Geschrieben von Christoph Witte am 07 Apr 2009
Online zahlt Microsoft immer noch drauf
In der Silicon Alley Insider war heute ein wirklich interessantes Chart zu finden.

Demnach hat Microsoft bis auf die Jahre 2004 bis 2006 zehn Jahre lang mit seinem Online-Geschäft saftige Verluste geschrieben. Der gleichen Quelle zufolge hat Microsoft rund acht Milliarden in seine Online-Aktivitäten investiert. Das sieht wirklich nicht nach einem tollen Geschäft aus. Klar kann man fragen, wo Microsofts andere Geschäftsfelder heute stünden, wenn das Unternehmen nicht so stark in online investiert hätten. Trotzdem haben andere, allen voran Google, Zillionen Dollar im Online-Geschäft verdient. Microsoft hat dagegen erheblich draufgezahlt. Vielleicht ist ja etwas an der Theorie, dass auch Unternehmen sich auf eine Sache konzentrieren müssen und nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen sollten. Sonst bleiben Innovationen und die Qualiät in der Umsetzung auf der Strecke. Außerdem folgt für mich aus diesen bisher fehlgeschlagenen Online-Investitionen von Microsoft, dass Software und Web sehr viel weniger gemeinsam haben, als ich bisher angenommen haben. Selbst wenn ein Unternehmen in dem einen Bereich extrem erfolgreich ist und über Jahrzehnte andere quersubventionieren kann, reichen die tiefen Taschen offenbar nicht, um im schnelllebigen Webgeschäft dauerhaft zu reüssieren, wenn man sich nicht darauf konzentriert.




