Geschrieben von Tim Cole am 05 Sep 2010

Neue Töne aus Berlin

Aufnahmeprüfung bestanden: IT-Minister de Maizière

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich bisher in der Debatte um die Zukunft der digitalen Gesellschaft eher seltener zu Wort gemeldet. Schade, denn was er sagt, hat Hand und Fuß. Jedenfalls würde er mit seinen Aussagen in der heutigen Ausgabe der „FAZ am Sonntag“ glatt die Aufnahmeprüfung in die Gesellschaft der Freunde Czyslanskys bestehen.

Prüfungsfach1: Recht & Internet

Frage: Regulierung – ja oder nein?

Ein Teil  der Internetcommunity meint, dass das Internet so neu ist, dass ganz andere – am besten gar keine – Regeln gelten. Dem muss ich als IT-Minister klar widersprechen: Alle Gesetze, die wir als Staat schützen, gelten auch im Internet. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“

Note: 2 – zwischen Recht haben und Recht bekommen klaffen nicht nur im Internet bekanntlich Welten.

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Geschrieben von Christoph Witte am 27 Aug 2010

Google: Das große Fressen

Die nachfolgende Grafik zeigt alle Firmen, die Google seit 2003 übernommen hat, sehr aufschlussreich und deshalb hier in aller Vollständigkeit – ohne Kommentar.

Google Acquisitions.

Research by Scores.org

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Geschrieben von Tim Cole am 18 Jun 2010

Digitaler Jungbrunnen

Was geschieht in Ames Hanger wirklich?

Der Mensch lebt schon immer in Symbiose mit seinen Werkzeugen. Indem er immer intelligentere Werkzeuge ersinnt und einsetzt, verändert er sich. Das ist ein natürlicher Vorgang, und er ist wertfrei. Der Fehler, den auch Schirrmacher begeht, besteht darin, diesem Vorgang ein Attribut zu geben. Ein typisches Beispiel ist die Vorstellung von “Fortschritt” (als ob der Mensch seit Anbeginn seiner Geschichte auf dem Weg zu einem klar definierten Endziel voran schreitet). Ein anderes ist die von durch Technik induzierte Degeneration, Frank Schirrmachers “vermanschtes” Gehirn.
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Geschrieben von Tim Cole am 29 Apr 2010

Mein Telefon gehorcht aufs Wort!

Braves Fönchen!

Drücken Sie die Haustürklingel mit dem Zeigefinger? Dann sind Sie über 30. Junge Menschen verwenden dafür mehrheitlich den Daumen. Das behauptet  jedenfalls die Designerin Alice Rawsthorn. Ihr zufolge wachsen junge Menschen mit Gameboys und Smartphones auf, die alle eine Art Mäuseklavier-Tastatur besitzen, die man am besten mit dem Daumen bedient. Und zeigt wiederum: Der Mensch passt sich immer mehr der  Technik an, notgedrungen.

Wie es anders geht, zeigt die kleine US-Firma Vlingo. Sie hat ein kleines Stück Software, neudeutsch „App“ genannt, für den Apple iPhone geschaffen. Ich kann jetzt meinem Telefon Befehle geben, zum Beispiel: „Call Gabi!“ Dann ruft er, wie von Geisterhand gesteuert, die Nummer meiner Frau an.  Ich kann ihm sogar komplizierte Befehle geben, wie zum Beispiel: „Mail Michael. Subject: Heute Abend. Message: Let’s meet for dinner“. Leider versteht das Programm bislang nur englischsprachige Befehle, aber immerhin: Es klappt, und das sogar auf Anhieb.

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Geschrieben von Michael Kausch am 20 Apr 2010

Facebook geht Google mit "Like" an die Wäsche

facebook

Techcrunch berichtet, dass Facebook seine “Fan-Seiten” einstellt und in die neue “Like”-Strategie einbringt: aus allen Fan-Seiten werden normale Seiten mit einem “Like”-Button. Solche Like-Buttons soll es künftig nicht nur bei Facebook, sondern auch auf anderen Web-Seiten geben. Auf Facebook selbst wurden gerade “Community-Pages” (“Like”-Themenseiten) eingerichtet. Diese können von allen Usern abonniert werden, die sich für die jeweiligen Themen interessieren. Auf den Community Pages soll alles Wissen rund um das jeweilige Thema (z.B. Kochen, Golf usw.) versammelt werden – ein Generlangriff auf Wikipedia? Nicht nur…

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Geschrieben von Tim Cole am 23 Mrz 2010

Wir-Gefühl in Tablettenform

wepad

Wir sind das Pad!

Eigentlich schade, dass unser großes Czyslansky-Preisausschreiben schon vorbei ist. Wir haben den neuen Namen für Apples “iPad” gesucht, weil er bekanntlich schon mehrfach besetzt ist. Und jetzt kommt die kleine Berliner Firma neofonie Technologieentwicklung und Informationsmanagement GmbH mit einem echten “iPad-Killer” raus, der nicht nur technisch überlegen ist, sondern auch noch einen viel besseren Namen trägt: das “WePad“.

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Geschrieben von Alexander Broy am 29 Jan 2010

Google-Ranking ist der neue Porsche

Früher brauchte man einen italienischen oder Stuttgarter Sportwagen, Breitreifen, Niederquerschnittfelgen, oder wenigstens einen Manta mit Ralleystreifen und Spoiler, um andere zu beeindrucken und sich so richtig wichtig zu machen. Eine Harley, ein Porsche, ein Rivaboot, das waren noch richtige Schwanzverlängerungen. (Notiz an mich: Schwanzverlängerung sagt man nicht mehr, das heisst jetzt Penis Enlargement)

… Aber heute?

“Du, mich findest übrigens auf Google Platz 1, wenn du suchst unter [Beliebige Branche einfügen]!”, heisst es heute in Angeberkreisen.

Eine Top-Platzierung in der Suchmaschine ist der neue Porsche. Sagte man früher Porschefahrern neiderfüllt nach, sie hätten bestimmt einen kleinen Penis, so ist das vielleicht eine Logik, die auch bei den Günstlingen von Google Anwendung finden könnte, ich weiss es aber nicht.

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Geschrieben von Sebastian v. Bomhard am 26 Jan 2010

Eine echte ######-Idee!

Google ist immer wieder für eine Überraschung gut. Mit Spannung wurde nun das Google-Handy erwartet. Um cooler zu sein als ein iPhone muß man schon einiges bieten. Eingebautes Navi! Gibt’s schon. Musik! Gähn. Filme! Ja doch. Haben wir alles schon. Sprachsteuerung, Diktierfunktion? Ja, gibt es. Auch mit Selbstzensur??? Nein. Das ist es – das kann das iPhone nicht, damit kommt man in die Presse.

Das Nexus 1 von Google akzeptiert also Sprachdiktate, wandelt diese in Text um und zensiert diese Texte on the fly. Jedes böse Wort wird durch Raute-Zeichen ersetzt. Ja haben die denn den ##### offen? weiter lesen »

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Geschrieben von Tim Cole am 16 Jan 2010

Eric Schmid und die Arroganz der Computer

googlechina

Ni hau?

Google wird sich wahrscheinlich aus dem China-Geschäft zurückziehen. Offiziell geschieht das aus Protest gegen staatliche Hackerei (es wurde versucht, massenweise GMail Accounts von Regimgegnern zu knacken), aber mehr oder weniger inoffiziell versuchen die Google-Oberen, den Rückzug als Protestgeste gegen Internet-Zensur darzustellen. Manche haben Ihnen dafür Beifall gespendet, darunter unser Czyslansky-Freund Michael Kausch (“Google China ist kein rechtsfreier Raum mehr“). Andere, darunter auch ich, haben darin eine ziemlich zynische PR-Aktion erblickt, nach dem Motto: Wenn ohnehin in China nichts mehr zu holen ist, dann lasst uns wenigstens etwas Imagegewinn aus dem Debakel retten.

Der Publizist und Professor an der Georgetown University, Evgeny Morozov, neigt heute in der “New York Times” auch eher zur zweiten Ansicht, begründet sie aber auf eine sehr interessante Art und Weise, nämlich mit Googles Weltsicht. Da sie nicht nur bei Google weit verbreitet ist, sondern typisch ist für viele Techies , verdient sie es, auch bei uns diskutiert zu werden. Die Czyslanskys sind ja ebenfalls überwiegend Menschen, die sich beruflich oder aus Neigung sehr viel mit Technik beschäftigen und deshalb prinzipiell Dingen wie Digitalität und Computern positiv gegenüber stehen (im Gegensatz etwa zu erklärten Technikfeinden wie Frank Schirrmacher und Konsorten). Grund genug für eine kritische Nabelschau.

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Geschrieben von Michael Kausch am 13 Jan 2010

Google China ist kein menschensrechtsfreier Raum mehr: Tiananmen-Bilder unzensiert!

google china 1

Gestern hat Google in gewohnter Manier – in einem Blogposting, nicht in einer Pressemeldung – bekanntgegeben, dass man sich künftig den Zensurvorgaben der chinesischen Regierung nicht mehr unterwerfen wolle. Die Internet World Business berichtet eben, dass Google heute konsequenten Mut beweise: Auf die Suchanfrage Tiananmen würden nun auch in China Bilder mit Panzern auf dem Platz gezeigt.

Ich kann das bestätigen:

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Autor Michael Kausch Dieser Artikel wurde von Michael Kausch geschrieben.
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