Das Passivrauch-Komplott

Wer’s glaubt, wird selig…

Wenn wir es uns hier auf czsylansky.net schon mit allen Weltverbesserern und Gutmenschen verderben wollen, dann dürfen wir auch nicht die militanten Nichtraucher vergessen. Die verbiesterten und verbohrten Miesepeter von der ÖDP und anderen Ideologenvereinen haben es geschafft, uns friedliebenden Rauchern den Tabakgenuss mittels Volksabstimmung so gründlich zu verderben, dass man sich heute als asozialer Außenseiter fühlt, wenn man auf seinem eigenen Balkon eine Zigarre anzündet. Sie haben erreicht, dass wir auf Flughäfen in raucherfüllte Glaskäfige gesperrt werden und auf Bahnsteigen in engen, gelbmarkierten Absperrzonen zusammenrücken müssen, um unser schmutziges Laster unter den vorwurfsvollen Blicken der braven Bürger zu frönen. Sie haben uns als Suchtkranke verunglimpft und erreicht, dass wir frierend vor Bürogebäude oder Kneipen stehen müssen, damit sie nur ja nichts abbekommen von unserem Zasterqualm, denn wie jeder weiß, ist der Passivrauch eines der größten Gefahren für Leib und Leben, der einem unschuldigen Nichtraucher drohen kann: Ein paarmal zu tief Luft geholt, und schon beginnt der Lungenkrebs sein unheilvolles Wuchern.

Totaler Quatsch – aber wirkungsvoll!

Woher ich das weiß? Weil mir gerade das neue Buch von Prof. Romano Grieshaber als Rezensionsexemplar auf den Tisch gelegt wurde: „Passivrauchen – Götterdämmerung der Wissenschaft“ (Publikom Z-Verlag). Und der gute Prof. holt wirklich zum Rundumschlag aus, um die Passivrauch-Lüge zu entlarven. Es gibt keine einzige wissenschaftlich haltbare Untersuchung, die eine echte Gefährdung Umstehender durch qualmende Kollegen in Büros oder Kneipen nachweist, sagt er. In Wirklichkeit hätten sich ansonsten honorige Wissenschaftler an solchen Institutionen wie dem Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von engstirnigen Antiraucher-Fundamentalisten irreführen und entführen lassen in „eine Art Glaubenstempel, in dem wissenschaftliche Studien wohl eher quasireligösen Bedürfnissen als wissenschaftlichen Ansprüchen genügen müssen.“

Nun könnte man ja andererseits entgegnen, dass der gute Professor selbst wohl eher ein geifernder Spinner sei, der nur zufällig zur Konfession der Tabakfreunde zählt. Erstens ist und war Grieshaber, wie er selbst schreibt, zeitlebens Nichtraucher. Vor allem aber: Er war der verantwortliche Leiter der Prävention und Forschung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), und damit einer der führenden Experten für Gesundheitsschutz, den es in Deutschland gibt. Nur um die Liste seiner honorigen Tätigkeiten voll zu machen: Er ist Professor für angewandte Prävention und Gesundheitsförderung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Vorstandsmitglied der Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitmedizin (FSA), Mitglied der Internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS) und Vorstandssprecher des Kompetenzzentrums für interdisziplinäre Prävention (KIP) der Universität Jena. Ach ja, er hat in Heidelberg Humanmedizin studiert und ist Leiter der „Erfurter Tage“, einer der bedeutendsten arbeitsmedizinischen Fachtagungen zum Thema Atemwegerkrankungen.

Grieshaber hat sich, wie er schreibt, sein Berufsleben lang Kausalzusammenhänge bei arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erforscht und beschrieben. Und dieser Mann behauptet, dass es keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen Passivrauch und Lungenwegserkrankungen gibt. Wer das behauptet, der lügt (das schreibt er so nicht, aber es geht implizit aus fast jeder der 280 Seiten seines Buchs hervor). Die Antiraucher glauben einfach, dass es so ist, also behaupten sie es auch. Und da es scheinbar politisch korrekt ist, es zu glauben, wagt auch niemand etwas anderes zu sagen. Wer es dennoch tut, wird entweder mundtot gemacht oder ausgegrenzt. Als Wissenschaftler könnte es das Ende der Karriere bedeuten, denn im Hochschulbereich ist die Netz der Antiraucher-Taliban besonders dicht geknüpft, wie er 2007 auf einem Symposium erleben musste, das er an der Universität Mannheim organisiert hatte, um einen Dialog zwischen den beiden Lagern anzustoßen und wo er schlicht niedergebrüllt wurde.

Das ist auch der Grund, weshalb Grieshaber erst jetzt sein Buch geschrieben hat – er ist nämlich pensioniert. Und das Buch ist wirklich lesenswert – nicht nur, weil es vorführt, wie politische Entscheidungen auf der Grundlage von halbgaren oder erlogenen Gutachten und Studien gefällt werden, sondern auch, weil es einen tiefen Einblick gibt in die Arbeitsweise seriöser Wissenschaftler, die sich im Bereich der Prävention um Erkenntnisse und Schutzmaßnahmen bemühen.

Militante Rauchgegner gehen davon aus, dass jedes leise Hauch von Passivrauch bereits schwere Gesundheitsschäden auslöst. Sie fordern deshalb völlige Rauchfreiheit am Arbeitsplatz und in der Kneipe. „Nur die Null-Exposition gewährleistet Gesundheitsschutz“, zitiert er eine Schrift des DKFZ, in der es auch heißt: „Diese sollte verwirklicht werden. Kein noch so ausgetüfteltes Ventilationssystem kommt ihr an Wirkung gleich.“

Komischerweise gilt die Forderung nach Totalverbot aber nur für Rauch. In jeder anderen Gefahrengutklasse arbeitet die Wissenschaft mit Grenz- oder Orientierungswerten. Das gilt beispielsweise für Feinstaub im Verkehrsraum genau wie für Mehlstaub in der Bäckerei – ein Gebiet, wo sich Grieshaber besonders gut auskennt dank jahrzehntelanger Praxiserfahrung.

Grieshaber bezweifelt auch die Zahlen, mit denen Rauchgegner um sich schmeißen. So behauptet beispielsweise das DKFZ, deren ehemaliger Leiter Prof. Harald zur Hausen immerhin 2008 den Nobelpreis für Medizin erhielt, in einer 2006 erschienenen und seitdem immer und immer wieder zitierten Publikation, dass in Deutschland jedes Jahr mehr als 3000 Menschen an den Folgen von Passivrauchen sterben. Prof. Katja Radon vom Uniklinium München soll laut Grieshaber beim Mannheimer Symposium behauptet haben, bei Lungenkrebs-Erkrankungen ein deutlich höheres Risiko bei Mitarbeitern in der Gastronomie nachgewiesen zu haben als bei Büroangestellten. Von den Mitarbeitern der am stärksten verrauchten Betriebe wie Diskos, Bars und Einraumkneipen sollen es sogar 22 von 1000 sein, die im Lauf eines vierzigjährigen Berufslebens an Lungenkebs erkranken.

Pech, dass Grieshaber die echten Zahlen kennt. Laut Statistik des BGN gibt es keine auffällig erhöhten Krankheitszahlen für Lungenkrebs bei Kellnern – eher im Gegenteil: im direkten Vergleich mit Dutzenden von anderen Berufsgruppen sind Kellner sogar diejenigen mit dem niedrigsten Anteil an Erkrankungsfällen überhaupt!

Das hat Frau Radon und ihre Kollegen nicht davon abgehalten, nach dem Mannheimer Symposium eine Pressemitteilung herauszugeben, in der sie fordert, eine sofortige Umsetzung ihrer Vorschläge umzusetzen, die auf ein völliges Rauchverbot am Arbeitsplatz in der Gastronomie hinausliefen. Grieshaber zitiert den Pressetext mit den Worten: „Es besteht aus wissenschaftlicher Sicht hat kein Bedarf, weitere Studien durchzuführen und Entscheidungen damit hinauszuzögern.“

Es ist diese unwissenschaftliche (man könnte es vielleicht sogar auch antiwissenschaftlich nennen) Verbohrtheit, die Grieshaber auf die Palme bringt. Nicht, dass er wirklich glaubt, daran etwas ändern zu können. Die Antirauchergesetze in Deutschland und weiten Teilen der Welt stehen, und keiner wird ernsthaft den politischen Willen aufbringen, sie zu widerrufen. Welcher Politiker sagt schon gerne: „Oops, tut mir leid – wir haben uns geirrt!“?

Wohl aber hofft der Prof, das Gewissen seiner Kollegen wachrütteln zu können. Die Forderung nach sachlicher Richtigkeit von wissenschaftlichen Ergebnissen, die als Grundlage von Gesetzen und verfassungsrechtlichen Entscheidungen wie die des BVG in Sachen Raucherschutz herangezogen werden, ist eine wichtige und legitime Forderung. Prävention ist nur möglich, wenn die wahren Ursachen von Krankheiten bekannt sind. Merke: Nicht Passivrauch, sondern Borniertheit gefährdet die Gesundheit!



Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
Tim Cole bloggt auch auf www.cole.de

99 Responses to Das Passivrauch-Komplott

  1. @Tim Cole
    nochmal sorry, habe Dich vom Tim zum Tom gemacht, sorry.
    Höre die NR schon, da hat einer sein Hirn schon blöd gequalmt, ich
    lasse ihnen den Spass, sie haben ja sonst keine Freude !!!
    Schöne Ostern
    Drive

  2. @”Paul”: Warum schreibt dann eigenlich noch im Jahr 2008 Herr Grieshaber, dass Passivrauchen nicht nachweislich schädlich ist?
    Wenn du das Buch von Prof. Grieshaber gelesen hättest und nicht nur die Propaganda der WHO/Tabakkontrolle glauben würdest, wüsstest du, dass die Passivrauch-Paranoia nichts weiter als ein gigantisches Lügengebilde ist.

    Warum suchst Du Dir nicht eigentlich eine sinnvolle Lebensaufgabe? Das Recht andere einstinken zu dürfen ist doch blöd, oder?
    Woher weißt du, was meine “Lebensaufgabe” ist und wie kommst du auf die Lüge, ich fordere “das Recht andere einzustinken”? Kannst du diese angebliche “Forderung” von mir irgendwo nachlesen? Kannst du nicht, da ich niemals eine derartige “Forderung” artikuliert habe. Aber wie auch schon weiter oben erwähnt: Wenn fanatische Gläubige keine Argumente mehr haben, greifen sie in die Polemik-Kiste bzw. verleumden Andersdenkende. Diese Haltung ist es übrigens, die mich abstößt und die ich bekämpfe. Was hat deine rein persönliche Aversion gegen Tabakrauch damit zu tun, dass Prof. Grieshaber die Lügen der Antiraucherlobby offenlegt? Wie ich schon einmal hier schrieb: Niemand bezweifelt, dass in den 80er Jahren die Tabakkonzerne ihre Interessen teilweise auch mit Unwahrheiten transportiert haben. Hier geht es aber darum, dass die Antiraucherlobby bis zum heutigen Tag die Menschen belügt und betrügt. Wenn du das wegen deiner angeblichen Befindlichkeiten gegen den Tabak gut findest – dein Ding. Ich finds nicht gut.

    Ich rauche übrigens häufig mehrere Monate nicht, genau so wie ich oft mehrere Monate lang kein After Eight esse. Lediglich bei Walkers Smoky Bacon Crisps ist meine Sucht so ausgeprägt, dass ich selten mehr als ein, zwei Tage ohne die Dinger auskomme. Und das ist wirklich ein Problem, denn ich muss mir das Zeug entweder direkt aus UK oder von einem Distributor in Deutschland schicken lassen.

    Übrigens: Auch in den Zeiten, in denen ich nicht rauche, bevorzuge ich Lokale und Örtlichkeiten, in denen geraucht wird. Ich komme mir dabei nicht “eingestunken” vor. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich in der Lage bin, die Paranoia von selbsternannten Heilsbringern und Antiraucherlobbyisten nicht mitzumachen.

  3. Können wir bitte ein für allemal festhalten: Andere “einzustinken” ist unhöflich und zeugt von schlechter Kinderstube, egal ob man das mit Tabakrauch oder mit Achselgeruch oder ungeputzten Zähnen tut. Und wer anderen “Rauch ins Gesicht bläst”, wie es hier ein paarmal behauptet wurde, ist ein Rüpel und begeht sogar schlimmstenfalls Körperverletzung.

    Etwas ganz anderes ist (oder wäre) es, wenn Rauchern erlaubt würde, in aller Ruhe unter sich in dafür reservierten und abgeschlossenen Räumen zu rauchen, so wie beispielsweise im Münchner Flughafen. Die Nichtraucher dürfen dann gerne kopfschüttelnd vorbei laufen und sich moralisch überlegen fühlen. Und wenn sie dabei mal einen Hauch von Zigarettenqualm in die Nase bekommen, der durch den Türschlitz entweicht: Sie werden es überleben – jedenfalls wenn Prof. Grieshaber Recht hat, wovon ich nach der Lektüre seines Buches ausgehe.

    Wenn aber Passivrauch nachweislich unschädlich ist (wovon ich aus dem gleichen Grund ausgehe) und eine radikale gesellschaftliche Randgruppe verbietet den Rauchern trotzdem aus offensichtlich weltanschaulichen Gründen ihren Spaß, dann ist das moralisch unanständig.

    So, ist das jetzt deutlich genug zusammengefasst? Dann schlage ich vor, wir wenden uns wieder dem richtigen Leben zu ;-)

  4. Diese geistige Armut kotzt mich an!

    Was bitteschön geht mein Kleiderschrank jemand anderen als mich an?

    Keiner wird gezwungen (und ich würde solche Gestalten auch niemals in mein Haus geschweige denn in mein Schlafzimmer lassen) ihre Nase in meinen, ich betone “meinen”! Kleiderschrank zu stecken.

    Auch das “Knoblauchargument” stinkt zum Himmel, wer riecht denn jeden Tag stundenlang die “Knoblauchausdünstungen” seiner Mitbürger?

    Und ich schreibs nochmal, welcher Nichtraucher wird gezwungen in eine Raucherkneipe zu gehen?

    Es gibt inzwischen sehr viel mehr “Nichtraucherdestinationen” als Orte, an denen geraucht wird.

    Was wollen diese, mir fällt gerade keine passende Bezeichnung für die gemeinten “Zeitgenossen” denn eigentlich noch?

    Ich verate es Euch:

    Sich in Dinge einmischen, die sie absolut nicht tangieren!

    Da ich (“leider”) eine gute Erziehung genossen habe verbietet mir diese, den genannten Personenkreis mit dem für ihn passenden Ausdruck zu belegen….

  5. Zusammmenfassend ist zu sagen:

    Wenn sich jeder nur um seinen eigenen (also den nur ihn direkt tangierenden) Dreck kümmern würde wäre die Welt um einiges einfacher.

  6. Dieter Jaeger

    Die Sache mit dem “stinkenden Qualm” sollte man auch nicht einfach so stehen lassen.

    Es ist nicht viel mehr als 60 Jahre her, da ließ der Autor J.R.R. Tolkien seinen braven Gimli die Erwartung der Genüsse, die ihm nach langer mühevoller Reise zuvorderst erwähnenswert erschienen, mit den Worten zusammenfassen: “Prasselnde Kaminfeuer, Malzbier, gut abgehangenes Fleisch …”.

    Die Vorfreude auf eine gute Pfeife nach den genannten Genüssen hielt er, der Pfeifenraucher, wohl für so selbstverständlich, dass er es nicht für nötig erachtete, dies seiner Aufzählung hinzuzufügen.

    Dem heutigen, “modernen” Menschen würde diese Aufzählung wohl eher einen Schauder des Grauens hervorrufen. Das prasselnde Kaminfeuer erscheint in seiner Vorstellung eher als eine Kanzerogenschleuder, der unvermeidliche Qualm desselben würde ihn wohl mehr um seine weißen Tapeten fürchten lassen, das Malzbier dürfte er mehr als Störgröße empfinden, die seinen Kalorienplan durcheinander bringt, und die Erwähnung des “roten” Fleisches lässt ihn sicher an eine der neusten “Studien” erinnern, die mit so unbestechlicher Wissenschaftlichkeit nachwiesen, das dessen Verzehr mit Krebs und Herzinfarkt zu bezahlen sei. Und über die Pfeife schweigen wir besser ganz.

    Muss dieser Paradigmenwechsel in diesen Ariel geplagten und mit Persil rein gewaschenen Jahrzehnten wirklich verwundern? Nein, denn Gestank als Ausdruck der Abneigung existiert ja nicht wirklich, es ist nichts als eine Bewertung, die ein Geruch in unserem Hirn erfährt. Und warum sollte da die pausenlose Prograganda in Film, Presse, Werbung und Fernsehen nicht Wirkung zeigen. Dem dort vermittelten Lebensbild ist Genuss bestenfalls noch vorstellbar als “Wellness” oder schweißtreibendes Jogging, weil beides wenigstens der Ertüchtigung dient. Die Ertüchtigung für den eigentlichen Zweck des Daseins, nämlich die rastlose Arbeit und die Behauptung in der Konkurrenz der Arbeitskraft, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Ja selbst die Vermittlung des Sex als erweitertes Wellness durch die heutige mediale Welt fügt sich nahtlos in diesen säkular gewendeten Puritanismus ein.

    Nun wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, wo Tabakgeruch erfolgreich mit dem Begriff “Gestank” assoziiert wurde und nicht wie bei mir älterem Semester z.B. der Geruch nach Zigarren mit der liebevollen Beziehung zu meinem Großvater in Verbindung steht, da müssen wir sicher auf die neue Gefühlswelt Rücksicht nehmen. Aber ganz sicher keine Rücksicht bis zur Selbstaufgabe, wie Politik, WHO und der gesundheitsindustrielle Komplex dies von uns einfordern will.

    Nein, diesen Gesslerhut grüßen wir nicht.

  7. @Drive, ja ich muss bei sehr vielem dabei sein. Tatsächlich nicht bei allem, aber eine recht häufige Präsenz wird von mir erwartet.
    Als Vorstand in ehrenamtlichen Vereinen, mit dem Ziel der GEMA ein Schnäppchen zu Schlagen und doch noch ein Festzelt finanziert zu bekommen (Was sie mit allen Mitteln zu verhindern suchen), bleibt einem eine gewisse Kontaktaufnahme zu anderen Vereinen und Interessengruppe nicht erspart.

    Wie ich in meinem ersten Kommentar, leider nicht klar genug ausgedrückt, gesagt habe, sind mir Freiluftqualmer recht egal. Auch in Festzelten und vielen anderen Anlässen kann ich Raucher sehr gut ohne Tolleranz ertragen. Ich empfinde es erst als tollerant, wenn ich es ignoriere und aushalte obwohl es mich stört. In Festzelten, an der frischen Luft und weiteren Orten stört es mich, dank der hohen Decken (im freien sind sie wahrlich hoch), nicht im geringsten.
    Ausgenommen dem anfänglichen Kommentar von SvB bezüglich der Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche – ich glaube dieses Argument kann so schnell keiner entkräften.

    Es bleiben neben den geräumigeren Lokalitäten aber noch genug kleinere Räume und Veranstaltungen, wo die Luft die Qualität von Schmirgelpapier bekommt. Dort kann man den Zigarettenqualm oft mit dem Brotmesser in kleine Stücke schneiden, in einen Kartoffelsack stecken und nach draußen tragen. Das sollte doch selbst Raucher stören, wenn die Luft so gesättigt ist, dass für das Ausgehen der Zigarette nicht mehr die in Deutschland inzwischen vorgeschriebenen Brandschutzringe verantwortlich sind.

    Naja ich Gönne jedem Raucher sein Vergnügen. Wenn die angesprochenen Raucherclubs eine entsprechende Lüftung besäßen, würde ich mich sogar da rein trauen ohne zu murren. Ein bisschen gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz, und das Problem wäre keins.

  8. @Tim Cole,Deregulus,Dieter Jaeger
    Super Kommentare, nur das kommt bei den NR nicht an. Die sind einfach
    dagegen. Jetzt sind es die Raucher, bald werden es andere “Laster” sein.
    Evtl. die Viel-Esser-Fresser, z.B. Schweinehaxe mit Aufkleber: Friß nicht soviel, ich muss Dich anschauen.
    Ich habe es aufgegeben mit NR einen sachlichen Dialog zu führen, im
    Sommer, wenn ich im Straßencafe rauche und angemotzt werde, das bleibt nicht aus, verweise ich auf die Innenräume, die haben sie sich rauchfrei erkämpft dann können sie von ihrem Recht Gebrauch machen.
    Schöne Ostern
    Drive

  9. Es ist schon traurig und lässt tief in demokratisch etikettierte Staaten blicken, dass heutzutage das Menschenrecht, Grundrecht, Verfassungsrecht der freien Meinungsäußerung ohne Repressalien seine Gültigkeit erst ab der Pensionierung (zwangsläufig) gewährt wird, weil man dann nicht mehr mit Berufsverbot und daraus resultierender Armut erpressbar ist.

    Fröhliches Eiersuchen
    Carolus Magnus
    sackstark.info

  10. Rolf aus München

    Wenn ich dicht gedrängt früh morgens in der U-Bahn stehe und jemand nach Knoblauch riecht wird mir schlecht. So kurz vorm Übergeben. Wenn einer niest und hustet habe ich ein ungutes Gefühl beim einschnaufen der Luft. Bzw. stecke mich an. Usw.Usw. Aber so ist das Leben nun mal.

    Würde man alles so konsequent verfolgen wie den Nichtraucherschutz und wäre man wirklich besorgt um die Gesundheit, so würden wir alle mit staatlich verordneten Helmen, Schutzkleidung mit Protektoren und Atemmasken rumlaufen müssen. Jeder hätte einen implantierten Chip, der die Blutwerte misst und an die stattliche “Gesundheitsüberwachung” sendet.
    Fehlernährungen wie z.B. Alkohol, Fett oder Süßes werden mit Geldstrafen belegt.

    In Wohngebieten dürfen keine Autos mehr fahren. Der Computer, Fernseher und Handy würden sich nach einer Stunde aus Gesundheitsgründen automatisch ausschalten. Alle riskanten Sportarten wären verboten…..

    Also Leute geht in Euch und fangt wieder das Denken an!

  11. @Werner N.: Bitte verzeih meinen etwas flapsigen Ton. Meine persönliche Feststellung ist halt, dass der Raucher das nicht als sooo unangenehm empfindet. Heute war ein herrlicher Frühlingstag, war unterwegs mit Fau und Kind. Im Park …die ersten Bäume blühen, es duftet herrlich. Dann kommt im Park ein Raucher vorbei. Bäng … stinkt. Keine Paranoia, kein Hass, mein subjektives Empfinden, MEIN eigenes Gefühl. Das Teile ich mit vielen, vielen Nichtrauchern. Rauchen kostet Geld und stinkt. Mir persönlich fremd so einen Quatsch zu machen. Bitte, ist DEINE Freiheit (?) und Du darfst es tun. Ist doch toll! Wenn Du oder ein anderer Raucher für diesen Mist sein Geld ausgeben will. Ist sein Recht, geschenkt!

    Da ich mit wissenschaftlicher Literatur umgehen kann – ich habe das gelernt – werde ich keine Zeit für die Lektüre Grieshabers verschwenden. Nein, das ist keine Arroganz.

    Warum muss man DAS Werk von Grieshaber nicht lesen?

    Easy. Man kann sich über die Dekundärliteratur ein schnelles Bild machen. Bereits in den sechziger Jahren wurden durch die Tabakindustrie (sic!) Untersuchungen gemacht, dass Passivrauchen schädlich ist. Diese Untersuchungen sind in dem von mir veröffentlichten Link nachzulesen. Deshalb konnte nach einem Rechtsstreit die Tabakindustrie verpflichtet werden, folgendes zu veröffentlichen:

    “Fachleute des Gesundheitswesens sind zu dem Schluss gekommen, dass Passivrauchen bei erwachsenen Nichtrauchern Erkrankungen wie Lungenkrebs und Herzkrankheiten verursacht und bei Kindern Leiden wie Asthma, Atemwegsinfektionen und -beschwerden, Husten, Mittelohrentzündung sowie den Plötzlichen Kindstod verursacht. Des Weiteren sind Fachleute des Gesundheitswesens zu der Überzeugung gelangt, dass Passivrauchen Asthmaleiden bei Erwachsenen verschlimmern und Reizungen von Augen, Hals und Nase verursachen kann. ”

    Link:
    http://www.pmi.com/deu/tobacco_regulation/smoking_and_health/pages/secondhand_smoke.aspx

    Lügt hier die Tabakindustrie etwa?
    Sowas steht doch auf einigen Packungen drauf. Nur so zum Spaß? Oder können einige hier nicht lesen?

    Warum behauptet die BGN etwas anderes? Schau Dir mal die beiden Berichte zu dem Thema an (2008 und 2011, mein Link). Du bist doch ein wacher Geist? Fällt Dir was auf? Richtig, 2011 wirst Du mit Zahlen und Statistiken beworfen, die kein Mensch versteht. Geschweige denn ein Kellner oder ein Koch in der Lehre. Warum?

    Eine hinreichende Antwort läßt sich hier finden:
    http://lobbywatch.wordpress.com/2009/12/21/tabaklobbyismus-gequassel-fur-den-qualm/

    Ich zitiere:
    “Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten bietet sich als Bündnispartner der Tabaklobby besonders an, weil sie ein Eigeninteresse daran hat, das Passivrauchen als harmlos einzustufen. Andernfalls müsste sie als gesetzliche Unfallversicherung der Beschäftigten im Gastgewerbe womöglich für die Folgekosten beispielsweise von Lungenkrebs aufkommen.”

    Aha! Das wären für die BGN richtig tolle Beträge! Das heißt, dass Gastronomie Personal, das in Folge des Passivrauchens erkrankt vom BGN NICHT entschädigt werden müssen, dank Herrn Dr. Grieshaber.

    Wenn dies “Freiheit und Toleranz” ist (Toleranz wird nur mit einem “l”, Tollhaus aber mit zwei geschrieben!), von denen hier schwadroniert wird, bekomme ich leichte Krampferscheinungen. Hier macht sich Grieshaber dann zum Mitdiener eines Schwindels. Nicht schön….

    Trotzdem alles Schöne in diesem Frühling
    Paul

  12. @Carolus: Wenn Du Dir die Mühe gemacht hättest. meinem Link zu folgen, wüsstest Du, dass Grieshabers Nachweise auch heute noch bei der BGN Bestand haben. Dr. Grieshaber darf sein Buch selbstverständlich veröffentlichen. Das Recht auf Meinungsfreiheit oder – wie hier dann gern betont wird – DAS Grundrecht wurde niemals beschnitten. Im Gegenteil Griehaber wurde für seine eher schludrige Arbeit ordentlich entlohnt. Akademisches Abwatschen eines großen wissenschaftlichen Unsinns ist aber auch eine durch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gesicherte Sportart der Wissenschaft. Bitte das nicht verwechseln.
    Die Meinungsfreiheit garantiert uns das Recht unsere Meinung zu äußern, stiehlt uns aber nicht die Verantwortung die Konsequenzen unserer Äußerung ertragen zu müssen.

    Einen schönen Tag
    Paul

  13. Dieter Jaeger

    Paul, Deine Logik hinkt wie der Leibhaftige.

    Gleich, wie es um den Wahrheitsgehalt der Passivrauchtheorie bestellt ist, man darf wohl sicher davon ausgehen, dass die Tabakindustrie dies nicht freiwillig veröffentlicht hat, denn welches Interesse sollte sie daran entwickeln, die Absatzchancen ihrer eigenen Produkte zu vermindern?

    Nehme doch Dein eigenes Zitat ernst:

    “Fachleute des Gesundheitswesens sind zu dem Schluss gekommen …”

    Die Tabakindustrie behauptet demnach keineswegs IHREN Erkenntnissen nach wäre Passivrauch schädlich, sondern sie stellt lediglich fest, dass dies die Meinung von “Fachleuten des Gesundheitswesens” sei. Und wenn man gewillt ist, zwischen den Zeilen zu lesen, so klingt das so ziemlich wie “die Wissenschaft hat festgestellt …”.

    Und die “Fachleute”, die dies immer wieder und wieder feststellen, sind sie wirklich die Ritter der Wahrheit, so ganz ohne eigene Interessen? Was ist mit dem gesundheits-industriellen Komplex, der sein Geld nicht unwesentlich damit verdient, den Leuten einzureden, dass sie krank sind und der Hilfe durch Arzt und Medikament, Yoga und Biowurst bis hin zu Selbsterfahrungsgruppe und Urschrei benötigen. Und passt in diese Geschichte von tausend und eine Nacht nicht die Mär vom Passivrauch wunderbar hinein? Lässt sich die unersättliche Gier dieses Komplexes nicht bestens stillen mit Rauchentwöhnungsmitteln und -kursen, mit nichtsnutzigen Studien, mit Absatz von Vitaminpillen (sollen ja Lungenkrebs vorbeugen) und vielem desgleichen mehr?

    Und die Verbindung von den Institutionen, die die Tabakkontrolle führend betreiben, wie WHO und DKFZ zu diesem Komplex ist doch nicht unbekannt. Schon die “Schweinegrippe” vergessen?

    Wenn Du wissen willst, wer die beste Wurst in der Stadt macht, fragst Du doch auch nicht Deinen Metzger. Und aus gleichem Grund kann sich der, der die gesundheitlichen Wirkungen des Tabaks ergründen will, wohl kaum auf die Antworten von weder der Tabakindustrie noch Tabakkontrolle verlassen. Das wäre einfach nur naiv.

    Wer es wirklich wissen will, muss sich schon inhaltlich mit den Argumenten aller Seiten auseinandersetzen.

    Und wenn nicht, das eben deshalb nur, weil er ungetrübt zu glauben wünscht.

  14. @Paul: Dieter hat das meiste schon gesagt. Ein paar Ergänzungen: Ich habe in einem anderen Beitrag schon darauf hingewiesen, dass ich es nicht für einen sachlichen Diskussionsstil halte, Inhalte eines anonymen Hetzblogs ohne Impressum als “Argument” zu zitieren. In diesem Fall werde unter anderem ich in diesem Blog verleumdet und verunglimpft – und daher weiß ich, dass dort gelogen wird. Also bitte entweder seriöse Quellen oder Sie müssen sich vorwerfen lassen, nicht sachlich diskutieren zu wollen.

    Warum Philip Morris irgend etwas schreibt, weiß ich nicht, ich habe keinerlei Kontakte zu dieser Firma. Man kann vermuten, dass das in diesem Vergleich mit hineingeschrieben war, oder sie schreiben es, um langfristigen Gerichtsverfahren aus dem Weg zu gehen oder was weiß ich. Was Philip Morris auf seiner Webseite schreibt ist für mich aber keine Diskussionsgrundlage, genauso wenig wie die Propaganda der WHO/Tabakkontrolle für mich Grundlage sind.

    Ihr Hinweis mit den Zigarettenschachteln ist lächerlich. Sie sollten wissen, dass die Texte von der EU vorgegeben sind.

    Niemand zwingt Sie, das Buch von Grieshaber zu lesen. Es würde auch Ihr Weltbild gewaltig ins Wanken bringen und es ist menschlich verständlich, dass sie das gar nicht wissen wollen.

    Was Sie und die Mainstream-Medien als “Experten” und “Fachleute” bezeichnen, sind Lobbyisten der WHO/Tabakkontrolle wie z.B. Frau Martine Pötschke-Langer. Deren Job ist es, die Interessen der WHO/Tabakkontrolle zu verbreiten und nicht wissenschaftliche Erkenntnisse. Und zugegeben, diesen Job behrrschen sie perfekt. Haben sie doch mit der Lüge, in Deutschland würden jährlich 3.301 (nicht 3.300 und auch nicht 3.302, sondern genau 3.301!) Menschen an Passivrauch sterben, große Teile der Politik auf ihre Seite gezogen. Dabei müsste eigentlich jeder, dessen IQ über 5 Meter Feldweg liegt, begreifen, wie verlogen diese Behauptung ist.

    Es wurden gerade einmal 7.124 Personen als Grundlage dieser “Studie” ausgewählt, also nur 0,009 Prozent unserer Bevölkerung, sowie eine Stichprobenanalyse aus dem Jahre 1998. Aus einem Mischmasch dieser Zahlen wurde dann die Anzahl der sogenannten Passivraucher geschätzt. Völlig unsinnige Hochrechnungen und wirre Zahlen wurden dann in eine Formel gepresst, die die Zahl 3.301 ausspuckte.

    Welcher Faktor das Lungenkrebsrisiko von Passivrauchern erhöhen soll, wurde mit den Daten des Krebsregisters des Saarlandes ermittelt (Saarland hat, aus welchen Gründen auch immer, die höchste Lungenkrebsrate Deutschlands. Antiraucher behaupten, das liege daran, dass Luxemburg so nah sei wo Zigaretten billiger seien). Alle anderen Bundesländer wurden nicht berücksichtigt. Die Daten zu Ursachen und Häufigkeit von Herzinfarkt und Schlaganfall basieren auf Erhebungen einer einzigen Stadt, nämlich Augsburg (Warum gerade Augsburg?). Und dass in dieser Statistik zwei Drittel der Menschen über 75 und ein Drittel über 85 Jahre alt sind ist ein weiterer Beweis dafür, dass es bei dieser Studie nicht um wissenschaftliche Arbeit ging, sondern einzig und allein darum, Zahlen so hinzubiegen dass man eine Grundlage für die Rauchverbote hatte. Übrigens – und das ist fast der Gipfel, liegen die Todesfälle dieser “Passivraucher” über de durchschnittlichen Todesfällen in Deutschland. Man könnte also sogar behaupten, Passivraucher leben länger.

    Ich möchte nicht wissen, wie die Passivrauchgläubigen über eine derartig ungenaue (um nicht zu sagen gefälschte) “Studie” herfallen würde, wenn sie nicht von der WHO/Tabakkontrolle gekommen wäre.

  15. Kleine Korrektur: Frau Pötschke-Langer heisst Martina und nicht Martine und die Anzahl der Todesfälle der “Passivraucher” liegt unter dem Durchschnitt der Todesfälle in Deutschland. (Ich sollte nicht schneller tippen als meine Tastatur das mitmacht :-) )

  16. Freise Eberhard

    Ihre Werbung für das denialistische neue Werk von Grieshaber können Sie sich wirklich sparen. Er hat jahrelang für die BGN gearbeitet, die eng mit der Tabakindustrie verbandelt ist:

    Seine “Wahrheiten” sind nichts weiter als Volksverdummung, wie man hier sieht:

    “Die BGN (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten) hat noch NIE eine in der wissenschaftlichen Fachwelt anerkannte Arbeit veröffentlicht, sie bringt lediglich auf ihrer eigenen Homepage irreführende Tabakpropaganda in Umlauf.

    In einer neuerlichen pseudowissenschaftlichen Veröffentlichung zum Thema Passivrauchen und Lungenkarzinom begeht die BGN eine weitere vorsätzliche Irreführung der Bevölkerung.

    Wer eine Milchmädchenrechnung aufmacht, kalkuliert mit unsicheren Fakten, ignoriert dies aber und redet sich das zu erwartende Ergebnis schön. Nichts anderes tut dieses Pamphlet, das offensichtlich aus der Feder des Herrn Professor Grieshaber stammt. Anscheinend hat der es aber diesmal versäumt, seinen Namen darunter zu setzen.

    Es ist wirklich haarsträubend zu lesen, welch abenteuerliche Berechnungen angeführt werden, die der Verfasser selbst allem Anschein nach für „Wissenschaft“ hält, um allgemeine Verwirrung bei leichtgläubigen Nikotinopfern zu erzeugen.

    Exemplarisch soll hier nur ein Fehlschluss aufgezeigt werden, um der wissenschaftlichen Fachwelt, die sich mit dem ehrenwerten Herrn Grieshaber sicherlich noch auseinander setzen wird, nicht vorzugreifen.

    Auf Seite 5 des Pamphlets der BGN lesen wir:

    „Bei exponierten Versicherten im Gastronomiebereich können auf der Grundlage tatsächlicher Daten nur 2 Lungenkarzinom-Erkrankungsfälle/100.000 ermittelt werden. D. h., dass bei 2 Mio. Versicherten, die exponiert sein können, insgesamt ca. 40 Fälle/Jahr auftreten. Bei diesen 40 Fällen sind Raucher und Nichtraucher zusammengenommen.“

    Nach der Milchmädchenmethode der BGN können diese 40 Fälle/Jahr bei 2 Mio. Versicherten auf die 80 Millionen Deutschen hochgerechnet werden: Somit dürften dann nur 1600 Lungenkarzinom-Erkrankungsfälle, Raucher und Nichtraucher zusammengenommen, in Deutschland auftreten. Tatsächlich vermeldet das Statistische Bundesamt jedoch 40.000 Fälle pro Jahr, also 25 mal soviel, wie die BGN hier vorgaukelt.

    Was bedeutet das? Die BGN macht hier die Aussage, dass der Durchschnittsdeutsche ein um den Faktor 25 höheres Lungenkrebsrisiko im Vergleich zu den Gastronomiebeschäftigten hat.

    Diese Aussage der BGN ist lächerlich. Die „Wissenschaftler“ der BGN haben sich mit dieser Aussage bis auf die Knochen blamiert.

    Jeder blutige Laie kann durch eine Minimalrecherche feststellen, dass Lungenkarzinom-Erkrankungsfälle eine Latenzzeit von 20 bis 50 Jahren haben und deshalb gehäuft erst ab einem Alter von 60 bis 65 Jahren auftreten. Die Geschädigten, die Herr Grieshaber, Präventionsleiter der BGN, nicht finden kann (oder will) sind bereits im Ruhestand und zählen somit nicht mehr zu den Versicherten der BGN. Hinzu kommt die hohe Personalfluktuation von der Gastronomie hinein in andere Branchen, so wie der hohe Anteil an Minijobbern, die in der Versichertenstatistik der BGN überhaupt nicht auftauchen. Entscheidend ist auch die Alterstruktur des Gaststättenpersonals, im Gastronomiebereich: über 90% der Angestellten sind dort jünger als 45 Jahre.

    Aus einer Stellungnahme von Prof. Dr. Dennis Nowak, Direktor des Institutsfür Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, geht die Intention der BGN klar hervor:

    Warum bekämpft eine Berufsgenossenschaft die Prinzipien der Prävention? Wenn die Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe (MAK-Kommission) der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die International Agency for Research on Cancer (IARC) auf einer umfassenden internationalen Datengrundlage feststellen, dass Passivrauch ein erwiesenes Humankanzerogen ist, gibt es nur eine einzige logische Konsequenz für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten, vorrangig in der Gastronomie: Expositionsminimierung, die in diesem Fall durch ein Rauchverbot für Restaurant- und Kneipenbesucher zudem vergleichsweise leicht und praktisch kostenlos umsetzbar ist und weltweit in vielen Ländern längst betrieben wird. WHO und die UN-Mitgliedsstaaten, also auch die Bundesrepublik Deutschland, haben im Juli 2007 eine Leitlinie zum Schutz auch vor beruflicher Passivrauchexposition beschlossen. Was treibt die Präventionsabteilung eines Unfallversicherungsträgers, hier einen Gegenkurs zu fahren und ein gesichertes Humankanzerogen zu verharmlosen? Warum stellt sich die BGN nicht schützend vor ihre Versicherten? Ich bin betroffen und bestürzt, dass so etwas hierzulande heute noch geschehen kann. Die BGN negiert ihre Fürsorgepflicht für Hunderttausende von Beschäftigten in der Gastronomie, die täglich über viele Stunden an den am stärksten Tabakrauch-belasteten Arbeitsplätzen in Deutschland arbeiten müssen. Damit vertritt sie die Position der in ihrem Aufsichtsgremium sitzenden Tabakindustrie. Auch wenn die BG allein von den Arbeitgebern bezahlt wird, ihre Verpflichtung gilt dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten in den Mitgliedsbetrieben.

    Verharmlosen, verleugnen, irreführen: Die Strategie der BGN deckt sich mit den unlauteren Methoden der Tabakindustrie, die über Jahrzehnte hinweg die Bevölkerung für dumm verkauft hat.”

    Quelle: http://passivrauchen.wordpress.com/category/pseudowissenschaftler/

  17. Dieter Jaeger

    Gütiger Gott, soviel Anwürfe und als Beweis wird lediglich die Untersuchung der Krankenhausdaten durch die BGN angeführt, die ihrer Meinung nach nicht stimmen kann.

    Diese Ansicht beweist aber lediglich, dass sie nicht rechnen können, denn wie in dem Buch dargelegt, wurden in der Untersuchung nur die Erkrankten bis 59 Jahre untersucht, weil die Daten der Personen im Ruhestand sich nicht zuordnen lassen. In der Allgemeinbevölkerung treten im Alter von bis 59 Jahre etwa 20% (männlich, 2006) aller Lungenkrebsfälle auf, die anderen in späterem Alter. Das ist nicht der überwiegende Teil, aber auch kein kleiner Prozentsatz. Die Erkrankungsrate der bis 59-jährigen männlichen Personen beträgt in der Allgemeinbevölkerung 24,7 Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Erkrankungsrate für die entsprechende Altersgruppe der männlichen Kellner hingegen nur 11,5 Fälle pro 100.000. Bei den weiblichen Personen sind die Verhältnisse ähnlich. Ihre Hochrechnung ist also sachlich falsch und dient nur der Irreführung.

    Untersucht wurden die Daten von knapp 95.000 Kellnern, eine so grosse Stichprobe, dass für den Zufall nicht mehr allzu viel Raum bleibt. Es ist deshalb mehr als unwahrscheinlich, dass ausgerechnet bei Kellnern die Verteilung des Erkrankungsalters so drastisch von dem der Allgemeinbevölkerung abweichen soll, dass sich bei ihnen die Erkrankungen in späteren Jahren häufen und somit die unterdurchschnittliche Sterberate bis 59 übers Ganze gesehen wieder ausgleichen könnte.

    Und das noch unter der Bedingung, dass die Rate der aktiven Raucher unter den Kellnern, wie im Buch angegeben, deutlich höher ist, als die der Allgemeinbevölkerung.

    Ein 100%iger Beweis ist das natürlich nicht, das behauptet auch Grieshaber nicht, aber eine 2,5-fach kleinere Sterberate ist dennoch ein starker Hinweis dafür, dass mit der Passivrauchthese etwas nicht stimmen kann. Ein so starker Hinweis, sogar eine nennenswerte Gesundheitsgefährdung durch das aktive Rauchen in Zweifel ziehen zu können. Denn wenn Rauchen wirklich die so herausragende Ursache für Lungenkrebs wäre, wie die offizielle Lehrmeinung das darstellt, wie könnte ein so große, deutlich stärkere belastete Gruppe eine derart viel kleinere Erkrankungsrate als die Allgemeinbevölkerung aufweisen. Das lässt sich dann auch nicht mehr durch Flukutationen erklären, die in dieser Branche vielleicht größer als üblich sind.

    Aber natürlich, der ernsthaft Gläubige wird niemals zweifeln. Ihm genügt es, dass Tabakqualm stinkt, und was stinkt muss auch gefährlich sein.

  18. Dieter Jaeger

    Ein kurzer Nachtrag. Die angegebenen Zahlen stammen alle aus dem Buch von Grieshaber. Was in der Auswertung nicht berücksichtigt ist, ist die verschiedene Altersstruktur der Kellner und der Allgemeinbevölkerung.

    Rechnet man die rohe Rate der Kellner um auf eine gleiche Altersstruktur, dann ergibt sich für die männlichen Kellner eine Erkrankungsrate von 19.8 pro 100.000. Der Rate der Allgemeinbevölkerung beträgt wie angegeben 24,7 pro 100.000 bei einer Raucherrate von durchschnittlich 38% laut Buch bei der Gruppe der bis 59-jährigen. Die Raucherrate bei Kellnern beträgt 52% laut Buch. Entsprechend dieser höheren Belastung ergäbe sich dann eine zu erwartende Erkrankungsrate von ca. 29 pro 100.000, wenn man die offiziellen relativen Risiken für das Rauchen unterstellt.

    Also 29 pro 100.000, die man erwarten müsste und 19,8 pro 100.000 tatsächlich. Also auch dann, wenn man die Auswertung verfeinert, ergibt sich immer noch ein Faktor von 1,5, um den die Rate bei den Kellnern zu klein ist.

    Also auch eine detailliertere Auswertung ändert nichts an den Schlussfolgerungen, die Grieshaber in seinem Buch zieht.

  19. Freise Eberhard

    Wenn Ihre Zahlen so viel Sinn machen, warum wurde es nicht längst in einem medizinischen Journal veröffentlicht? Es macht absolut keinen Sinn, aus 11 oder 24 Fällen von Lungenkrebs (in welchem Zeitraum überhaupt?) irgend etwas ableiten zu wollen. Eben weil viele Lungenerkrankungen eine lange Latenzzeit haben, treten sie meist erst mit 60-70 auf. Neben Lungenkrebs ist vor allem COPD zu nennen.

    Herzinfarkte hingegen gehen schlagartig signifikant zurück, nachdem konsequente Rauchverbote eingeführt werden. Die kürzlich in Deutschland vorgestellte Studie dazu bestätigt frühere Untersuchungen aus zahlreichen anderen Ländern wunderbar:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,821071,00.html

    Das ist noch nicht alles: auch die Zahl der Frühgeburten sinkt, die Zahl Jugendlicher Raucher geht zurück und die Zahl der Kinder, die in den eigenen vier Wänden beraucht werden, geht ebenfalls zurück.

    Würden Sie die Lungen-Erkrankungen im Alter – je nach Belastung der vergangenen Jahrzehnte in den Fokus nehmen, sähe das Bild völlig anders aus – nämlich so wie die Realität!
    Doch Sie behaupten ja sogar, Rauchen würde vor Lungenkrebs schützen und glauben es vermutlich selber sogar. Eine geradezu dumm-dreiste Behauptung, wenn man sich sämtliche Studien und nicht zuletzt die vielen leidenden Opfer des Tabaks ansieht…
    Leuten wie Ihnen ist nicht mehr zu helfen.

    Denn gläubige Denialisten und Verschwörungstheoretiker drehen stets alles so hin, dass ihr verqueres Weltbild wieder richtig gestellt wird. Sie machen uns auch glaubhaft, dass die Erde eine Scheibe ist oder lediglich 5000 Jahre alt – dass Ihre Statistiken (bewusst oder unbewusst?) voller Fehler und einseitigen Behauptungen stecken, ignorieren Sie einfach. So behauptete die BGN z.B., der Anteil der Raucher unter Kellnern wäre bei 60-80% (!). Dabei findet man in keiner Berufsgruppe derart hohe Raucher-Anteile. Bei Köchen liegt der Anteil z.B. gerade einmal bei 49% (2005).

    Wenn Sie sich über das natürliche Geruchsempfinden “Tabakrauch stinkt” lustig machen, frage ich Sie etwas ganz Bodenständiges: warum wohl hat Mutter Natur uns einen Geruchssinn gegeben, der uns vor schädlichen Stoffen warnen soll? Warum wohl spüren wir ein Kratzen im Hals oder haben gerötete Augen, wenn wir uns in total verqualmter Luft aufhalten? Weil es so gesund ist? Mit Sicherheit nicht. Bevor Sie versuchen, sich die Welt schön zu rechnen, sollten Sie vielleicht zu den primitivsten und einfachsten Logik-Zusammenhängen zurück kehren. Dass der menschliche Geruchssinn gewisse Stoffe schon weit unterhalb der schädlichen Dosis wahrnehmen kann, andere Substanzen wie z.B. CO hingegen nicht, entkräftet meine Darstellung absolut nicht, auch wenn das jetzt vermutlich wieder Ihr “Logik”-Ansatz wäre.

    Dem interessierten Leser sei noch folgender Link empfohlen:
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/rauchverbot-gequassel-fuer-den-qualm-1.572268

  20. Freise Eberhard

    Und Ihren “gütigen Gott” brauchen Sie auch nicht zu bemühen – er wird Ihnen nicht helfen.

    Die “Null-Molekül”-These zu zitieren, geht auch am Kern der Sache vorbei. Denn: wer einmal in einem Lokal mit abgetrenntem Raucherraum war, der weiß, wie viel Sinn das macht – nämlich keinen. Objektive Messungen der lungengängen Feinstaub-Partikel zeigen in verqualmten Innenräumen Werte, die über dem 1000-Fachen des Straßenverkehrs liegen. Dass krebserregende Stoffe stets so minimal wie möglich gehalten werden sollen, ist inzwischen jedem Kind bekannt. Dass man nie jedes Risiko restlos wird eliminieren können, entbindet einen noch längst nicht von der Pflicht, wenigstens so leicht vermeidbare Zusatzrisiken in Innenräumen zu eliminieren.

    Und ja, Nikotin hat auch in kleinsten Dosen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Auch das ist längst bekannt in der Medizin.

    Dass dem nur eine Mensch und Umwelt zerstörende Milliardenindustrie und einige teils einfach nur rücksichtslose oder bequeme, teils zu Verschwörungen tendierende Personen mit verblendetem Freiheitsverständnis widersprechen, ist ein Grund zur Hoffnung, dass der Irrsinn auch hierzulande bald vorüber ist.

    Und “Chempix” braucht man dazu genauso wenig wie “Chemtrails”, HAARP oder ähnliche Dinge.
    Ein wirklich freier Geist lässt sich gar nicht erst durch irgend welche Drogen abhängig machen – denn das behindert auch den Kampf gegen das “Establishment”. Wann begreifen viele der Verschwörungs-Theroretiker endlich, dass sie sich nur selbst belügen, wenn sie sich zum Handlanger der Tabakindustrie machen??

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  22. Passivrauchgläubige kämpfen für ihren Glauben mit allen Mitteln. Wie eben alle Strenggläubigen. Sie erfinden dazu sogar das Herzinfarktwunder, ein Wunder, welches seit seines ersten Auftretens bereits als nichts weiter als ein Betrug mit Zahlen entlarvt wurde. Damals sogar von der BBC, der man wirklich keine tabakfreundliche Berichterstattung unterstellen kann.

    Eine landesweite Studie in den USA, die zwei Millionen Tode durch Herzinfarkte in den letzten 16 Jahren untersucht hat, hat einwandfrei bewiesen, dass Rauchverbote nichts mit der sinkenden Rate von Herzinfarkten zu tun haben. Die Studie wurde im “Journal of Policy Analysis and Management” veröffentlicht: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/pam.20548/abstract

    Und wer hat hier irgend etwas von “Champix” geschrieben? Ach so, strenggläubige Antis versuchen ein neues Fass aufzumachen, nachdem ihre sonstige Polemik als Propaganda entlarvt wurde. Da werden bezahlte Lobbyisten wie Dietmar Jazbinsek als “Kronzeugen” angebracht, Hetzblogs ohne Impressum als “Zeuge” und die deutsche Oberlobbyistin Martina Pötschke-Langer vom “Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle der WHO im DKFZ” als “Experte” aufgewertet. Was ist das nur für ein widerlicher Haufen, der für seinen Glauben und seine Lobbyarbeit lügt und betrügt.

  23. In einer weitaus größeren Untersuchung als der , die dieser Herr Grieshaber (ist selbst Raucher) mit seinem schwülstigen Gequassel da auftischt, wurde festgestellt, daß Kellner einer Studie zufolge von allen Berufsgruppen am meisten krebsgefährdet sind. Sie tragen das höchste Risiko, an verschiedenen Krebsarten wie zum Beispiel Lungen- oder Leberkrebs zu erkranken.

    http://www.welt.de/die-welt/article3849107/Kellner-haben-das-groesste-Krebsrisiko.html

    Die “Passivrauchlüge” besteht in Wahrheit darin , dass die Schädlichkeit des Passivrauchs geleugnet wird, und das mit Propagandamethoden der übelsten Art.

  24. Nebenbei bemerkt: Sämtliche argumentativ bestens gemachten Blogs, die Herr Niedermeier, seines Zeichens Betreiber des Hassblogs “Rauchernews” und zweiter Vorsitzender des Rauchervereins BVGG,
    hier wegen angeblich fehlendem Impresum hier vom Tisch wischen möchte, beweisen klar:

    Herr Niedermeir ist nicht in der Lage, zu argumentieren. Weil er schlichtweg nicht in der Lage ist, die Fakten, die in diesen Blogs aufgezeigt werden, zu widerlegen. Fakten bleigen eben Fakten. Mit den Diffamierungen und Verleumdungen, derer sich Herr Niedermeier bedient, disqualifiziert er sich selbst.

    Mit seinem Raucher-Beissreflex bezeichnet Niedermeier Herrn Jazbinsek als bezahlten Lobbyisten, was eine glatte Lüge ist. Herr Jazbinsek ist freier Journalist und ist sogar Mitglied von Lobby-Control,
    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ein-verein-zeigt-bei-fuehrungen–wo-sich-lobbyisten-treffen-verhandlungen-in-hinterzimmern,10810590,10638794.html
    einer Organisation, die die Machenschaften der Lobbyisten aufdeckt. Auf die Fakten, die Herr Jazbinsek in diesem Artikel aufzeigt,
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/rauchverbot-gequassel-fuer-den-qualm-1.572268
    kann Niedermeier gar nicht eingehen, weil diese Fakten ebenso wenig widerlegbar sind wie die Kugelgestalt der Erde.

  25. Dieter Jaeger

    @Freise Eberhard
    Sie scheinen es vorzuziehen das Thema zu wechseln, wenn Ihnen die Argumente ausgehen. Zu einer fairen Diskussion gehört auf die vorgetragenen Sachargumente einzugehen.

    Also gut, jetzt sind wir dann beim Thema Chemie des Tabakrauchs. Bis zu 1000µg/m³ Feinstaub (PM2,5) hätte man gemessen, geben Sie an. Aber was nützt das, wenn man diese Angabe nicht einordnen kann. Es ist absolut ohne Erkenntniswert einfach die Zahlen, die die WHO-Sirene Pötschke-Langer herausposaunt, einfach unreflektiert weiter zu verstreuen. Wenn sie an fundierten Informationen interessiert sind, empfehle ich Ihnen die Schriften des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA):

    http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2083.html

    Sie können dort erfahren, dass der Arbeitsplatzgrenzwert für Feinstaub PM2,5 bei 3000µg/m³ liegt. Die Messungen zum Feinstaub in Kneipen, etc. stammen übrigens vom Landesamt für Umweltschutz, Bayern. Der von Ihnen angegebene Wert ist ein Extremwert, der Durchschnitt bei Kneipen lag bei 192µg/m³. Wobei auch das richtig eingeordnet werden sollte, bei Messungen in Schulen wurden von gleicher Behörde Belastungen bis zu 300µg/m³ festgestellt. Feinstaub entsteht eben nicht nur durchs Rauchen.

    Sie können im Übrigen auch nicht die Belastungen für Innenräume mit den Belastungen durch Verkehrsemissionen einfach vergleichen. Aber das ist ein Kapitel für sich.

    Aus Gründen des Feinstaubs sind Kellner also nicht besonders gefährdet. Aus der oben angegebenen Schrift ist weiter zu entnehmen, dass eine Belastung von 170µg/m³ einem relativen Risiko von 1,012 für Lungenkrebs entspricht. Das ist verglichen mit den anderen Lebensrisiken für diese Krankheit so wenig, dass allein eine Wohnsitzverlegung innerhalb einer Stadt schon ein bedeutend größeres Risiko darstellen kann, geschweige denn, wenn man z.B. von Bayern ins Saarland zieht (1,7).

    Für Gäste ist das Risiko noch erheblich kleiner, weil sie sich durchschnittlich ja bedeutend weniger als 40h/Woche dort aufhalten.

    Ähnlich sieht es übrigens mit einem der hauptsächlichsten Kanzerogene, PAK, im Tabakrauch aus. Von o.g Behörde wurde für die Leitsubstanz BaP für PAK-Gemische (policyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) in Kneipen ein medianer Wert von 1,9 und maximal 10ng/m³ gemessen. Diese Messungen wurden weit umfangreicher von der BGN wiederholt und bestätigt. Dies liegt noch unter der von der BAuA ab 2018 festgelegten Akzeptanzschwelle für Arbeitsplätze von 7ng/m³ (heutiger Wert 70ng/m³). Er entspricht einem relativen Risiko von 1,005 für Lungenkrebs.

    Ohne das jetzt hier weiter auszuführen, gelten ähnliche Verhältnisse auch für die anderen kanzerogenen Stoffe im Tabakrauch.

    Die chemische Betrachtung bestätigt also das, was die BGN bei der Untersuchung der Krankenhausdaten der Kellner festgestellt hat.

    Es macht keinen Sinn einfach ungeprüft die Verlautbarungen der Tabakkontrolle zu übernehmen, sie sind Interessen geleitet. Man muss schon den Dingen auf den Grund gehen.

  26. KiKi, mangels sachlicher Argumente lügen und beleidigen Sie schon wieder. Ich verstehe ja, dass es menschlich ist, wenn man Ihren Glauben wissenschaftlich zerlegt, dass Sie sich dann an die Wand getrieben fühlen. Aber glauben Sie wirklich, dass durch Lügen und Verleumdungen die Sache für Sie besser wird?

    Und damit Sie mir nicht vorwerfen, ich würde die Tatsache, dass Sie lügen, nicht begründen können: Sie behaupten, der BVGG sei ein “Raucherverein”. Dsa ist nichts weiter als eine dumme Lüge, wie man auf der Webseite des Vereins auch nachlesen kann. Der BVGG ist der “Bundesverein Gastronomie und Genuss” und hat mit dem Thema “Rauchen” nichts am Hut. Der Verein bietet Wirten geldwerte Vorteile wie 20 Prozent GEMA-Rabatt und vieles mehr.

    Ich denke, Sie sind der Betreiber dieses Hetzblogs ohne Impressum. Also: Hosten Sie dieses Blog auf einem deutschen Server mit Impressum und dann wird ein Gericht einwandfrei feststellen, ob dieses Blog lügt, verleumdet und hetzt oder nicht. Aber das traut sicher der Betreiber aus gutem Grund nicht.

    Herr Jazbinsek ist vezahlter Lobbyist. Er bezieht Geld unter anderem von der WHO/Tabakkontrolle und der Dieter-Menekes-Stiftung, eine Stiftung, die Antiraucherpropaganda bezahlt. Das kann jeder nachlesen und dass Sie sogar dies leugnen (verbunden wieder mit Ihren sattsam bekannten Beleidigungen) zeigt, dass Ihnen die Fähigkeit zu sachlicher Diskussion leider völlig abhanden gekommen ist.

    Es ist natürlich Ihr gutes Recht, Antiraucherlobbyisten als “Argumentation” für Ihren Glauben heranzuziehen. Sie machen sich aber in dem Moment unglaubwürdig, wenn Sie ausschließlich die Propaganda der Antiraucherlobby glauben und alles andere teilweise mit Verleumdungen und Lügen beiseite wischen. Aber ehrlich gesagt erwarte ich von Strenggläubigen auch keine sachliche Diskussion – über Glauben kann man nun mal nicht diskutieren.

    (Es ist übrigens bezeichnend, dass Sie sich auch hier hinter einem Pseudonym verstecken – wobei Ihr Schreibstil Sie durchaus entlarvt. Sie tun mir von ganzem Herzen leid.)

  27. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2001639/?page=1

    Mal ganz kurz … nicht wissenschaftlich in Euren Augen?

  28. @Kiki: Wie kommen Sie zu der Behauptung, Prof. Grieshaber sei Raucher? Laut eigenen Angaben in seinem Buch ist er “lebenslanger Nichtraucher”. Aber Hauptsache Sie bringen eine erneute Lüge unters Volk. Schämen Sie sich eigentlich gar nicht?

  29. Dieter Jaeger

    @ Paul
    Das soll wohl eine Fangfrage sein, ich ahne schon was kommt.

    Aber dennoch hier meine Antwort. Die Studie ist völlig aussagelos, ganz gleich welches Ergebnis herauskommt, weil die Fallzahl von 34 erkrankten Personen viel zu gering ist, um ein so kleines relatives Risko von 1,25 entdecken zu können. Entsprechend sind die Ergebnisse. Für die verschiedenen Gruppen streuen die gemessenen relativen Risiken zwischen 0,75 und 1,6. Die Konfidenzintervalle sind sehr breit (große Streuung) und schließen jeweils den Wert 1 ein. Die gemessenen Werte liegen also unterhalb der Messgenauigkeit. Allerdings interpretieren die Autoren dies richtig.

    Ob ansonsten korrekt gearbeitet wurde, ist aus dem Bericht – wie üblich – nicht genau ersichtlich. Der entscheidene Punkt für dieser Art Studien ist immer, ob die Confounder (andere mögliche Ursachen) ausreichend berücksichtigt wurden. Darüber aber wird in dem Bericht nur ein Satz verloren.

    Eine von vielen Studien, die man sich hätte sparen können.

  30. Niedermeier, wenn du die Lügen des bezahlten Tabaklobbyisten Grieshaber für bare Münze nimmmst, ist das dein Problem. Dass du die Lügen der Tabaklobbyisten als “Wahrheiten” vekaufst, kann jeder denkende Mensch anhand deines Hass- und Propagandablogs Raucher”news” zweifelsfrei nachvollziehen.

    Btw: Liest du dir dein Geschreibsel gelegentlich auch mal durch, bevor du es postest? Offensichtlich nicht, denn sonst würde dir auffallen, dass du immer wieder die gleichen, inhhaltslosen und zum Erbrechen abgedroschenen Worthülsen absonderst und im Grunde genommen Null Komma Nichts zu sagen hast. Das Tragische an dir ist, dass du dich mit deinem Propaganda- und Hassblog “Rauchernerws” ständig selbst überführst, ohne es selbst zu bemerken. In diesem Sinne: Gute Besserung!

  31. Ach ja, und weil hier der Herr Jaeger anfängt, mit MAK-Grenzwerten zu argumentieren. Der Hinweis auf die MAK-Werte ist nun wirklich die größte Steilvorlage für alle geschädigten Nichtraucher, danach müßte längst überall Rauchverbot herrschen:

    Zunächst allgemein:

    1)Auch wenn die MAK-Werte eingehalten werden, können sich “gesunde Personen im erwerbsfähigen Alter” durchaus belästigt fühlen, und ihre Gesundheit kann im Einzelfall sehr wohl beeinträchtigt werden.
    Gesunde Erwachsene, die länger als acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich der MAK-Werte-Konzentration einer einzigen Substanz ausgesetzt sind, werden mit einiger Wahrscheinlichkeit krank.
    Für Kranke, Alte, Kinder, Schwangere gelten die MAK-Werte auf keinen Fall. Sie sind immer zu hoch.

    2)Bei den Gefahren-Stoffen der Klasse A handelt es sich um nachweislich krebserregende Stoffe, bei der eine ungefährliche Mindestdosierung (Schwellenwert) überhaupt nicht angegeben werden kann (z.B.Cadmium). Hier hilft sich der Arbeitsschutz mit der TKR (Technische Richt-Konzentration), die schlicht die absolut niedrigste nach technischem Stand mögliche Konzentration vorschreibt.
    Das wäre beim Rauchen schlicht Rauchverbot!
    Schließlich sei erwähnt, dass Rauchen bisher in der MAK-Liste völlig fehlt, es gibt hier gesetzlich lediglich ca. 700 Einzelstoffe für den Arbeitsplatzschutz. Gesetzlich heißt bekanntlich nicht, das keine weiteren Schadstoffe existieren, der Hausstaub ist bekanntlich auch nicht ganz ohne.

    Zigarettenqualm alleine enthält jedoch bisher ca. 4000 identifizierte Stoffe, von denen eine große Zahl eindeutig krebserregend ist und selbstverständlich in der Klasse A, MAK wiederzufinden ist.
    Nun kommt verschlimmern dazu, dass diese Stoffe noch höchst ungerecht in “Haupt”- und “Nebenstrom” des Tabakqualms verteilt sind, wobei die Passivraucher ausschließlich dem viel giftigeren Nebenstrom ausgesetzt sind.
    http://www.geschichteinchronologie.ch/med/merk/merkblatt-raucherqualm-passivrauchen.html
    Nun viel mehr muß man den ewigen Verharmlosern eigentlich nicht sagen, vielleicht noch die Schätzung des Krebsforschungsinstitutes Heidelberg, dass in Deutschland etwa 8 Millionen Kinder täglich durch Passivrauchen geschädigt werden. Da sind die blumigen Bemühungen unserer Politiker noch weniger als ein Feigenblatt.

  32. Kiki, haben Sie irgendwelche Daten, Fakten odr Beweise für Ihre dümmliche ANschuldigung, Prof. Grieshaber sei “bezahlter Tabaklobbyist” oder ist das wieder einmal nichts weiter als der peinliche Versuch, Menschen zu verleumden die Ihren Glauben wissenschaftlich widerlegen? Wenn Sie Rauchernews nicht mögen, warum lesen Sie es dann? Zwingt Sie jemand dazu außer Ihrer Pöbel- und Beleidigungssucht? Aber auch das ist typisch: Sie verleumden in der Anonymität des Internets die Arbeit Andersdenkender im Dienste Ihrer Unfähigkeit, wissenschaftliche Wahrheiten anzuerkennen.

    Ich empfehle Ihnen noch einmal, das Buch von Prof. Grieshaber zu lesen, dort wird Ihre nachgeplapperte Propaganda und Ihr Unwissen anschaulich widerlegt. Auch die Schätzungen der Tabakkontrolle, die Sie – typisch Propaganda eben – als “Krenbsinstitut Heidelberg” bezeichenn und nicht mit der Bezeichnung, die sich dieses Pressebüro der WHO selbst gegeben hat: “Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle der WHO im DKFZ”. Übrigens stehen auch interessante Hintergrundinformationen zu den Tabakkontrollzentrum und deren Propagandaverbreitern in Prof. Grieshabers Buch.

    Aber wem es wie Sie nicht um Wahrheiten, sondern um Stigmatisierungen, persönlichen Beleidigungen und Lügen (sogar bei so unwichtigen Dingen ob Prof. Grieshaber raucht oder nicht) geht, von dem erwarte ich nicht dass er ein sachlich-wissenschaftliches Werk auch nur ansatzweise versteht.

  33. Dieter Jaeger

    “Zigarettenqualm alleine enthält jedoch bisher ca. 4000 identifizierte Stoffe, von denen eine große Zahl eindeutig krebserregend ist und selbstverständlich in der Klasse A, MAK wiederzufinden ist.”

    Angesichts der Tatsache, dass eine Pflanze, also auch eine Tabakpflanze, ein hochkomplexer organischer Mechanismus ist, ist es eher verwunderlich, dass ihr Verbrennungsprodukt nur 4000 chemische Verbindungen enthalten soll.

    Eindeutig krebserregende Stoffe sind in der Gefahrenklasse K1 eingestuft, davon enthält Tabakrauch 3 Stubstanzen, Benzol, Nickel sowie in Konzentrationen nahe der Nachweisgrenze 2-Naphthylamin. Die Luftkonzentrationen von Nickel und Benzol in einer Raucherkneipe liegen 1/500 bis 1/1000 unter den Arbeitsplatzgrenzwerten.

    Zu nennen sind weiter die in der Gruppe K2 (wahrscheinlich krebserregend) und K3 (möglicherweise krebserregend) eingestuften Substanzen, von denen lediglich die PAK und Nitrosamine, beide K2, in Konzentrationen vorliegen, die der Erwähnung verdienen. Wie ausgeführt, liegen die Konzentrationen für PAK im Mittel deutlich unter den Grenzwerten, die ab 2018 gelten werden. Bei Nitrosaminen betragen die Konzentrationen in Kneipen laut Messungen der US-Behörde EPA, im Mittel etwa die Hälfte dessen, was der Ausschuss für Gefahrstoffe für als noch allgemein vorkommend (100ng/m³) einschätzt.

    “Bei den Gefahren-Stoffen der Klasse A handelt es sich um nachweislich krebserregende Stoffe, bei der eine ungefährliche Mindestdosierung (Schwellenwert) überhaupt nicht angegeben werden kann (z.B.Cadmium).”

    Diese Aussage ist insoweit und genauso richtig, wie die Aussage, dass ein Strahl UV-haltiges Sonnenlicht Hautkrebs auslösen kann. Die Möglichkeit besteht, aber die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Solche Überlegungen sind also lebensfremd. Einzelne Risiken können immer nur im Verhältnis zu den allgemein vorkommenden Risiken eines realen Lebens betrachtet werden. Und die Risikoerhöhung beträgt beispielsweise bei den PAK lediglich, wie bereits ausgeführt, 0,5%, für sich in Kneipen regelmäßig aufhaltende Kellner wohlgemerkt. Dagegen wird allein die Risikoerhöhung durch natürlich vorkommendes Radon auf bis zu 50% geschätzt. Bei den Nitrosaminen sollte man wissen, dass alleine ein Liter Bier im Durchschnitt 500ng Nitrosamine enthält und im Durchschnitt 1000 bis 2000ng Nitrosamine durch die Nahrung, bzw. durch Umwandlung von Nitraten im Magen, täglich aufgenommen werden.

    Wer also bei der Verringerung der Lebensrisiken ausgerechnet bei einem so unbedeutenden Risiko, wie dem Passivrauch, ansetzen will, wird also wissentlich oder unwissentlich nur bewirken, dass von Maßnahmen zur Beseitigung der wesentlichen Risiken abgelenkt wird.

    Das wird auch deutlich in einer doppelten Moral. Solange die Bevölkerung sich arbeitend verdingt, sind Arbeitsplatzrisiken selbstverständlich tolerierbar. Aber wehe die gleiche Bevölkerung geht in die Kneipe und setzt sich dort Risiken und Grenzwerten aus, die nur 1/10 bis 1/100 von dem betragen. Dann soll auf einmal Polen in Not sein.

    Diese Heuchelei ist zum Kotzen.

  34. “Diese Heuchelei ist zum Kotzen”.

    Es macht doch wirklich keinerlei Sinn, mit fanatischen Sektierern über ihren Glauben diskutieren zu wollen….

    Mit der gleichen Erfolgsaussicht könnte man versuchen, den Pabst zu überreden, zum Islam zu konvertieren.

    Fakten spielen keine Rolle, wenn es um “Glauben” geht.

  35. DKFZ: “Nur die Null-Exposition gewährleistet Gesundheitsschutz“
    Zitat: “In jeder anderen Gefahrengutklasse arbeitet die Wissenschaft mit Grenz- oder Orientierungswerten.”

    So ganz stimmt das nicht. Die Prohibitionisten der WHO argumentieren beim Alkohol inzwischen auf der gleichen Schiene. Der WHO-Abteilungsdirektor Hans Embiad hat dazu folgendes gesagt: “Es gibt keine Untergrenze, bis zu welcher Alkoholgenuß risikolos ist”
    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/alkohol-kein-schutz-vor-herzleiden,10810590,8881898.html
    Und so steht es auch in den Papieren zur Alkoholprävention – nicht nur bezogen auf Herzkrankheiten. Man greift also zu den gleichen Methoden, wie beim Kampf gegen den Tabak!

  36. Qui bono?

    Doubt is our product since it is the best means
    of competing with the “body of fact”
    that exists in the mind of the general public.
    It is also the means of establishing a controversy.

    Aus einem Strategiepapier der Tabakindustrie
    http://tobaccodocuments.org/landman/332506.html

  37. KiKi, Qui bono? Interessante Frage ;-)

    - Ein soziales Umfeld sollte geschaffen werden, in dem Rauchen nicht akzeptiert wird (Create a social environment in which smoking is unacceptable),
    - Rauchen sollte in der Öffentlichkeit immer mehr erschwert werden (..we can and should make it more and more difficult for the individual to smoke cigarettes in public),
    - Das Personal im Erziehungs- und Gesundheitswesen sollte einer Gehirnwäsche gegen das Rauchen unterzogen werden (Those in education and public health will be the first to be brainwashed into antismoking)
    - Die Tabakindustrie sollte verteufelt werden (Demonize the tobacco industry)
    - Sogar die Frauenemanzipationsbewegung sollte für die Zwecke der Antiraucherbewegung eingespannt werden (The utilization of the women’s liberation movement to encourage rebellion against the old social systems by the act of not smoking ).

    Aus einem Strategiepapier der dritten „Weltkonferenz Rauchen und Gesundheit“
    http://www.rampant-antismoking.com/

  38. Dieter Jaeger

    Qui bono? Ja die Frage sollte man immer stellen, Kiki.

    Die Interessen der Tabakindustrie sind klar. Sie wollen Tabak verkaufen. Und dafür lügen sie auch.

    Aber haben die Organisationen, die hinter der Tabakkontrolle stehen, keine Interessen. Muss hier nicht die Frage Qui bono gestellt werden?

    Die Speerspitze der Organisationen die die Tabakkontrollpolitik betreiben sind die US-Administration, WHO und EU. Eine Ansammlung von Menschenfreunden, edle Streiter für die Gesundheit? Eine US-Administration, die im Irak mal so locker 100.000 Kollateraltote für ihre Ölinteressen in Kauf nimmt als glaubhafter Verfechter der Minimierung von Lebensrisiken?

    Schon mal was vom medizinisch-industriellen Komplex gehört, die umso mehr verdienen, je mehr sie den Leuten einreden, dass sie die “unvernünftigen” Dinge des Lebens krank machen?

    Ist es nicht wunderbar praktisch, wenn das Volk den Herrschenden glaubt, dass die hohen Raten bedrohlicher Krankheiten Resultat schlechter Moral sind, weil nämlich einfach zu viel geraucht, getrunken und gefressen wird?

    Und die passende Wissenschaft dazu lässt sich kaufen und die unpassende mundtot machen.

    Qui bono?

  39. Der Quatsch, den der Tabakhändler Nansy hier aus einer militanten Qualmpropagandaseite zitiert, ist nicht mehr als eine absurde Internetschmiererei. Die Interpretationen eines militanten Rauchers als Strategie der WHO auszugeben, ist schon dreist. Der Qualmmilitanz ist eben keine Lüge zu schäbig, um WHO-Bashing zu betreiben.

    Eine Anmerkung zum “medizinisch-industriellen Komplex”: Der lebt von den Kranken, kann folglich an Tabakprävention überhaupt kein Interesse haben, da Tabakabusus nachweislich krank macht.

  40. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß militante Abstinenz, besonders in ihrer transitiven Variante, auch nicht gesundheitsförderlich ist.

  41. Ähnliches läuft derzeit auch mit der E-Zigarette ab, da Tauchen immer wieder Nitrosamine aus einer Amerikanischen Studie auf die bei einigen wenigen Liquids gefunden wurden und jetzt ja sooo böse und Krebserregend sind, dummerweise lag die menge der gefundenen Nitrosamine unter der Bestimmungsgrenze so das nichtmal die menge festgestellt werden konnte, anders als bei hunderten Lebensmittel die alle unbedenklich sind.

    Ebenso mit dem Frostschutzmittel Propylenglykol das jedes Wochenende Literweise in Diskotheken verdampft werden darf aber in kleinstmengen bei Liquids gefährlich sein sollen…

    Das ganze Lügenkomplott hat eine Dampferin bis zu den Ursprüngen verfolgt, ebenso wie das DKFZ wissentlich Informationen verdreht und Produkte vermischt obwohl das BfR diese beiden Produkte streng getrennt hat.
    http://www.dampfertreff.de/page-518637-4.html

  42. Wenn ich die geistigen Ergüsse von KiKi, Paul & Co lese, erinnert mich das unweigerlich an die Zeiten der Inquisition. Jeder hatte gefälligst zu glauben, dass die Erde eine flache Scheibe ist. Und wehe, wenn nicht !!!
    Was selbige Personen erneut bestätigen ist, dass man mit Fanatikern, jeweder couleur, nicht diskutieren kann.
    Eine Frage, die mich in diesem Zusammenhang immer wieder beschäftigt, ist: Warum sind die Antiraucher von derart massivem missionarischen Eifer getrieben, wenn sie doch soooo recht haben? Eine gute Sache sollte doch ohne jeden missionarischen Eifer auskommen. Oder etwa nicht? Oder ist die Ideologie der tabakfreien Welt vielleicht doch nicht so gut, wie manche glauben machen möchten? Was steckt dahinter?
    Für die hier schreienden Antiraucher, zum Schluss noch ein Spruch von Konfuzius:
    “Der Mensch, der schreit, wird zwar gehört, aber seine Worte werden vergessen – der ruhige Mensch braucht gar nicht zu reden, seine Taten sprechen für sich selbst.”

  43. @Magnum: Diesen missionarischen Eifer findet man bei allen Strenggläubigen, völlig egal an was sie glauben. Versuche mal einem Scientologen zu erklären, es gäbe keine Thetanen. Er wird dir zig Bücher von L. Ron Hubbard als “Beweis” vorlegen, dass es die Dinger gibt und versuchen, über die persönliche Schiene alle Andersdenkenden zu diskreditieren und zu verleumden. Genauso agieren die Gläubigen an den Tabak als das ultimative Böse, wie man an “Kiki”, “Paul” & Co. ja deutlich sieht. Auch sie versuchen ihren Glauben zu missionieren, auch sie diskreditieren und verleumden Andersdenkende und negieren alle wissenschaftliche Gegenuntersuchungen einschließlich des gesunden Menschenverstandes.

  44. @Werner: Danke für die Bestätigung.
    Meine Frage nach dem “Warum”, des missionarischen Eifers, war eher rethorischer Natur. Uns beiden, und auch manch anderen, ist schon klar, dass bei vielen Antirauchern der Glauben über den Verstand gesiegt hat. Wenigstens bei denen, die nicht für ihren Glauben bezahlt werden. Bei diesen hat der Geldbeutel über den Verstand gesiegt. Die soll’s ja anscheinend auch geben ;-)

    Der Vergleich mit den Scientologen, könnte treffender nicht sein. Ich kann mich an einen Videomitschnitt, einer der Ober-Scientologen, der auch Hollywood-Schauspieler ist, erinnern, in welchem er dazu aufgerufen hat, diesen Planeten zu “reinigen”.
    Wurde nicht in der letzten “Tobacco or Health” Konferenz zur Säuberung des Planeten vom Tabak aufgerufen?
    Ich glaube mich an Sprüche zu erinnern, welche ich gelesen habe, die sich wie folgt angehört haben: “Können wir Zigaretten verbieten?”
    Worauf der “Chor” mit einem lauten und deutlichen: “Jaaaaaa!!!”, geantwortet hat.

    Hier sind eindeutig gewisse Parallelen vorhanden. Auf weitere Parallelen in der Vergangenheit, brauche ich nicht hinzuweisen.
    Wie auch immer. Fanatismus und Null-Toleranz-Politik sind schlechte Ratgeber, die zwar zu kurzfristigen Erfolgen führen, aber zu gegebener Zeit schneller in der Versenkung verschwinden, als dass sie aufgetaucht sind.

    Was schade ist, ist dass viele Menschen, bis heute, nicht fähig sind, ihren, mit Machtgelüsten verbundenen, Fanatismus im Zaum zu halten. Egal ob es hierbei um Tabak oder sonst was geht.

  45. Pingback: Das Passivrauch-Komplott | czyslansky « SunnyRomy

  46. jemand wollte hier etwas “beweisen”, in dem es hinweise der tabakindustrie vorführte: warum sie das tut ? Weil sie gerihtlich dazu gezwungen wurde. SEHR merkwürdig ist aber dass die antiraucherindusttrie gerichtlich NICHT verspflichtet wird die CHAMPIX- und ZYBAN Toten anzugeben.

    2erlei maße in unseren “rechtsstaaten”.
    “passivrauchen” ist definaitiv eine lüge und ein betrug, und das weiß so gut wie jeder seit jahren. Ich vermute dass hier eine schöne menge pharmalobbyisten mit posten (wie überall, wo man sie reinläßt).

    In Facebook gibt es mittlerweile 100e von gruppen und seiten, wo sie NICHT rein dürfen. Einfacher test: fragen sie einen antiraucherlobbyisten ob er sich für die rücknahme aus dem markt von CHAMPIX und ZYBAN einsetzt. Antortet er wage, verharmlosend, ode rgar nicht: wissen sie bescheid: er IST ein bezahlter Lobbyist der antiraucherindustrie.

    Und die jenigen die andere beschimpfen (mit standard slogans übrigens wie “das nikotin hat dir das hirn angegriffen” “raucher sind süchtler” “Ihr stinkt” und andere beschimpfungen, sind arme kreaturen (meist arbeitslose) , die auch dafür bezahlt werden, aber nur auf der Hetztour. Die “expetren” nehmen eher einen oberlehrerton.

    Hier finden sie die wahrheit über CHAMPIX (CHANTIX) und ZYBAN bzw WELLBUTRIN http://www.ismp.org .

  47. Eberhard Freise

    @Herr Jäger:

    Wir können gerne über die Chemie sprechen!

    Bemerkenswert bei Ihren ganzen Angaben zur Toxikologie der einzelnen organischen Verbindungen und des Feinstaubs ist ja, dass Ihre ganzen MAK-Werte und technischen Richtlinien von beeinflussbaren und beeinflussten Menschen erstellt werden!

    Wir kennen genügend Fälle, wo Einfluss auf die Kommissionen genommen wird, die derartige Grenzwerte festlegen und einordnen sollen. Ein gutes Beispiel ist die andauernde Intervention von Dr. Hahn (CVUA Sigmaringen) auch bis hoch zur EU-Kommission, was Grenzwerte bei Tabakprodukten angeht. Seine Kontakte zur Tabakindustrie sind bekannt und zum Glück konnte im letzten Fall rechtzeitig bei SANCO (EU-Kommission) interveniert werden.

    Lobbyismus unterwandert die gesamten Gremien – auch dazu finden Sie Millionen von Dokumenten im Internet. Wenn es der Wirtschaft nicht passt, ändert man schon mal die Schwellenwerte um ein oder drei Zehnerpotenzen. Ein Beispiel ist u.a. auch Acrolein – das gefährlichste Aldehyd überhaupt.

    Ich weiß nicht, warum Sie unnötigerweise behaupten, es gäbe nur 4000 Stoffe, die bei der Pyrolyse des Tabaks entstehen. Denn dies hat niemand so behauptet. Bisher sind nur ca. 4000 dieser Stoffe bekannt!

    Wir wissen alle, dass die Wirkungsweise von komplexen chemischen Gemischen und auch deren Schadens-Potenzierung im Bezug auf den menschlichen Körper gar nicht pessimistisch genug eingeschätzt werden kann.
    Die Maxime muss lauten: so wenig wie nur möglich! Es tut mir Leid, aber weder die eindeutigen körperlichen Reaktionen auf die Luft in verrauchten Giftküchen, als auch die eindeutigen nationalen und internationalen Studien zu einer ganzen Reihe von (logischerweise) dadurch auftretenden gesundheitlichen Problemen lassen sich wegdiskutieren oder leugnen, indem man einfach das Wort “Lüge” dahintersetzt.

    Tabak in Innenräumen hält sich nur so lange, weil eine mächtige Industrie und auf der anderen Seite Ignoranz und Gewohnheit der Masse Bewusstseinswandel verzögern – doch der Zenit ist überschritten.
    Selbst wenn irgend ein anerkannter Wissenschafter (was Grieshaber anders als z.B. Novak, Klemperer, Kuhn, Wiebel oder Pötschke-Langer nicht ist) noch Zweifel hätte, versteht sich von selbst, dass angesichts der Alternativen es vernünftiger ist, die Leute einfach draußen rauchen zu lassen. Davon geht die Welt nicht unter.

    Über die Champix-Tante kann man doch wirklich nur lachen! Die soll sich bitte mal um wirkliche Konspirationen in dieser Welt kümmern, ich bin sicher, es gibt weit mehr Probleme, die von einer “globalen Elite” verursacht sind!
    Die Tabakindustrie gehört zu dieser Elite, die Menschen abhängig macht und ruhig stellen soll. Das sollte besonders so einer Person langsam einleuchten!

  48. @KiKi:
    wie ich erst jetzt sehe, konnten Sie es nicht unterlassen, mich hier als “Tabakhändler” zu diskreditieren. Mal abgesehen davon, dass diese Behauptung völlig aus der Luft gegriffen ist, habe ich sie auch schon in anderen Blogs gelesen. Was nur zeigt, dass hier immer wieder einige wenige Militante unter wechselnden Namen herumspuken. Es ist ja immer die gleiche Masche dieser Zwangsbeglücker, jeden Andersdenkenden als von der Tabak-Mafia bezahlt darzustellen, folglich kann eine Einzelperson, die ihnen widerspricht, nur ein Tabakhändler sein. So einfach basteln sich die Gläubigen ihre Welt zusammen.

    Dass Sie aber jetzt die Verlautbarungen, die unter der Leitung ihres Vordenkers und großen Vorsitzenden Sir George Godber (Chairman, Expert Committee on Smoking and Health, World Health Organization) entstanden sind, als Internetschmiererei abqualifizieren, läßt eine gewisse Verzweifelung vermuten.
    Dabei müssten ihnen doch seine Statements eigentlich wie Butter runtergehen:
    Der Vorsitzende der Konferenz, Sir George (Anm: Godber), sagte voraus, dass bis zum Ende dieses Jahrhundert „relativ wenige Süchtige Zigaretten rauchen würden, aber nur im privaten Rahmen und in Anwesenheit von Erwachsenen und mit deren Zustimmung.“
    Er nannte die Tabakhersteller „den Feind“ und „Händler des Todes“ . Er nannte ihre Werbung eine „verlogene Botschaft“ , die „unterdrückt“ werden müsse.
    http://images2.tobaccodocuments.org/industry_j/w750r0/jvh92f00.png?url=http%3A%2F%2Fwww2.tobaccodocuments.org%2Fcgi%2Ftif2png.pl%3Ffn%3Dn%253A%252Ffilesets%252Findustry%252F1%252Fimagesj%252Fj%252Fv%252Fh%252Fjvh92f00%252Ftob05212.28_tob05212.31.tif

  49. Sehr informative Seite!

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