Archive März, 2009

Geschrieben von Michael Kausch am 31 Mrz 2009

Hol das Blögchen …

“So bietet z.B. czyslansky wundervolle Artikel; die Autoren (ja, es sind mehrere) veröffentlichen nicht annähernd im BasicThinking-Stakkato, dafür ist jeder einzelne Artikel im besten Sinne des Wortes lesenswert.”

Wer so schön und lieb über uns schreibt, der hat auch einen Ping zurück verdient. Hier ist er.

Im Ernst: der Macher der kleinen Bloggsi hat sich Großes vorgenommen: “Bloggsi soll helfen, die besten Posts in den vielen zigtausenden Blogs da draußen zu finden. Dabei soll nicht die Verlinkung des Blogs der entscheidende Faktor sein, sondern tatsächlich die inhaltliche Qualität. Das bedeutet nichts anderes als einen Algorithmus zu finden, der die Qualität eines Artikels erkennen kann.”

Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ein solcher Algorithmus funktionieren soll. Aber schon die Absicht edelt ihren Entwickler Stefan Fischerländer.

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Geschrieben von Michael Kausch am 31 Mrz 2009

Ostfrauen trauen keinen Journalisten

journi

Das Kölner Markt- und Organisationsforschungsinstituts YouGovPsychonomics hat die Deutschen in seiner Studie “Journalismus 2009” zu ihrer Meinung über Journalisten befragt. Demnach genießen Journalisten zwar ein hohes Ansehen, aber glauben tut man ihnen deshalb noch lange nicht. 54 Prozent bezweifeln, dass sie „wahrheitsgemäß” berichten. Damit schneiden die Medienarbeiter immer noch besser ab, als bei der FORSA-Studie, die die Dampflog im vergangenen Jahr vorstellte.

Außerdem glauben die Leute, dass der Job der Journalisten nicht sonderlich anstrengend sei. Hinter Ärzten, Bauarbeitern, Unternehmern, Lehrern und Hausfrauen und -männern landet die schreibende und funkende Zunft abgeschlagen auf Rang 5. Dahinter kommen dann nur noch die PR-Leute :-( (

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Geschrieben von Michael Kausch am 30 Mrz 2009

aus ist’s mit der ruhe in der u-bahn …

handyfrei

t-mobile, o2, vodafone und e-plus haben beschlossen die münchner u-bahn handytauglich zu machen. ab sommer 2009 sollen laut bild-online (ich wickle da immer meine pausenmails ein) die innenstadtstationen hauptbahnhof, stachus, sendlinger tor, odeonsplatz, marienplatz und theresienwiese und natürlich die dazwischenliegenden u-bahnröhren mit mobilfunkumsetzern ausgestattet werden.

die neue kommunikationsfreudigkeit an der station theresienwiese dient vermutlich vor allem zur wiesnzeit den sanka-notrufen volltrunkener niederbayern und italiener per spei-phone. wär echt nicht nötig gewesen …

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Geschrieben von Tim Cole am 30 Mrz 2009

SZ Online: Heute steht drin, was gestern passierte…

Was für eine Wahl: Screenshot der SZ-Onlineausgabe vom 30.3.09

Was für eine Wahl: Screenshot der SZ-Onlineausgabe vom 30.3.09

Es ist auch unter den Anhängern Czyslanskys immer wieder ein Klagen und Lamentieren über den Niedergang des deutschen Qualitätsjournalismus und über die Fehlsichtigkeit deutscher Verleger und Redakteuren gleichermaßen in punkto Online-Chancenerkennung zu vernehmen. Und dass sich die gute, alte Tante SZ im Internet nicht gerade mit Ruhm bekleckert, war schon mal Thema an dieser Stelle (siehe “Die Süddeutsche hat das Internet verpennt” vom 4.12.08). Falls es noch eines weiteren Anschauungsbeispiels bedarf, empfehle ich einen Blick auf die aktuelle Online-Ausgabe von Münchens Vorzeigeblatt.

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Geschrieben von Christoph Witte am 29 Mrz 2009

Wider das kostenfreie Web

Unter dem Titel “Das wollt ihr nicht wirklich” hat Marek Lieberberg einen bemerkenswerten Beitrag veröffentlicht. Am Beispiel der Musikindustrie verdeutlicht der gelernte Konzertveranstalter, welche Folgen der ungehinderte und kostenfreie Zugang auf Inhalte haben kann. Die Rechnung, die er aufmacht ist ganz einfach: Wenn niemand mehr kreative Leistungen bezahlt, werden keine mehr erbracht, oder nur noch im Nebenberuf. Dass das nicht unbedingt hohe Qualität erzeugt, ist jetzt schon allerorten zu bemerken.

…Der willkürliche, ungehinderte und kostenlose Zugriff auf alle geistigen Inhalte sowie der sogenannte freie, benutzergenerierte content führen über file sharing und digitale Piraterie zu einer Erodierung kreativer Rechte. Jetzt schon spürbare Konsequenzen sind das Versiegen intellektueller Quellen und die Verarmung der kulturellen Landschaft, die sich in der Schließung von Zeitungen, der Ausdünnung von Reporternetzen und der Aufgabe von bibliographischen Verlagen manifestiert. Alles nur wegen der Krise? Von wegen! Orientierungslosigkeit und laissez faire sind Wegbereiter dieser Entwicklung.

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Geschrieben von Sebastian v. Bomhard am 28 Mrz 2009

Von den anderen lernen

wikileaksWie schön wäre es, das Thema ad acta legen zu können, aber es läßt uns nicht los. Die Familienministerin ist noch nicht fertig. “Wenn die Internetseitensperrung im Ausland funktioniert, wieso funktioniert sie nicht bei uns?” – so war sie mehrfach zu vernehmen. Fundamentalopposition ist nicht konstruktiv. Wenn ich verlange, dass sich die Politiker mit den Argumenten derer auseinandersetzen, die sich auskennen, sollte ich mir die Argumente der Gegenseite ernsthaft anhören.

Nichts spricht dagegen, von den Erfahrungen im Ausland zu profitieren. Aber wer sagt denn, dass die Sperrung im Ausland das tut, was sie soll?

Beginnen wir in Finnland. weiter lesen »

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Geschrieben von Tim Cole am 28 Mrz 2009

Ich glaub, ich werde Ghost-Twitterer

Lässt twittern: Britney Spears

Lässt twittern: Britney Spears

Sollten wir Journalisten demnächst alle arbeitslos werden, weil die Zeitungen zumachen, dann bleibt uns ein neuer Ausweg: Wir können für Geld twittern. In der heutigen Ausgabe der New York Times schreibt Noam Cohen, dass immer mehr Rockstars, Spitzensportler und Politiker so genannte “Ghost Twitterer” beschäftigen, die ihre Fans und Anhänger regelmäßig über ihren Aufenthaltsort, ihre Gemütslage und ihre intimsten Gedanken auf dem Laufenden halten. Britney Spears schaltete offenbar vor kurzem eine Zeitungs(!)-Anzeige, in der sie Verstärkung für ihr Team von Online-Helfern suchte. Darin war explizit von Twitter und Facebook die Rede. Auf ihrer Twitter-Seite heisst es dagegen: “Yes! This is the real Britney Spears!” Von wegen… weiter lesen »

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Geschrieben von Tim Cole am 26 Mrz 2009

Czsylansky Tee Vau gegen Zensur im Net

qqxsginternet-censorship

Trotz des massiven Einsatzes von Czyslansky-Jüngern an der TV-Front hält Familienministerin Ursula von der Leyen  an ihrem unsinnigen und gefährlichen Plan fest, die Zensur in Deutschland wieder einzuführen.

Gestern rief der Bonner TV-Sender Phoenix plötzlich an, ob ich als Internet-Fachmann etwas zur Sperrung von Websites mit kinderpornografischen Inhalten sagen würde. Ich rief daraufhin meinen Freund und Mit-Czsylansky Sebastian von Bomhard von Spacenet an, der als einer der betroffenen Internet-Provider bekanntlich strikt gegen einen solchen staatlichen Willkürakt ist (siehe “Zensur in Deutschland“), um mit ihm ein paar Zitate abzustimmen. Er war aber auf dem Sprung: “Ich muss zu RTL, die wollen mich in der Sendung haben.”

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Geschrieben von Christoph Witte am 25 Mrz 2009

Wie viel Wert hat die IT?

gold-nuggets1Manche halten die IT für eine wertlose Kunst, die außer für sich selbst nichts zustande bringt. Andere glauben, ihr Wert für die Unternehmen sei so groß, dass er kaum zu bemessen ist. Die Diskussion um den Wert der IT ist aus zwei Gründen so langwierig. Zum einen streiten sich Berater, IT-Verantwortliche und Business-Manager immer wieder um die richtigen Kriterien und Messmethoden. Zum anderen ist nicht immer klar, welcher Wertbeitrag wirklich gemessen werden soll, der angemessen den Wert der IT beschreibt. Diese Frage treibt offenbar auch McKinsey um. Schlau wie Berater sind, bringen sie gleich drei verschiedene Wertkategorien ins Spiel: Den Sachwert, den strategischen Wert und den Gebrauchswert. Der Sachwert setzt sich zusammen aus harten Fakten wie Investitionen in Hard- und Software sowie aus den weichen Faktoren wie die Fähigkeiten der IT-Abteilung. Der strategische Wert lässt sich an Konkurrenzvorteilen festmachen, wie etwas der Fähigkeit schnell andere Firmen zu übernehmen und zu integrieren. weiter lesen »

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Geschrieben von Tim Cole am 24 Mrz 2009

Promi-Tweets als Geschäftsmodell?

exectweets1Vielleicht lag Brian Briggs ja gar nicht so weit daneben mit seiner Realsatire auf czyslansky.net zum Thema “Das Geschäftsmodell von Twitter“:Wie der Branchendienst Internet World Business jetzt berichtet, betreibt Twitter tatsächlich Werbekooperationen mit Unternehmen, die dafür bezahlen, dass ihre Bosse vor Publikum twittern dürfen. Die Geschäftsidee: Auf einer Website namens ExecTweets.com werden die Twitter-Nachrichten von Top-Managern angezeigt, die Unternehmen dürfen sich drumerhum darstellen. Den Anfang macht übrigens Microsoft.

Als ich jetzt auf ExecTeweets vorbeischaute, schien aber Cisco eher die Nase vorn zu haben. CEO John Chambers und CTO Padmasree Warrior waren jedenfalls die Stars in der Rubrik “Best of ExecTweets”, eine Art DSDSS von Twittertopia. Man stellt sich vor, wie bei Cisco die Rundmail rausgeht: “Leute, alle ab zu Twitter, für John und Padmasree stimmen!” Bei aktuell (noch) 66.000 Mitarbeitern kann man sich sicher ganz schön lange an der Spitze halten. Aber ob Microsoft dafür auf Dauer die Zeche zahlen will und wird, bleibt abzuwarten.

Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
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