Geschrieben von Tim Cole am 26 Jan 2010

Das Wunder von Apple

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Steve Almighty lässt grüßen!

Der Hype um die Vorstellung des neuen Tablet-PC von Apple (so es denn auch ein solcher wird) nimmt langsam schon fast unheimliche Ausmaße an. Steve Jobs hat es meisterhaft verstanden, den Kult um seine Person mit dem  viralen Produktmarketing des Hauses zu verbinden. Von unserem Freund und erklärten Apple-Fan Ossi Urchs bis Johnny Häusler auf Spreeblick: Alle, alle sind begeistert über ein Gerät, das niemand kennt und das – meine Meinung, jedenfalls – auch niemand braucht. Aber das ist ja gerade die große Kunst: Bei möglichst vielen potenziellen Kunden einen Bedarf zu erzeugen, den sie vorher nicht hatten. Und das Witzige ist: Apple schafft das, indem sie einfach gar nichts sagen. Jedenfalls gibt es bis heute (Stand: 15:35 Uhr) keine einzige offizielle Verlautbarung darüber, was Steven Jobs nachher zeigen wird. Wahrscheinlich könnte er auch mit einem Blumentopf auf die Bühne treten – die Apple-Aktie würde raketenartig steigen. Auch wenn ich ebenso erklärtermaßen KEIN Apple-Freund bin, so bin doch auch ich inzwischen ziemlich gespannt. Einfach genial!

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Geschrieben von Tim Cole am 18 Sep 2009

Arbeitslos durch Twitter

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Suchrätsel mit Restaurantkritiker: Wer ist der Reifenverkäufer?

Warum Twittern, wenn es einen den Job kosten könnte? Vor dieser Frage stehen neuerdings die Tester des “Guide Michelin” in New York: Einerseits leben sie und der Ruf ihres Restaurantführers vonihrer Anonymität. Aber andererseits will man ja mit der Zeit gehen, um nicht als altmodisch dazustehen. Der Kompromiss: Wenn ein Tester beispielsweise einen Tweet absetzen will wie: “Lunch at Jaiya, renovations stll under way, but looks good. Yummy spring roll”, dann landet diese zunächst bei einem Vorgesetzten in der Michelin-Zentrale, der ihn prüft und freigibt. Man fürchtet offenbar, dass andere Twitter-User, die ebenfalls in dem Lokal gegessen haben, sich uhtereinander abstimmen und ausknobeln könnten, wer der geheimnisvolle “Michelin inspector” war. Womit dessen Karriere abrupt zu Ende wäre.

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Geschrieben von Tim Cole am 17 Jul 2009

Die digitale Entschleierung

Interessante Frage: Darf man jemanden, der anonym twittert, outen? Aktuell wird das gerade bei einem ziemlich heftigen Kommentar-Krieg der sich rund um das angeküdigte Video-Weinportal “TVino” des Hamburger Weinverkosters Hendrik Thoma entzündet hat. Es handelt sich nämlich ganz offensichtlich um eine PR- und Marketingmaßnahme des mächtigen Hanseatischen Weinhandelskontors HAWESKO, was aber in den Pressemitteilungen zu einer “Zusammenarbeit” mit Thoma verniedlicht wird.

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Geschrieben von Tim Cole am 18 Mai 2009

Keine Werbung für Czsyslansky!

In letzter Zeit treten immer häufiger Interessenten an die Gesellschaft der Freunde Czylanskys mit dem Ansinnen heran, Werbung auf der Website des genialen Vordenkers der digitalen Revolution schalten zu dürfen. Dies hat eine durchaus kontroverse Diskusssion ausgelöst, die stellenweise das übliche Dekorum des ansonsten der reinen Lehre Czyslanskys geweihten Quorums zu stören droht.

Da einerseits die Gesellschaft dank der Tantienmen aus den unzähligen Erfindungen des großen Meisters (das Internet, die Coca Cola-Formel, das Perpetuum Mobile et al.) finanziell unabhängig ist, die Gesellschafter andererseits dem Lebensmotto Czyslanskys verpflichtet sind (“Geld macht nicht glücklich, aber es finanziert die Illusionen”), wären Werbeeinnahmen aus der Vermarktung der überaus erfolgreichen Online-Präsenz willkommen. Andererseit ist ein gewissenes Enui einzelner Gesellschafter unüberhörbar, etwa Michael Kausch (“… das bringt ja nur geld und wir wissen dann nicht wohin damit”).

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Geschrieben von Tim Cole am 22 Jan 2009

Obama darf seinen Blackberry behalten

Obama und sein Lieblingsspielzeug

“They’re going to pry it out of my hands.” (Barak Obama am 13. Januar 2009. Foto: AP)

Die digitale Glaubensbemeinschaft kann aufatmen: Obama kriegt seinen geliebten Blackberry wieder zurück! Nicht nur Czyslansky war entsetzt, als die Nachricht durchsickerte, dass Amerikas COPAZ (“coolster Präsident aller Zeiten”) seinen ständigen elektronischen Begleiter an der Tür zum Weißen Haus abgeben sollte (siehe “Kein Blackberry für Obama“). Doch nun meldet das angesehene Politikmagazin “The Atlantic” Entwarnung: “Obama Keeping His Blackberry After All“.

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Geschrieben von Michael Kausch am 22 Okt 2008

eine letzte träne an die SYSTEMS – (k)ein nachruf

tschüss SYSTEMS. du warst meine erste it-messe als besucher (irgendwann anfang der 80iger jahre) und meine erste als aussteller (mit microsoft os/2 in halle 6 auf dem alten münchner messegelände im oktober 1987). ich weine eine kleine virtuelle träne um dich und freue mich sakrisch auf den nächsten herbst.
denn heute, am 22. oktober 2008 hat die messe münchen bekanntgegeben, dass es im nächsten jahr keine SYSTEMS mehr geben wird – sondern etwas völlig neues.
der security-teil der SYSTEMS wird erweitert und gemeinsam mit dem bisherigen partner – dem secumedia verlag – zu einer kompletten und eigenständigen security-messe mit termin im juni ausgebaut.
im herbst wird es an der stelle der SYSTEMS etwa völlig neues geben. es hat noch keinen namen, aber schon eine hübsche gestalt.
ich habe an anderer stelle – in der dampflog – ein wenig zur vermutlichen gestalt des neuen events geschrieben. das ist nicht viel mehr, als die messe selbst heute in einer kleinen presseveranstaltung bekannt gegeben hat. und es ist abgrundtief parteiisch. aber wer will, darf es natürlich trotzdem lesen.
mag jemand mit mir die SYSTEMS ein wenig still und diskret beweinen? für den fall sei hier noch ein wunderschöner link auf den letzten weg mitgegeben: http://bestatterweblog.de.

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Geschrieben von Michael Kausch am 26 Sep 2008

Sind wir nicht alle ein wenig Afrika?

Die Photokina 2008 stand (und steht) ganz im Zeichen Afrikas. Denn unter diesem Codenamen hat Leica – für die meisten völlig überraschend – für die große Sensation dieser Messe gesorgt und eine Kamera angekündigt, die so revolutionär ist, dass sie das Zeug hat, Leica als rotgepunkteter Phönix aus der Krise zu ziehen.

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Mit der S2 haben die Solmser eine Kamera mit den Innereien einer Mittelformatkamera im kompakten Gehäuse einer modernen Kleinbildkamera vorgestellt. Auf der Photokina kann man sie hinter Glas in einer Vitrine bewundern. Oder hinten im Gästecafé auch mal in die Hand nehmen. Dort wird sie von freundlichen Leica-Menschen ehrfürchtig und vorsichtig an den Tisch gebracht und liebevoll noch bei ihrem Kose- und Entwicklungsnamen genannt: AFRika (Auto-Fokus-Reflex-Integrierte-Kamera”.

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Geschrieben von Michael Kausch am 16 Sep 2008

Auf nach Düsseldorf

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44 Prozent mehr Aussteller als im Vorjahr – welche Messe kann zur Zeit schon solche Erfolgsmeldungen präsentieren? Die online-marketing-düsseldorf, die morgen ihre gar nicht virtuellen Türen öffnet, scheint sich in diesem Jahr endgültig zum Pflichttermin für alle Online-Profis zu entwickeln. Die Schwerpunktthemen: Mobiles Marketing, Vod- und Podcasts, Social Networking und In-Game-Advertising. Aufhorchen lässt auch die Ausstellerliste, die neben den üblichen Verdächtigen von 1&1 über Google und Microsoft bis Yahoo! auch große Provider und Player wie die Deutsche Telekom, freenet und Vodafone umfasst.

Spätestens am Freitag werde ich berichten, was Sie verpasst haben. Oder treffen wir uns? Vielleicht gar abends in der CIGARWORLDLounge in der Düsseldorfer Burghofstrasse? Denn wie heisst es so schön in der Art of Smoke: “Wenn Zigarre rauchen ein Gespräch mit den Göttern ist, dann ist die Cigarworldlounge die derzeit größte Kirche für ein Gespräch mit dem Herrn!”

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Geschrieben von Tim Cole am 02 Sep 2008

Was uns die Sterne über eBay sagen

Ich habe von eBay einen Stern bekommen, und darauf bin ich mächtig stolz. Dafür sollte sich eBay schämen.

Im Kindergarten bekamen wir, wenn wir den ganzen Tag brav waren, einen goldene Stern auf die Stirn gepappt. Tja, ich selbst habe das nicht allzu oft erlebt, aber meine Nachbarin Frusi kam beinah jeden Tag beklebt nach Hause, und da gab es dann nochmal Lob von Mami und Papi. So ein liebes Kind…

Vielleicht war ich deshalb im ersten Moment so beglückt als ich jetzt von eBay eine Mail bekam, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich einen türkisfarbenen Stern bekommen habe dafür, dass ich mehr als 100 positive Bewertungspunkte von anderen eBay-Kunden erhalten habe, mit denen ich in den letzten zwölf Monaten zu tun hatte. Konkret waren es 22, die etwas von mir gekauft haben oder die mir etwas verkauft haben. Und das Beste ist: Alle 22 waren offenbar mit mir zufrieden, denn mein Bewertungsprofil weist die Note “100%” aus.

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Geschrieben von Michael Kausch am 27 Aug 2008

alle lieben emily

emily

der SPIEGEL träumte gestern online von einer fortsetzung von CASABLANCA, natürlich mit humphrey bogart in der hauptrolle. möglich sei dies durch eine neue technologie, die es nun erstmals erlaubt virtuelle menschen wirklich fotorealistisch in hd-qualität zu “bauen” und zu animieren. dabei geht es um das sogenannte “emily project” des amerikanischen spezialisten von image metrics. mit emily wurde dort eine virtuelle frau geschaffen, deren mimik nicht mehr durch eine definierte anzahl von messpunkten auf den gesichtsvorlagen von schauspielern definiert wird. für emily wird die bewegung jedes bildpunkts aus dem abgefilmten portrait einer schauspielerin auf das gesicht emilys überragen. vom erschreckend echten realitätseindruck kann man sich in einem mustervideo einfach überzeugen.

affiliate marketing spezialist Josh Todd träumt angesichts von emily nicht vom schmachtenden bogart, sondern von der zukunft des online marketing. dabei gab es eine – jedenfalls in ihrer zielrichtung – ganz ähnliche entwicklung auch bis vor wenigen jahren in deutschland: unter dem label voxar entwickelte ein team um den deutschen animationsexperten winni obermüller eine software, die es erlauben sollte, aktuelle gesichtsmimiken zu erkennen und in echtzeit auf andere gesichter zu übertragen. die entwickler träumten von einer vermarktung an telefonsexagentinnen, die – in der realität wohl zumeist hausfrauen über vierzig! – per software zum model gestylt ihre dienste künftig über ip-tv  vermarkten könnten. leider ging voxar frühzeitig das geld aus und der erste und einzige kunde, der die technologie zum einsatz brachte waren münchner polizisten. diese testeten die software in einem pilotversuch zur erkennungsdienstlichen behandlung bei der sichtung von videoaufnahmen von demonstrationen …

na ja – vielleicht lassen sich ja mit emily-technik künftig auch die demonstrationen virtualisieren und man kann so den bayerischen beamten ein schnippchen schlagen. man stelle sich vor: 5.000 emilys, bogarts und marilyns protestieren auf münchen.de gegen bush. und beck könnte es als obama verkleidet zum kanzler schaffen. und tim im hohen alter nochmal in den playboy channel. here is looking at you!

Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
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