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Ein Besuch bei Michail Czyslansky auf der High End 2013

Wie ein Bassgewitter in der Magengrube traf mich die Begegnung mit Michael Czyslansky auf der diesjährigen High End. Michail Czyslansky, ein Großneffe unseres verehrten Czyslansky, betreibt seit 23 Jahren ein Audio-Entwicklungslabor im Hinterhof der Slonimska Piasta 17b im ostpolnischen Bialystok. Zur High End zeigte er nun zum ersten Mal einer staunenden Fachöffentlichkeit seine jüngsten wahrhaft epochalen Entwicklungen, die, davon bin ich zutiefst überzeugt, den High End-Markt grundlegend revolutionieren werden.

Drei Dinge sind es, die die Herzen wahrer Audio-Enthusiasten höher schlagen lassen:

1. Die Mondphasenlautsprecherunterstellbasen Luniphase

Michail Czyslansky

Michail Czyslansky mit seinen Luniphase Lautsprecherunterstellbasen

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Ein netter Abend…

Es gibt ja so viele gute Gründe, nett Essen zu gehen. Und mit nett meine ich jetzt nicht das vernichtende nett im Sinne von:
- “Wie war der Abend?”
- “Nett”.

Denn das weiß jede: Nett ist, so ausgesprochen, der kleine Bruder von Scheiße. Zumindest aber ist es ein qualitativ bewertendes Adjektiv, das in den seltensten Fällen angebracht ist. So zum Bespiel gingen wir vor Kurzem zwei Ehepaaren auf dem Weg zur U-Bahn hinterher. Gemeinsam kamen wir aus dem Herkulessaal in der Münchner Resisenz, hatten ein großartiges Konzert gehört, das Mariss Jansons dirigiert hatte: Schostakowitsch, Prokovjev und Strawinsky. Zugegeben – nicht jedermanns Geschmack, nicht mal Klassikliebhaber müssen sich zwingend für diese etwas kantigere Musik begeistern. Es soll ja Leute geben, die schwelgen in Beethoven, lassen sich von Mozart umspülen aber lehnen alles, was moderner als Gustav Mahler ist, einfach ab. Bitteschön, sollen sie.

Die beiden Ehepaare vor uns – auch Konzertbesucher – unterhielten sich angeregt. Als aber der eine ältere Herr zu dem anderen Ehepaar sagte: “War doch ganz nett, oder?” hätte ich ihm am liebsten in den A…h getreten.
Geht’s noch?
Ganz nett?
Was für eine unqualifizierte Bemerkung, was für eine Ignoranz, was für eine hinterweltlerische Dummheit mitten in der Großstadt. Schostakowitschs Symphonien sind ebensowenig nett wie Prokovjevs oder Strawinskys Ballett-Musik. Nett sind AndreaBocelli, Andre Rieu, Paul Potts oder David Garrett – um nicht zu sagen: ganz nett – also scheiße. Aber bitte nicht Mariss Jansons.
Manchmal ist man von echten Banausen umgeben.

Nicht so, wenn die Freunde Czyslanskys ihre Konklave abhalten. Dann ist der Abend alles andere als banausenhaft.
Man sitzt beieinander, plaudert angeregt, trinkt einen guten Schluck und erfreut sich bester Laune. Das Themenspektrum spannt sich von Frank Schirrmacher, an dessen neuestem Buch sich Christoph Witte gerade versucht, bis zur Lyrik von Peter Paul Althaus, die Tim Cole, der – wer hätte das gedacht – auch mal ein Skatturnier gewonnen hat, auswendig zu rezitieren weiß.

Man wird von der Wahl des neuen Papstes kurz unterbrochen, sinniert darüber, warum der Stuhl Petri so heißt, löst die Frage per Google und Wikipedia und lauscht bei Gefillte Fisch und dem besten Wiener Schnitzel Münchens dem einen oder anderen jüdischen Witz, über den Kollege Michael Kausch hier bereits geschrieben hat.

Hin und wieder zückt einer sein Smartphone um dem Gesprächsfluss die richtige Richtung zu weisen. Denn man hat ja soo viel vergessen mit den Jahren. Wir alle, außer Alexander Broy, werden ja nicht jünger. Schnelles Googlen hilft weiter. Und manchmal erlöst es die Besserwisser von der Sorge, sich trotz des besseren Wissens argumentativ nicht durchsetzen zu können. Dann ist ein schneller Blick auf das Display der Beweis der Stunde – sofern man denn Netz hat. Kurz: Ein netter Abend.
Die Speisekarte wird gereicht. Man wählt eine Köstlichkeit, verweigert sich dem Nachbarn und Mitbruder, die Vorspeisen zu teilen und dann könnte man eigentlich wieder zum Thema übergehen.
Wenn nicht…
Ja wenn nicht was…

Plötzlich hat Sebastian von Bomhard einen wunderbaren Lapsus in der Speisekarte entdeckt:
speisekarte

Wir alle zücken unsere Smartphones, dokumentieren das für alle Ewigkeit und nehmen uns vor, es bei passender Gelegenheit in einem Blogeintrag zu thematisieren. Nun, das sei hiermit geschehen.

Und nein, wir haben nicht den netten Kellner nach der Tagesspuppe (die man natürlich nicht mit zwei “s” schreibt) gefragt. Das war uns dann doch zu peinlich. Und wie bereits erwähnt: Wir werden alle nicht jünger.

Gegessen haben wir gut, jeder von seinem eigenen Teller.  Und der Abend war auch so ganz nett…

Wir hatten ja nichts – nicht mal Studiengebühren

Gibt es heutzutage eigentlich noch Universalgelehrte wie einst Aristoteles oder Paracelsus? Oder Philosophen, die auf verschiedenen Gebieten Genies sind?

User “allesmurks” wollte es genau wissen und hat diese Frage am o7. März 2012 ins Netz gestellt. Bekanntlich weiß und behält das Netz  nicht nur alles – es beantwortet auch alles. Und sei die Frage noch so abstrus. Die Plattform gutefrage.net ist ein hervorragendes Beispiel. Von der Lebenskrise über Reisetipps, von Therapiezweifel bis zum artgerechten Wellensittich-Futter: gutefrage.net ist eine feine Anlaufadresse für Menschen, die nicht weiter wissen, oder die zu bequem sind, sich selbst des Verstandes zu bedienen.
Czyslansky war da anders.

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Glatzkopf hilft bei Karriere und Gehaltserhöhung!

 

Glatzenträger sind stärker und erfolgreicher. Das meint jedenfalls die “Karrierebibel” (http://bit.ly/UnNDsE) und zitiert eine neue Studie: “Die kahlen Häupter wurden durchweg als dominanter, selbstbewusster und maskuliner eingestuft – im Vergleich zu größeren Männern mit vollem Haar sogar als 13 Prozent stärker.”

Vorbei also die Zeit, da man sich über schütteres Haupthaar und “Klappfrisuren”  (die verbliebene Strähne wird keck von links außen in einer zweifachen Windung  flächendeckend über das nackte Haupt gelegt um mit den äußersten Spitzen rechts außen noch Fülle zu imitieren) erheiterte? Nicht ganz, denn die Studie erleichtert das Los nur den freiwillig Beglatzten:

“Allerdings galt dies in allen Experimenten nur für Männer, die sich erkennbar den Kopf rasierten (weil zum Beispiel noch Haarstoppeln zu sehen waren), wer dagegen unfreiwillig dünnes Haupthaar hatte, wurde prompt als schwächer eingestuft.”

Also Freunde: Packt die Rasierer aus! Die Zukunft gehört den Yul Brynners dieser Welt. Die Zeit der Alt-68er ist ebenso vorbei, wie die der rauschebärtigen Oberland-Bayern. Mir kommt das irgendwie entgegen …

Geheimakte Kanaris – Entschlüsselt

Das letzte Wochenende kann man ohne Übertreibung als – zumindest für die Czyslansky-Forschung – unbedingt denkwürdig bezeichnen. Als ich die Hinterlassenschaften einer ehemaligen Studienkollegin des großen Denkers sichtete, machte ich einen wahren Sensationsfund. Mir fielen zwei Medaillen in die Hände, die das letze Puzzleteil eines der grossen Geheimnisse Czyslanskys darstellen: Eines Geheimnisses, an dem ich seit einem halben Jahrzehnt schon forsche, ohne bisher auch nur einen einzigen klitzekleinen Schritt vorangekommen zu sein, was in der Czyslansky-Forschung an sich noch nicht ungewöhnlich ist – also dass man nicht weiterkommt.

Bekannt war bisher nur, dass Czyslansky während des 2. Weltkrieges Leiter eines geheimen Forschungsprojektes war, welches sich mit Kampf- und Giftgasen beschäftigte. Dass man einen Mann wie ihn mit so etwas betraute, ist bei seiner Expertise als einer der letzen Universalgelehrten nicht weiter verwunderlich. Dennoch passt die schnöde Erfindung eines Giftgases so gar nicht in das Bild, welches wir vom sensiblen und hintersinnigen Forscher haben. Dieser Widerspruch ließ mich nicht los und ich begann dem Mysterium auf den Grund zu gehen.

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Czehn mal was auf die Ohren

Vielleicht nicht auf den Tag genau, aber es ist jetzt 30 Jahre her, dass ich mir meinen ersten CD-Spieler und eine (!) erste CD gekauft habe. Damals hat mich das als Schüler ein gefühltes kleines Vermögen gekostet. Die CD war Chariots of Fire, der Soundtrack von Vangelis zu dem gleichnamigen Film. Nicht, weil ich ein besonderer Fan davon bin, sondern weil ich mich zum einen mit den elektronischen Klängen an den damals revolutionären glasklaren Klängen berauschen konnte.

Jetzt, da überall der Abgesang der Silberscheiben in den Medien angestimmt wird, ist eine gute Gelegenheit, sich einmal mitten in meine umfangreiche CD-Sammlung zu setzen und meine Blicke schweifen zu lassen. Ist ganz schön viel zusammengekommen in den vergangenen 30 Jahren. Ist auch ne Menge wieder weg: CDs, die auf Parties verloren gingen, bei Umzügen ausgemustert und über ebay oder Flohmärkte verhökert wurden, CDs, die im Müll gelandet sind, weil sie niemand mehr haben wollte. Aber der Bestand kann sich sehen lassen – finde ich jedenfalls. Weiterlesen

Wieder aufgetaucht: Czyslanskys Koffer

Der große Moment: Czyslansky Koffer gibt sein Gehemeinis preis!

Auch wenn vieles von der Vorgeschichte des großen Vordenkers des Digitalen noch im Nebel des Vergessens liegt, so sind doch zwei  Dinge unter Czyslansky-Forschern relativ unbestritten. Erstens: Er trank oft und gerne, und zweitens war er sehr viel unterwegs – nicht immer ganz freiwillig, denn seine zeitlebens meist prekäre Finanzlage machten oft überhastete und ungeplante Abreisen nötig. Czyslansky war bekanntlich ein friedliebender Mensch, und unschöne Streitereien mit Vermietern und Hoteliers waren ihm zutiefst zuwider.

Aus Überlieferungen von Weggefährten wissen wir, dass Czyslansky stets einen geheimnisvollen Lederkoffer bei sich führte, den er niemals aus den Augen lies und mit dem er sich häufig zurückzog, um – wie er sagte – den „Geist den Digitalen“ zu konsultieren.

Der Gesellschaft der Freunde Czyslanskys ist in diesen Tagen ein etwas zerbeulter, ansonsten aber gut erhaltener Koffer aus edlem Marokkoleder zugespielt worden, der auf dubiosen Umwegen und bei Nacht und Nebel zu uns gelangte. Unter anderem lag er wohl längere Zeit in der Asservatenkammer des Prager Cimrman-Theaters und diente vermutlich davor längere Zeit als Türstopper im museo del mare trieste, dem Marinemuseum des ehemaligen K.u.K.-Kriegshafens an der Adria, wo sich Czyslanskys mutmaßlicher Urgroßvater Ludovico Czyslansky nach einer langen und erfolgreichen Karriere als Sklavenhändler zur Ruhe setzte und ein Kaffeehaus betrieb, in dem unter anderem die legendäre Triester Torte erfunden wurde. Weiterlesen

Czyslansky’s Christmas: Geschenke für Digitalomane

Alle Jahre wieder macht stellt man sich als Anhänger des großen Vordenkers der Digitalität die bange Frage: Was hätte sich Czyslansky zu Weihnachten gewünscht? So auch heuer, und nach wochenlangem Sichten des allfälligen Angebots der Techie-Branche sowie ausführlichen Selbstversuchen bin ich auf drei Dinge gekommen, die unbedingt beim Gadget-Freund unterm Baum liegen müssen.

Lieber röter als töter!

Da wäre zunächst einmal der Simvalley RX-180, das wahrscheinlich roteste Handy der Welt und vermutlich auch das winzigste. Weiterlesen

Ein Schwarzer Fleck auf der weißen Weste Czylanskys

Damit hatte ich niemals gerechnet. Ich meine, natürlich war uns, den Freunden Czyslanskys, bekannt, dass der große Universalgelehrte sich gelegentlich kompositorisch seinem Hobby Musik widmete – unvergesslich sein Concerto für Nebelhörner, Pauke und Piccoloflöte – und auch war uns bewusst, dass Czyslansky in den 50iger Jahren eine Zeit lang durchaus Sympathien für die politischen Vorgänge in der damaligen DDR hegte, aber dass er sich als Komponist und Texter des Songs “Wenn ich groß bin, gehe ich zur Volksarmee” an die sowjetimperialistischen Kinderschänder verkaufte – nein, das hatte ich nicht erwartet:

Seltsame Freunde

Viele Freunde, aber wenig Verkehr

Der Erfolg hat viele Neider, und so wundert es mich nicht, dass Google jetzt evrsucht, es Facebook nachzumachen. “Google+”, das neue Social Network-Projekt aus Mountain View, hat auch unter den Freunden Czyslanskys für Aufsehen gesorgt. Michael und Christoph sind schon “drin” (um den unvergeßlichen Boris Becker zu zitieren), Alexander und Sebastian zieren sich noch, und selbst die originale Social Media-Sau Ossi fehlt noch beim Google-Konzert.

Dafür ist aber einer dort, den man wohl am wenigsten vermutet hätte: Erzrivale Mark Zuckerberg! Das heißt: Ob der Facebook-Gründer tatsächlich die Profilseite auf Google+ eingerichtet hat oder nicht weiß keiner so genau, und aus Palo Alto   hört man dazu auch nichts. Dafür berichtet heute die “New York Times“, dass Zuckerberg-Seite mit Abstand die größte Anzahl an “Freunden” auf Google+ hat. Als ich gerade reinschaute, waren es (mit mir) 44.871.

Sonderlich auskunftsfreudig ist Zuckerberg (oder sein Surrogat) übrigens auch nicht gerade. Als Jobbeschreibung gibt er lediglich an: “I make things”. Was nicht ganz richtig ist; korrekt müsste es heißen: “I make things happen.” Und sonderlich viel Verkehr ist ansonsten auch der Seite auch nicht. Unter “Posts” steht lediglich: “There are no messages to display.”

Aber Google+ ist ja auch noch eine Baustelle.