Archive Juli, 2008

Geschrieben von Tim Cole am 31 Jul 2008

Nicht wir, Alexander ist Papst!

“Alexander” ist kein guter Name für einen Papst, was sich unter anderem daran zeigt, dass er relativ selten in der zweitausendjährigen Geschichte von Mutter Kirche verwendet worden ist. Gerade sieben Mal ließ sich einer unter diesem Namen mit der dreifachen Tiara krönen, wohingegen es bekanntlich 23 Johannese gab, je 16 Gregors und Benedikts (einschließlich des gegenwärtigen Amtsinhabers), 14 Clemense, 13 Leos (oder heißt es “Lei”?), 12 Innozenze, 11 Piuse (“Pii”?) , 9 Bonifatiuse (-i) und 8 Urbans. Unbeliebter waren nur solche Außenseiter wie Paul (6), Sixtus und Nikolaus (je 5) oder Kalixt (3).

Die Alexanders waren überwiegend eher glücklos, blaß oder nahmen ein böses Ende. Alexander I, der so um 106 herum als fünfter Papst die Nachfolge Petris antrat, starb der Märtyrertod. Heute gilt er als der Patron gegen Kropf und Skrofeln. Nein, Sie wollen nicht wirklich wissen was “Skrofeln” sind. Beten Sie nur, dass Sie keine kriegen.

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Geschrieben von Tim Cole am 31 Jul 2008

Von Nischen und Mäusen


Vielleicht kommt es ja doch auf die Schwanzlänge an. Jedenfalls hat Wilfried Ruß von der Münchner Firma 1stPlan auf seinem Firmen-Blog eine interessante Diskussion vom Zaun gebrochen über Sinn oder Unsinn der Long Tail-Theorie, nach der ein Anbieter im Internet durch eine große Anzahl an Nischenprodukten Gewinn machen kann, weil die geographischen Beschränkungen, die in einem konventionellen, realen Markt die Kosten, um Nischen anzubieten und zu erreichen, zu sehr in die Höhe treibt. Im (globalen) Internet dagegen sei die Nachfrage theoretisch so gut wie unbegrenzt, die Chancen, den einen Kunden zu erreichen, der ausgerechnet dieses äußerst esoterische Produkt besitzen will, sehr groß.

Alles Quatsch, behauptet nun die Harvard-Professorin Anita Elberse in einem Artikel für die Harvard Business Review („Should You Invest in the Long Tail?“). Nischenmärkte sind reine Zeitverschwendung, erfolgreiche Unternehmer sollen sich weiterhin auf Bestseller konzentrieren. Gut, sie sagt es sehr viel nunacierter, aber das ist jedenfalls die Botschaft, die bei mir angekommen ist.

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Geschrieben von Tim Cole am 30 Jul 2008

Cyzslansky inside

Anlässlich des aktuellen 40sten Firmenjubiläums von Intel ist es wert daran zu erinnern, welche Rolle Czyslansky als Geburtshelfer des größten Halbleiterherstellers der Welt gespielt hat. Bekanntlich verbrachte Czyslansky formative Jahre im Silicon Valley Kaliforniens, wo er einen weitläufigen Bekannten- und Freundeskreis aufbaute. In Czyslanskys Berghütte, im Wald oberhalb von Redwood City gelegen, trafen sich viele Studenten sowie aufstrebende Jungingenieure aus den nahegelegenen Entwicklungszentren. Unter ihnen waren ein gewisser Gordon Earle Moore, der 1950 seinen Chemiedoktor am Caltech gemacht hatte, sowie der Physiker Robert Noyce, der am MIT in Boston mit einigen Pionieren der noch in den Kinderschuhen steckenden Halbleiterforschung gearbeitet hatte.
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Geschrieben von Ossi Urchs am 29 Jul 2008

“Cuil” – What kinda “cool” is THAT supposed to be?

Eine neue Suchmaschine ist an den Start gegangen. Und selbstverständlich ist sie der nächste “Google-Kiler” (so die Erwartung der Mainstream-Medien wie der Blogosphere) – zumal die Begründer alle Ex-Googler sind. Sie heißt “Cuil“, was man, so die Initiatoren, wie “cool” aussprechen solle. Aber warum schreibt man sie dann nicht auch so? Oder sucht sich einen passenderen Namen? Und die eigentliche Frage: ist sie wirklich “cool”?

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Geschrieben von Michael Kausch am 28 Jul 2008

massenentführung im web 2.0

twitterspam

techcrunch berichtete gestern von einer neuen spam-alternative: erstmals sind nicht mailsysteme betroffen, sondern twitter. so verfolgen bereits 7.000 unschuldige zwangsstalker johng77536, mehr als 9.000 sogar jpmogan.

das web 2.0 verliert seine unschuld.

siehe auch http://www.techcrunch.com/2008/07/27/who-is-johng77536-and-how-did-he-game-twitter/ und http://upload-magazin.de/?p=987.

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Geschrieben von Tim Cole am 26 Jul 2008

Vibrio und die französische Krankheit

Von Vibrio bedroht: französische Auster
Von Vibrio bedroht: französische Auster

Wenn mir Michael Kausch andichtet, ich würde mich für den französischen “Playboy” ausziehen, dann dürfte dahinter ein großangelegtes Ablenkungsmanöver stecken.

Er, Chef der PR-Agentur Vibrio, ist nämlich wahrscheinlich für das massenhafte Sterben unschuldiger französischer Austern in den Bänken des Bassin d’Arcachon verantwortlich! Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet gehen Wissenschaftler inzwischen davon aus, dass “die Jungaustern einem dem Herpes verwandten OHS-V1 Virus in Kombination mit dem Bakterium Vibrio splendidus zum Opfer fallen”. Vibrio sei, so das Blatt wörtlich, “eine notorische Gefahr für die Austernbestände”.

Als ob wir es nicht geahnt hätten…

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Geschrieben von Tim Cole am 26 Jul 2008

Steve Jobs und das Recht auf Information

Okay, für einen, dessen Verhältnis zu Apple erklärtermaßen zerrüttet ist (siehe meinen Kommentar auf den Czyslansky-Blog von Christoph Witte vom 8. Juli (“Springer kauft Apple-Geist“), beschäftigt mich die causa Steve Jobs im Moment vielleicht etwas übermäßig, aber was da gerade abgeht ist einfach zu faszinierend, als dass ich stillhalten könnte.

Vorgestern habe ich (“Wie ein Arschloch Apples Börsenkurs runterzieht“) über Steves langes Schweigen zum Thema Krebs und die Folgen für Apples Marktwert gebloggt. Mein Punkt war, dass der Gesundheitszustand eines so exponierten Menschen wie Jobs keineswegs seine Privatsache ist, weil es unmittelbaren Einfluss auf den Aktienkurs des Unternehmens hat. Das glaubt auch der berühmte Wirtschaftskolumnist Joe Nocera, der das Thema heute in der New York Times noch mal aufgreift (“Apple’s Cult of Secrecy“). “Jobs hat mehr Wert geschaffen und mehr Innovation angetrieben als irgendein anderer in der Branche”, sagt Nocera. Seiner Meinung nach wäre Apple sogar börsenrechtlich verpflichtet, den Anlegern eine Verschlechterung im Gesundheitszustand des CEOs zu melden, und zwar gleich aus drei Gründen:
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Geschrieben von Alexander Holl am 25 Jul 2008

Ist systematische Pressearbeit verwerflich?

Gibt es eigentlich Black Hat Pressearbeit?

Als alter Suchmaschinist habe ich oft, zum Verständnis bei Vorträgen, eine Analogie zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR Arbeit  gezogen.

Grundsätzlich: Für mich gibt es zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR viele Parallelen. Man definiert welches relevante Suchbegriffe sind (Auswahl der Zielmedien), bereitet gute und strukturierte Inhalte auf (Pressetexte und Hintergrundinformationen). Die Suchmaschinen (Redakteure) beurteilen wie relevant die Inhalte für Nutzer sind und definieren die Position innerhalb der Suchergebnisseiten (Die Top Position bei Google entspricht bei dieser Analogie der Titelseite einer Zielpublikation).

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Geschrieben von Christoph Witte am 25 Jul 2008

Der Krake Google wächst weiter

Also zuerst mal ein Bekenntniss: Beim Frühstücken lese ich jeden morgen Zeitung. Ich stehe dazu sogar extra früher auf. Ich finde es – Webzeitalter hin oder her – sehr viel angenehmer in einer Zeitung zu blättern, als schon in der Früh auf einen Bildschirm zu glotzen.

Im heutigen Feuilleton der Süddeutschen veröffentlicht Bernd Graff, Stellvertreter des Chefredakteurs der SZ Online, unter dem Titel “Das Monopooool” einen kritischen Kommentar zu Google. Ich teile Grafs Ansicht zum Wikipedia-Konkurrenten, den Google gestern als öffentliche Beta ins Netz entließ nicht.

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Autor Christoph Witte Dieser Artikel wurde von Christoph Witte geschrieben.
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Geschrieben von Tim Cole am 24 Jul 2008

Endlich da: Das Wegwerf-Handy!

Von Bic, dem Erfinder des Wegwerf-Feuerzeugs und der Wegwerf-Kulis, stammt jetzt das Wegwerf-Handy. Das Teil kostet 49 Euro inklusive 60 Pre-paid-Minuten.

Darauf hat die Welt gewartet!

Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
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