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Microsoft Surface mit Windows 8 RT – ein erster Testbericht

Nach vielen Irrungen und Wirrungen ist es heute also eingetroffen: mein Microsoft Surface Tablet. Heute vormittag habe ich den kleinen Karton (Schuhe würden nicht reinpassen) aufgerissen, dann schnell ein schmuckes kleines Etwas ausgepackt, mit dem vorgefundenem Kabel an die Steckdose gehängt und erstmal grünen Strom nuckeln lassen. Heute nachmittag hab ich dann ein wenig versucht mich intellektuell mit dem Teilchen auszutauschen. Mit einigen Problemen, wie ich zugestehen muss …

Schein und Sein – Optik und Haptik: hervorragend und Note 1

Mit knapp 700 Gramm kommt es erstmal sehr leicht daher. Und mit 0,94 cm Höhe ist es ist gerade mal so hoch, wie ein Samsung Galaxy S2:

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SurFarce: Das Chaos um die Auslieferung der Microsoft Surface Tablets treibt mich noch zum Schuhmacher

Ich bin Club-Fan – und Club-Fans können leiden.

Ich bin Windows-Fan – und Windows-Fans …

Aber das Chaos um die Auslieferung der ersten Microsoft Surface-Geräte reizt auch meinen Geduldsfaden auf maximale Spannung. Jeder Provinz-Schuhhändler ist inzwischen in der Lage einen Online-Shop aufzuziehen, aber bei Microsoft kostet man jedes Fettnäpfchen aus, das irgendwo zu finden ist.

Aber gut, ich wollte ja nüchtern und sachlich erzählen, was sich bis jetzt zugetragen hat:

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Microsoft Surface Tablet für 1.999 Euro ab sofort vorbestellbar

“Microsoft Surface Tablet für 1.999,- € ab sofort vorbestellbar”? Was für eine blöde Überschrift. Und um es klar zu sagen: Es ist nichts dran, an dieser Überschrift. Sie stammt aus wohluninformierten Kreisen. Und sie ist nicht blöder, als der ganze Bohei, der derzeit rund um Surface gemacht wird.

Von Juni bis Juli konnte man Microsoft Surface auf amazon vorbestellen. Freilich unverbindlich und ohne Preisinformationen. Inzwischen hat man diese “Subskription” wieder offline genommen. Sind halt doch keine Bücher, so kleine Rechner.

Der schwedische Online- Anbieter webhallen publizierte bereits Preise für fünf verschiedene Surface-Modelle, nur um ein paar Tage später zuzugeben, dass man selbst auch keine Ahnung habe, was die Teile mal kosten werden. Die Preise seinen mehr so eine Art “Orientierungshilfe auf der Basis eigener Schätzungen”. Aha.

Derzeit kursieren im Netz Gerüchte über die RT-Version der Surface-Bretter für 199,- Euro. Gleichzeitig wissen wohlinformierte Kreise, dass bei einem solchen Straßenpreis alle OEM-Partner aus der Fertigung von Windows RT Tablets aussteigen würden.

Das neueste Gerücht geht nun davon aus, dass Microsoft sein Surface vermutlich preisagressiv im Rahmen eines Abonnements ausliefern will und hochpreisig zum “Sofortkauf”. Was aber will man im Abo liefern? Bugfixes? Wohl kaum. Aber vielleicht Office Add-Ons aus der Cloud zur Miete und einfach eine Art Wert-Bon für den Microsoft Marketplace.

Mir ist das alles eigentlich völlig egal. Ich weiß nur, dass zum ersten Mal nach langer Zeit die alte Microsoft Marketing-Strategie wieder auf geht: ganz laut und so, dass es jeder hört und druckt, nix zu sagen. Aber auch gar nix.

Und dass ich zum ersten Mal seit langer Zeit ein Microsoft Produkt blind bestellen werde, sobald ich dafür eine Bestellmöglichkeit irgendwo finde. Weil ich glaube, dass es ein sexy Produkt werden wird. Und weil es ein sexy Produkt werden muss, wenn Microsoft nicht ein großes Fiasko erleben und einen neuen President suchen will. Und weil ich kein Apple-Produkt, das mir vorschreiben will, welche Programme ich nutzen darf, kaufen werde. Und weil Google ein Konkurrent im mobilen Markt gut tut. Und weil Microsoft endlich wieder einmal dran ist. Trotz dem neuen Company Logo.

Überraschung: Microsoft kann schön: das heute Nacht vorgestellte Surface Tablet hat das Zeug zum Apple-Killer

Nicht nur oberflächlich betrachtet hat das heute Nacht angekündigte Microsoft Surface Tablet das Zeug zum iPad-Killer: eine Windows 8-Maschine, die gut aussieht, funktional erscheint und kompakt ist. Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, die Entwickler zur Programmierung brauchbarer Apps anzutreiben, dann wird Microsoft nach Jahren mal wieder so sexy, wie es früher einmal war. Das Video, das heute vermutlich überall läuft:

 

Aber wie soll der Magnesium-bewehrte Schönling und iPad-Killer heißen? Birne? Made? Maggie?

Nachtrag:

Die Netzgemeinde streitet seit letzter Nacht über die Zukunftsaussichten von Surface. Und ich bin davon überzeugt: es wird ein Erfolg! Und es ist auch die letzte Chance Windows ins mobile Zeitalter hinüber zu retten.

Natürlich sind viele Dinge noch unklar: wie lange wird der Akku durchhalten, welche Wireless-Technologien werden implementiert? Wann kommt das ganze auf den Markt? Was werden die beiden alternativen Geräte kosten (manspekuliert über rund 600 $ für die kleine Win 8 RT-Variante und rund 1000 $ für die große mit Full Win 8 und Intel-Architektur. Und vor allem: werden unabhängige Softwareentwickler auf Win 8 und Metro aufspringen?

Aber das ist alles gar nicht so entscheidend. Wirklich wichtig ist, dass Microsoft gemerkt hat, dass man sich in Zeiten, in denen nicht mehr zwischen Produktivitätswerkzeugen fürs Büro und Markenkonsumartikeln für den Privaten unterscheiden kann,  nicht länger auf die Rolle des Softwarelieferanten mit starken OEM-Partnern zurückziehen kann. Weiterlesen

Azur-Ausfall: Nur eine Kalenderreform kann Cloud-Computing noch retten!

Dem amerikanischen Luftwaffen-Ingenieur Edward A. Murphy (1918-1990) wird der legendäre Satz zugeschrieben: „Anything that can go wrong will go wrong“. Er stützte sich dabei angeblich auf frühere Forschungen Czyslanskys, dem bei wissenschaftlichen Arbeiten in seinem Labor in Llanfairpwllgwyngyll, einer kleinen Stadt auf der walisischen Insel Anglesey bei Bangor, offenbar ab und zu der Schraubenzieher entglitt, was ihn zu der Beobachtung veranlasste: „Ein aus der Hand fallendes Werkzeug trifft stets so auf, dass es den höchstmöglichen Schaden verursacht.“ Als „Gesetz der selektiven Schwerkraft“ ging der Ausspruch in die digitalen Analen ein.

Dort hätte die junge Technikergeneration lieber nachlesen sollen, bevor sie abhoben in die „Cloud“ – jenes nebulöse Wolkenkuckucksheim der Computerei, die seit einigen Jahren ernsthaft als die Zukunft des Digitalen gefeiert wird. Der Gedanke, dass meine Daten und Anwendungen nicht mehr auf meinem häuslichen Computer hausen sollen, sondern irgendwo in der „Cloud“ von einem Dienstleister aufbewahrt und betrieben werden, erweckt beim Normalsterblichen instinktiv ein Gefühl des Unbehagens. Was ist, wenn der Server meines Cloud-Providers mal nicht mehr will? Computer, wie wir wissen, sind trotz des maskulinen Geschlechtswortes in ihrem Wesen weiblich und haben manchmal so ihre Tage.

So einen Tag hatten gestern die Techniker von Microsoft, deren Cloud-Service „Azure“ auf einmal nicht mehr wollte. Weiterlesen

Microsoft Research und das kalorienfreie Schnitzel: Augmented Reality

Ich weiß auch noch nicht genau, wozu das alles eines Tages gut sein wird, aber es wird gut sein.

Die Labore von Microsoft Research stellen in diesem Video einige sehr sehenswerte Entwicklungen zu Augmented Reality vor:

Ein 3-D-Modell bauen, in den Raum projizieren und dann mit ihm spielen. Besser noch: den Raum scannen, die Dinge in Echtzeit digitalisieren und dann mit den digitalen Kopien spielen. Die Grenze zwischen Wirklichkeit und virtueller Welt wird fließend. Unbedingt sehenswert!

Diese Entwicklung wird wohl nicht beim kalorienfreien Schnitzel halt machen …

[der Tipp kam von @michael_hoppner]

Zwischen Schirrmacher und Renner – Digital ist anders

Unter dem programmatischen Titel “Digital ist anders” habe ich in der jüngsten Wochenendausgabe der F.A.Z. versucht, einen Weg zwischen der opportunistischen Erlösungstheorie der Renner-Brüder und dem kulturkritischen Skeptizismus des F.A.Z.-Herausgebers Frank Schirrmacher bei der Bewertung des Internet und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen aufzuzeigen.

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Auch wenn mir Frank Schirrmacher freundlicherweise gleich eine Doppelseite in der nicht gerade kleinformatigen F.A.Z. zugesprochen hat, so musste natürlich trotzdem ein guter Teil des Manuskripts unter dem Diktat der Raumökonomie weichen. Neben vielem anderen hat das Internet gegenüber dem alten Holzdruck den unvergleichlichen Vorteil des unbegrenzten Raumes. Deshalb darf ich an dieser Stelle den Artikel der F.A.Z. mit einigen verfallenen Passagen vervollständigen. Dieses Posting ist also nicht eigenständig zu lesen, sondern als Addendum zum dort veröffentlichtem Text.

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Fenster zu: Microsoft stellt Windows Live Spaces auf WordPress um

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Der Blog der Freunde Czyslanskys basiert schon immer auf WordPress

Microsoft stellt laut cnet seinen proprietären Blog-Service “Windows Live Spaces” ein und stellt Windows Live auf WordPress um. Das ist gut so. WordPress ist heute die am meisten verbreitete Plattform für die Erstellung von Weblogs. Die Software funktiniert, gut, ist stabil, einfach zu bedienen und sie wird ständig von der weltweiten Community ihrer Anwender weiterentwickelt. Open Source at it’s best! Die Freunde Czyslanskys haben bei ihrem Blog von vornherein auf WordPress gesetzt.

Für Microsoft ist dies ein weiterer Schritt auf die offene Web-Community zu. Vor einiger Zeit schon haben die Billyboys ihren Video-Dienst Soapbox geschlossen. Microsoft bietet heute seinen Live-Kunden einen Upload-Dienst für YouTube und Facebook an. Die Windows Live Photo Gallery hat sich ebenfalls bereits für Facebook und Flickr geöffnet. In Redmond hat man die Logik des Web 2.0 offenbar begriffen: Offenheit geht vor proprietäre (Miss)Erfolge ;-)

Wenn der Apfel wie ein Blitz einschlägt: Apple’s Angriff auf Adobe weist den Weg in die 70iger Jahre

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Apple-Boss Steve Jobs (Bild: Huffington Post)

“Thoughts on Flash” ist ein Brief von Apple-Boss Steve Jobs überschrieben, in dem er in selten drastischen Tönen einen Frontalangriff auf Adobe’s Flash-Technologie startet. Vermutlich rastet Steve deshalb so aus, weil sein Versuch Flash vom Markt zu verdrängen – kein iPad, kein iPhone, kein iPod unterstützten diesen Quasi-Industriestandard – von den Branche in den letzten Wochen gar nicht gut aufgenommen wurde. Noch ist Apple nicht stark genug, um im Alleingang einen Standard wie Flash vom Markt zu drängen. Die nächste Version von Android wird vermutlich Flash unterstützen und auch Microsoft hat sich von Flash – trotz aller strategischen Differenzen mit Adobe im Streit um die Zukunft der wichtigsten Dokumentformate – noch nicht wirklich distanziert. Steve Jobs aber kann und will nicht nachgeben. Was will er eigentlich?

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