Archive September, 2008

Geschrieben von Christoph Witte am 29 Sep 2008

Ganz schön dumm

perfide und witzig, ein Interview mit Sarah Palin, der republikanischen Bewerberin für das Amt des amerikanischen Vize-Präsidenten, aus dem Mund einer blonden Schönheitskönigin. Aus so anderem Kontext beschallt, fällt die Palinsche Blödheit erst so richtig auf.

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Geschrieben von Michael Kausch am 26 Sep 2008

Sind wir nicht alle ein wenig Afrika?

Die Photokina 2008 stand (und steht) ganz im Zeichen Afrikas. Denn unter diesem Codenamen hat Leica – für die meisten völlig überraschend – für die große Sensation dieser Messe gesorgt und eine Kamera angekündigt, die so revolutionär ist, dass sie das Zeug hat, Leica als rotgepunkteter Phönix aus der Krise zu ziehen.

leica_s2

Mit der S2 haben die Solmser eine Kamera mit den Innereien einer Mittelformatkamera im kompakten Gehäuse einer modernen Kleinbildkamera vorgestellt. Auf der Photokina kann man sie hinter Glas in einer Vitrine bewundern. Oder hinten im Gästecafé auch mal in die Hand nehmen. Dort wird sie von freundlichen Leica-Menschen ehrfürchtig und vorsichtig an den Tisch gebracht und liebevoll noch bei ihrem Kose- und Entwicklungsnamen genannt: AFRika (Auto-Fokus-Reflex-Integrierte-Kamera”.

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Geschrieben von Tim Cole am 24 Sep 2008

Doodle – der nächste Google?

Im Internet sind, wie sonst im Leben auch, die einfachen Dinge immer die besten. Und eine gute Geschäftsidee basiert immer auf einem echten Kundenbedürfnis. Wenn das die beiden Kriterien für den Erfolg eines Internet-Start-ups sind, dann ist Doodle der nächste Google.
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Geschrieben von Michael Kausch am 19 Sep 2008

wenn die elefanten träumen

elefanten

das kommt ja nicht alle tage vor, dass sich ibm, microsoft, siemens und sun in einer presseveranstaltung gemeinsam ihre visionen für die it bis zum jahr 2020 erzählen; so geschehen gestern auf einer “elefantenrunde” zu der die münchner SYSTEMS-macher eingeladen hatten. das erstaunlichste aber ist, dass gar nicht so einfach auszumachen ist, welcher elefant denn jetzt eigentlich aus welchem stall kommt. so ähnlich klingen ihre aussagen, dass man den elefanten auch gerne die kollegiale leitung eines harmonieseminars anvertrauen möchte.

fassen wir nur mal die jeweils ersten sätze ihrer statements zusammen:

a) frank sawatzke, director of marketing and strategy bei ibm: “die ibm vision für 2020 in sachen it sieht global integrierte unternehmen”.

b) ralph haupter, business- and marketing-officer bei microsoft: “im jahr 2020 haben sich neue formen der zusammenarbeit in vielen unternehmen etabliert.”

c) thomas wiemers, vice president strategic marketing bei siemens enterprise communications: “2020 werden informations-, kommunikations- und collaboration-technologien zu einer integrierten form von it verschmolzen sein”

e) donatus schmid, director marketing und sprecher der geschäftsleitung bei sun micrososystms: “the network is the computer” wird jedes Jahr mehr wirklichkeit.”

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Geschrieben von Michael Kausch am 18 Sep 2008

wenn zwei messeveranstalter pitchen hilft nur ein killepitsch

killepitsch

eine hightech-messe in deutschland mit zweistelligen zuwachsraten? mit vollen gängen und ständen? mit zum bersten übervollen vortragssälen? mit immer mehr ausländischen ausstellern und besuchern? mit einem funktionierenden match making-system? gibts nicht? gibts doch! noch!

die “online marketing düsseldorf” – oder kurz omd – war in diesem jahr (genauer: von gestern bis heute) ein tolles ereignis. alle waren sie ins killepitschland gekommen: microsoft, yahoo, google, tommorow focus, springer und und und. die qualität der speaker und aussteller war hervorragend.

die organisation war nicht immer befriedigend (schlangen an der registrierung). aber selbst das verströmte eher den charme der frühen aufbruchjahre unserer branche, als dass es ernstlich verstörte.

für blogger gab es einen eigenen bereich und journalisten wurden weitgehend von langweiligen pressekonferenzen verschont.

aber wie das so ist: man soll aufhören wenn es am schönsten ist. und die diesjährige omd wird es so wohl nie wieder geben. so ist das halt, wenn sich macher und gemachte in die quere kommen.

vor einigen wochen schon hat der bvdw (der “gemachte”) der omd seine weitere unterstützung gekündigt. der verband will im kommenden jahr in köln eine eigene messe zum thema online-marketing veranstalten. gegen die omd. mit weitgehend identischem konzept. kölsch gegen alt. aber die branche braucht eine zweite online marketing messe ungefähr genauso wie der kölner ein alt und der düsseldorfer ein kölsch. und so wird im streit zwischen bvdw und den omd-machern um alexander felsenberg (der “macher”) wieder einmal eine tolle deutsche messe mit internationaler ausstrahlung den bach runtergehen. entweder wandern die grossen vermarkter zum kölsch und die agenturen und lösungsanbieter bleiben beim alt und zwei provinzmessen sterben einen langsamen tod, oder einer von beiden gibt vorher auf. nach meinem eindruck könnten dies die düsseldorfer sein. einen killepitsch drauf!

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Geschrieben von Christoph Witte am 18 Sep 2008

Was tut die IT für Kunden und Mitarbeiter?

Im Gespräch beklagen viel CIOs immer wieder, dass für die IT zu wenig Marketing gemacht würde. Deshalb bliebe sie eine unverstandene Kunst, für die sich folglich auch viel zu wenige (Business-)Leute interessieren würden. Selbstkritisch bemerken die meisten sich selbst als die Ursache für das zu geringe IT-Marketing. Einerseits stimmt diese Einschätzung sicher, die IT wird kaum vermarktet. Vor allem, wenn man sich vor Augen führt, was die IT eigentlich alles erledigt wird das schnell deutlich.

Viele moderne Unternehmen könnten heute nicht einmal einen Tag ohne IT überleben. Doch trotzdem erfahren die meisten Mitarbeiter, Manager und sogar Vorstände von vielen IT-Lösungen nichts. Das liegt vor allem an zwei Ursachen: Niemand in der IT informiert sie so, dass sie auch jenseits allen Fachchinesisch verstehen, worum es geht und welche Bedeutung die betreffende Lösung für das gesamte Unternehmern oder für eine einzelne Abteilung hat. weiter lesen »

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Geschrieben von Tim Cole am 18 Sep 2008

Orwell läßt grüssen

George Orwell verdanken wir den Begriff der „Gedankenpolizei“. Nur, dass seine verdeckt arbeitenden Psycho-Büttel  Im Roman 1984 auf Dinge wie angewandte Psychologie bei Befragungen und natürlich auf allgegenwärtige Überwachung angewiesen waren, um die Mitglieder der Gesellschaft zu finden, die dazu fähig sind, Kritik an der offiziellen Doktrin zu üben. In Zukunft werden sie es wesentlich leichter haben. Ein „brain scan“ genügt bereits heute, um einen Tatverdächtigen rechtskräftig wegen Mordes zu verurteilen, wie das Beispiel eines Gerichts im indischen Bundesstaat Maharashtra beweist.

Der Fall lässt zumindest mir die Nackenhaare zu Berge stehen: Eine gewisse Aditi Sharma stand unter dem Verdacht, ihren Verlobten, Udit Bharati, in einem McDonald’s-Restaurant in Pune vergiftet zu haben. Die 24 Jahre alte Sharma erklärte sich damit einverstanden, sich einem Test namens „Brain Electrical Oscillations Signature“ (BEOS) zu unterziehen, das vom indischen Neuroforscher Champadi Raman Mukundan, einem früheren Mitarbeiter des National Institute of Mental Health and Neuro Sciences in Bangalore, entwickelt wurde.

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Geschrieben von Michael Kausch am 16 Sep 2008

Auf nach Düsseldorf

duesseldorf

44 Prozent mehr Aussteller als im Vorjahr – welche Messe kann zur Zeit schon solche Erfolgsmeldungen präsentieren? Die online-marketing-düsseldorf, die morgen ihre gar nicht virtuellen Türen öffnet, scheint sich in diesem Jahr endgültig zum Pflichttermin für alle Online-Profis zu entwickeln. Die Schwerpunktthemen: Mobiles Marketing, Vod- und Podcasts, Social Networking und In-Game-Advertising. Aufhorchen lässt auch die Ausstellerliste, die neben den üblichen Verdächtigen von 1&1 über Google und Microsoft bis Yahoo! auch große Provider und Player wie die Deutsche Telekom, freenet und Vodafone umfasst.

Spätestens am Freitag werde ich berichten, was Sie verpasst haben. Oder treffen wir uns? Vielleicht gar abends in der CIGARWORLDLounge in der Düsseldorfer Burghofstrasse? Denn wie heisst es so schön in der Art of Smoke: “Wenn Zigarre rauchen ein Gespräch mit den Göttern ist, dann ist die Cigarworldlounge die derzeit größte Kirche für ein Gespräch mit dem Herrn!”

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Geschrieben von Christoph Witte am 10 Sep 2008

Wichtig ist, was bemerkt wird

Jede IT-Strategie beginnt mit einer Befragung.” Diese Behauptung belegt Frank Bastian von Compass Deutschland in einem Beitrag für die Computerwoche ausführlich. Natürlich hat der Autor – obwohl er von interessierter Seite argumentiert – Recht. Nur, wer weiß, wie zufrieden seine Kunden mit den bisherigen Services sind, und welche Verbesserungen und neue Funktionen sie sich wünschen, fischt nicht im Trüben, sondern kann zielgerichtet die Leistungen der IT verbessern. Bastian definiert Kundenzufriedenheit als Differenz von Kundenerwartungen und Dienstleisterqualität. Dabei können die Services von externen und/oder internen Dienstleistern erbracht werden. Also liebe CIOs, befragt Eure Anwender! Dabei ist natürlich wichtig, das differenziert zu tun, um möglichst konkrete Ergebnisse zu erzielen, aus denen Maßnahmen abgeleitet werden können. Außerdem sollten alle relevanten Anwendergruppen einbezogen werden, vom Top-Management bis hin zum einfachen Sachbearbeiter, um ihre unterschiedlichen Erwartungen berücksichtigen zu können.
So weit so gut. Bleibt nur die Frage, warum sich trotz immer häufigeren und intensiveren Befragungen so wenig verbessert? weiter lesen »

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Geschrieben von Tim Cole am 08 Sep 2008

Wenn alle die Besten sind, wer sind dann wir?

Dilbert hat Recht: Wenn alle “best practices” verwenden, sind alle nur noch Mittelmaß. Wir müssen also ein neues Wort erfinden für die Berater, damit ihr Geschäftsmodell nicht kollabiert. Wie wär’s mit “better practices”? Oder wäre das ein Rückschritt ;-)

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