Archive November, 2008

Geschrieben von Christoph Witte am 29 Nov 2008

Als der User-Support noch in den Kinderschuhen steckte


Als Bücher die Schriftrollen zu ersetzen begannen, konnten auch nur findige Berater die neue Oberfläche erklären. Mühevoll unterwiesen sie Ihre Schüler in der Handhabung. Inwischen ist Bücherlesen ja was ganz normales. Aber es hat gedauert, wie man hier sehen kann.

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Geschrieben von Tim Cole am 28 Nov 2008

Auf den Hund gekommen

Ich fülle dauernd irgendwelche Online-Formulare aus, um mir Zugang zu irgendwelchen mehr oder weniger nützlichen oder unterthaltsamen Websites zu beschaffen oder um etwas in einem E-Shop zu bestellen. Und da heißt es jedesmal von Neuem: Name eintragen, Strasse, Postleitzahl, Wohnort, Telefonnummer, E-Mail, manchmal wollen die auch noch die Faxnummer (obwohl ich seit Jahren kein Fax mehr gesendet habe und nur selten einen bekomme), häufig auch mein Geburtsdatum, beim Online-Einkauf natürlich auch die Kreditkartennummer. Und falls ich mein Passwort einmal vergessen sollte, werde ich häufig auch nach dem Geburtsnamen meiner Mutter oder dem Vornamen meines Hundes gefragt.

Leider habe ich gar keinen Hund, aber ich sollte mir vielleicht einen zulegen. Den könnte ich dann auf solche Leute wie den Betreiber von Vistaprint hetzen.

Eigentlich ist Vistaprint eine ganz tolle Firma: Es handelt sich um eine Druckerei, die Visitenkarten, Briefbögen und andere unverzichtbare Kommunikationsmittel liefert. Man kann dort per Internet bestellen, tippt (wieder mal) seine persönlichen Daten ein und bekommt das Gewünschte pünktlich und zu einem wirklich günstigen Preis ins Haus geliefert.

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Geschrieben von Michael Kausch am 26 Nov 2008

der wolf ist tot

wolf Bild: Jungfrau Zeitung

thomas knüwer meldet heute in der indiskretion die beerdigung von lycos (griechisch: der wolf). die bertelsmänner wollen verkaufen, 500 der 700 mitarbeiter werden entlassen.

und knüwer trauert kein bisschen: "faktisch war die firma seit jahren ein zombie, ein dead portal walking. lycos war nie großartiger technologieführer, nie besonders cool, nie besonders schnell. es war einfach da und hatte einen hübschen werbehund."

abgesehen davon, dass der hund ein wolf war, hat kollege knüfer aber auch sowas von recht. angeblich hat die site zur zeit noch rund 300 millionen zugreifer im jahr. vor fünf jahren waren das fast zehn mal so viele. wofür braucht die welt schon lycos, dieses überlebte sammelsurium von klingeltönen, "reality-erotik" (was ist das denn?), gastarifvergleich, ratgeber katzen, bankenkompass (das rotiert die nadel), festgeld-vergleich ("zeigst du mir deins, ich zeig dir meins" oder was?) und ratgeber nagetiere (gibt’s alles so im katalog …).

ein bisschen webkatalog, ein bisschen suche, ein bisschen community!
ein bisschen sex, ein bisschen haustier, ein bisschen fussball!

die zeit der generalisten im internet neigt sich dem ende zu. wer wird der nächste sein?

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Geschrieben von Michael Kausch am 24 Nov 2008

Barcamp statt Messe? Die Interaktivbranche sucht sich neu!

messe2 Innereien einer Messe in Hannover

Glaubt man den Ergebnissen einer aktuellen Studie zum Bedeutungswandel der Messen für die Interaktivbranche des HighText-Verlags, so stehen die traditionellen deutschen Messen vor einer neuen Herausforderung: nach RoadShows und Firmen-Events werden sich künftig auch von BarCmaps und regionalen Web-Stammtischen bedrängt.

Noch führt das aktuelle Ranking der wichtigsten Messen für die Branche die CeBIT an (33%), gefolgt von der OMD (28%) und der Internet World (28%), die ganz offensichtlich im vergangenen Jahr wieder Boden gut gemacht hat. Gespannt darf man sein, wie im nächsten Jahr die neue DMEX in Köln und der Nachfolge-Event der SYSTEMS in München abschneiden werden. Die Münchner werden am 2. Dezember den Vorhang öffnen und auf einer Pressekonferenz ihre Pläne erstmals detailliert der Öffentlichkeit vorlegen.

Für die Zukunft erwarten die Experten um Branchen-Guru Joachim Graf einen grundlegenden Bedeutungswandel der etablierten Messen: "Die Branchenmessen verlieren ihren Fokus als Branchentreff und werden zu Einkäufer- und Entscheidermessen". Ihre Rolle als Meetingpoint werden zunehmend Barcamps und regionale Stammtische übernehmen: "Der Wissenstransfer verlagert sich somit zunehmend von den überregionalen Leitmessen in die regional aufgestellten Web-2.0-Events."

Ich glaube, an diesem Trend ist viel Wahres dran. Die traditionellen Messeveranstalter zeigen ja auch hinreichend Bewegung: Die OMD spaltet sich in die Düsseldorfer Alt-Mannschaft und die Kölsch-Riege der DMEX, die CeBIT sucht unter dem Schlagwort webciety händeringend nach einer neuen Web 2.0-Strategie und was sich die Münchner ausgedacht haben erwartet die Branche mit Hochspannung. Aber soweit, dass der Nachfolger der SYSTEMS ein Stammtisch wird, werden sie wohl nicht gehen. Denk ich mal …

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Geschrieben von Tim Cole am 18 Nov 2008

Geheimnisvoller Kampfstern

Virales Marketing ist zwar der letzte Schrei, aber im Grunde doch ein alter Hut. Es geht darum, Endverbraucher – vulgo: User – dazu zu bringen, Werbebotschaften eines Anbieters als eigene Empfehlung auszugeben oder, besser, selbstgebastelte Werbebotschaften zu produzieren. „User-generated content“ ist sozusagen die Königsdisziplin dieser noch jungen Branche. Dass dabei gelegentlich von Anbieterseite aus nachgeholfen wird, ist ein offenes Geheimnis. „Seeding“ nennt man das, wenn nämlich die Firma scheinbar von Usern generierte Inhalte so geschickt bei Bloggern oder auf YouTube platzieren, dass alle glauben, sie seien wirklich von Unbeteiligten gemacht, was natürlich die Glaubwürdigkeit immens erhöht.

Ich hatte gestern Abend Gelegenheit, mal hinter die Kulissen dieses noch ziemlich jungen und vor allen ziemlich undurchschaubaren Ablegers der Werbebranche zu blicken. Anlass war ein Vortrag von Dominik Kuhn, dem ungekrönten König des viralen Marketing. Sie kennen Kuhn vielleicht nicht, aber garantiert haben Sie schon einen Link auf seinen berühmtesten viralen Werbefilm, „Todesstern Stuttgart“, irgendwann einmal von einem Bekannten zugemailt bekommen. Es handelt sich um einen Clip aus „Star Wars“, wo ein Kriegsrat des Galaktischen Imperiums in eine fiktive Vorstandssitzung eines schwäbischen Unternehmens verwandelt wird.

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Geschrieben von Christoph Witte am 18 Nov 2008

Der Kern des Bloggens

Ich habe ein schönes Video auf “The Atlantic” gefunden. Ganz ruhig und unaufgeregt unterhalten sich da zwei Menschen über den Kern des Bloggens.Der eine ist einer der bekanntesten politischen Blogger in den USA, Andrew Sullivan. Er wird interviewt von Marc Ambinder . Ambinder ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt in der amerikanischen Politik-Journalie. Er arbeitet für “The Atlantic”, bloggt selbst und hat auch für ABC gearbeitet. Ich habe den Eindruck, die beiden kommen der Wahrheit des Bloggens in ihrem Gespräch sehr nahe.

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Geschrieben von Tim Cole am 17 Nov 2008

Kein Blackberry für Obama

Die Nachricht des Tages trifft uns Techies hart: Obama (“The Chosen One”) muss seinen Blackberry an der Eingangstür des Weißen Hauses abgeben!

Die Vorstellung war einfach zu schön, um wahr zu sein: Ein US-Präsident, der per E-Mail regiert, der regelmäßig surft! Das Oval Office als papierloses Büro! Das erste Staatsoberhaupt mit einem eigenen Profil auf Facebook. POTUS postet auf Twitter! Das wäre wirklich Politik 2.0 gewesen.

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Geschrieben von Christoph Witte am 10 Nov 2008

Jetzt Spezialisten einstellen

Die Finanzkrise herrscht inzwischen überall. Die Vergleiche mit der letzten großen Weltwirtschaftskrise häufen sich und sind immer öfter mit dem Hinweis versehen – dieses Mal ist alles noch viel schlimmer. Es geht um mehr Geld, es sind mehr Länder betroffen und sowieso schlage die Misere der Finanzwirtschaft viel schneller auf die Realwirtschaft durch als damals . (Wenn die Finanzwirtschaft nicht real wäre, hätten wir sicher jetzt keine Schwierigkeiten.)

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Geschrieben von Michael Kausch am 05 Nov 2008

der google-hupf des augenblicks

augen

holger schmidt berichtet in der aktuellen ausgabe seines f.a.z.-blogs als netzökonom (immer lesenswert!) über eine aktuelle rezeptionsstudie von google. dabei hat google die augenbewegungen von google-usern analysiert. viel überraschendes ist nicht dabei herausgekommen: das hauptaugenmerk der user fällt auf die oberen drei fundstellen. die anzeigen fallen kaum auf, was aber regelmäßige GoogleAds-kunden auch schon wissen. bei meiner eigenen anzeige haben bislang über 8 millionen impressions zu gerade einmal 300 klicks geführt. und 2/3 dieser klicks kommen aus content-bezogener werbung, nicht aus google selbst.

googlead 

der augenblick hüpft erst nach durchschnittlich 10 sekunden auf die rechte anzeigenspalte und erst nach 15 sekunden auch auf die unteren fundstellen.

interessant vielleicht: wer "sich informieren möchte, schaut bevorzugt auf die oberen suchtreffer. wer eine transaktion ausführen möchte, lässt den Blick stärker auf die unteren suchtreffer und die rechte anzeigenspalte schweifen." wers genauer wissen möchte, der gucke hier.

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Geschrieben von Tim Cole am 05 Nov 2008

Das Internet hat gewonnen!

Barack Obama / DC Examiner
Quelle: The DC Examiner

Der Sieg Barack Obamas ist auch ein Sieg des Internet.

Während Politologen und Wahlstrategen noch monate- oder jahrelang darüber debattieren werden, wie es der schlacksige Nobody mit den abstehenden Ohren geschafft hat, sich in kürzester Zeit bis zum wohl mächtigsten Mann der Welt empor zu boxen, ist eines klar: Ohne die Macht der Neuen Medien wäre er niemals so weit gekommen.

Obama und seine Berater sind vielleicht die ersten echten Vertreter einer ganz neuen Politikergeneration die verstanden hat, dass Politik in Zukunft nicht mehr von oben nach unten, sondern von unten nach oben funktionieren wird. Ja, es gab schon lange den Begriff „Graswurzelbewegung“, aber das war ungefähr so ehrlich gemeint wie die Floskel „König Kunde“. In Wahrheit haben die Politiker dem Bürger gesagt, was er zu wollen hat. Dafür bekommen ja bei uns jetzt insbesondere die SPD-Oberen ganz deutlich die Quittung. Man stelle sich vor, Frau Ypsilanti hätte ihre Parteibasis erst mal online diskutieren lassen, bevor sie sich auf das Abenteuer mit den Linken einließ…

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Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
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