlichen Boris Becker zu zitieren), Alexander und Sebastian zieren sich noch, und selbst die originale Social Media-Sau Ossi fehlt noch beim Google-Konzert.

Dafür ist aber einer dort, den man wohl am wenigsten vermutet hätte: Erzrivale Mark Zuckerberg! Das heißt: Ob der Facebook-Gründer tatsächlich die Profilseite auf Google+ eingerichtet hat oder nicht weiß keiner so genau, und aus Palo Alto   hört man dazu auch nichts. Dafür berichtet heute die “New York Times“, dass Zuckerberg-Seite mit Abstand die größte Anzahl an “Freunden” auf Google+ hat. Als ich gerade reinschaute, waren es (mit mir) 44.871.

Sonderlich auskunftsfreudig ist Zuckerberg (oder sein Surrogat) übrigens auch nicht gerade. Als Jobbeschreibung gibt er lediglich an: “I make things”. Was nicht ganz richtig ist; korrekt müsste es heißen: “I make things happen.” Und sonderlich viel Verkehr ist ansonsten auch der Seite auch nicht. Unter “Posts” steht lediglich: “There are no messages to display.”

Aber Google+ ist ja auch noch eine Baustelle.