Geschrieben von Tim Cole am 25 Aug 2010
Der Laptop-Klau geht um
Den Flug von Mallorca nach Stuttgart werde ich in meinem Leben nie vergessen. Es fing schon damit an, dass wir vier Stunden Verspätung hatten und mitten in der Nacht ankamen. Und dann fiel mir im Taxi ein, dass ich meinen Laptop vor der Landung zusammengeklappt und in die Sitztasche vor mir verstaut hatte. Sie war natürlich weg, was mich am Ende viel Geld und noch mehr Ärger gekostet hat, denn natürlich hatte ich vergessen, ein Backup meiner Daten zu machen.
Sowas kommt ziemlich häufig vor, wenn man den Zeitungsmeldungen glauben darf über Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer, denen immer wieder Laptops mit sensitiven Kundendaten oder den persönlichen Daten von Hunderttausenden oder gar Millionen von Benutzern im Flieger abhanden kommen. Einer Studie des Ponemon Instituts zufolge gehen in europäischen Flughäfen jedes Jahr rund 4.000 Notebooks verloren – pro Woche! Weltweit sind es im Jahr angeblich mehr als 800.000. Wie viele Smartphone, Internet-Handys und iPhones verschwinden, vermag keiner zu sagen. Und auf all diesen Geräte befinden sich wertvolle und häufig für den Dieb auch verwertbare Informationen: Gestohlene oder verlorene Mobilgeräte gilt als eine der größten Quellen von Industriespionage, die es gibt.


Und genau da setzt die Geschäftsidee dieses Herren und seines Partners 





Ist Datenschutz eigentlich CIO-Sache? Manchmal ist sie es zwar per Definition, weil der IT-Chef auch gleich zum Datenschutz-Chef erkoren wurde (weil es kein anderer machen wollte) , aber moralisch fühlt er sich meistens nicht zuständig. Natürlich sind die Datenschutzskandale bei Bahn, Telekom oder Schlecker und co. völlig ohne Zutun der IT entstanden. Dass Daten unautorisiert erhoben, für missbräuchliche Auswertungen herangezogen werden oder in falsche Hände geraten, liegt meistens nicht an der internen IT. Allerdings geht es auch nicht ohne sie. Es hat überhaupt keinen Sinn, Mitarbeiter nach dem Grund für ihr Krankfeiern zu fragen, wenn das Unternehmen die Antworten nicht speichert und auswertbar macht. Also lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Jeder Missbrauch von Daten wird erst durch die IT und die Leute möglich, die Systeme und Applikationen zur Verfügung stellen und dafür verantwortlich sind. 