Category Archives: Technik & Business

Die Hi-Speed-Lüge

Wo sind meine Bits geblieben?

Wo sind meine Bits geblieben?

Jetzt ist amtlich: Internet-Nutzer werden Tag für Tag von ihren Providern belogen und betrogen. Die Bundesnetzagentur hat in dem bislang größten Test von so genannten „Hi-Speed“ Internet-Anschlüssen festgestellt, dass nur jeder fünfte Kunde tatsächlich die versprochene Übertragungsleistung, für die er bezahlt, auch abrufen kann. Knapp 69,2 % der Nutzererreichten 50% der vermarkteten Datenübertragungsrate oder mehr.

Eigentlich sollte uns das nicht überraschen. Unsere Provider sagen uns beim Vertragsabschluß, jedenfalls wenn wir nachfragen, dass wir unsere Anschlüsse in der Regel mit anderen teilen müssen. Nein, sie sagen uns nicht, mit wie vielen wir teilen müssen. Aber man merkt es schon: Morgens, wenn alle mit der Kaffeetasse am Rechner sitzen und Mail ziehen oder sich einen Nachrichtenüberblick verschaffen wollen, ist „das Internet“ oft quälend langsam, abends zwischen 19 und 22 Uhr meist noch langsamer. Wenn wir wirklich schnell surfen wollen, dann müssen wir uns den Wecker stellen, am besten auf 3 Uhr morgens oder so. Das lutscht es meistens. Wir älteren Netznutzer sind da klar im Vorteil: Die senile Bettflucht treibt uns oft zu nachtschlafender Zeit an den Computer, wenn Ihr Jungen (ja, @michael, damit bist du gemeint!) noch mit dem Sandmännchen unterwegs seid.

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Wo bleibt meine goldene CeBIT-Nadel?

Damenwahl
Damenwahl

Es ist wie Weihnachten: Die CeBIT kommt immer so plötzlich, Ich habe nachgerechnet – es ist meine 29ste. Was witzig ist, denn die CeBIT findet ja erst seit 1986 statt, heuer also seit 27 Jahren. Aber ich war schon zwei Jahre früher dort.

Streng genommen gibt es die CeBIT  nämlich schon seit 1970, als die legendäre Riesen-Halle 1 eingeweiht wurde, die den namen “Centrum für Büro- und Informationstechnik” erhielt. Übrigens hätte sie fast “CeBOT” geheißen, denn als zweiter Kandidat ar der Name “Centrum für Büro- und Organisationstechnik” im Rennen, und wurde nur knapp geschlagen. Weiterlesen

Nur Beten hilft gegen BYOD

Blind auf einem Auge

Blind auf einem Auge

Die ganzen Sorgen und Nöte eine leidgeprüften IT-Chefs lassen sich heute kurz und präzise in genau vier Buchstaben ausdrücken: BYOD! Das ist die Abkürzung für den englischsprachigen Begriff „Bring Your Own Device“, was auf Deutsch heißt: „Bring dein eigenes Gerät“. Eigentlich fehlt aber bei dem Kürzel das Wichtigte, denn die Fortsetzung des Spruchs müßte lauten „…in die Firma“. Und genau da wird die Sache prekär. Denn wenn jeder sein eigenes Smartphone oder Tablett-PC zur Arbeit mitbringt, öffnet das Hackern, Industriespionen und sonstigen Bösewichten im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor. Denn Privatgeräte sind, anders als die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Modelle, in aller Regel schlecht oder gar nicht gegen Schadsoftware geschützt. Und der IT-Chef hat auch keine Möglichkeit, den Kollegen Vorschriften zu machen, etwa darüber, welche Virenschutzsysteme zu verwenden oder wann Patches aufzuspielen sind. Schließlich sind die Geräte ja Privateigentum!

Firmenbesucher vergrößern nur das BYOD-Problem. Aber da kann man ja wenigstens bei der Einlasskontrolle etwas tun. Fragt sich nur, ob man das Richtige tut. Denn eines ist auch klar: Wenn man das Problem mit Hilfe fehlbarer Menschen beizukommen versucht, geht die Sache häufig schief. Weiterlesen

Die Citroen DS 5 Hybrid im Test – die André Art der Fortbewegung

Die Citroen DS 5 Hybrid:
stur wie eine Bretonin,
elegant wie eine Pariserin,
unberechenbar wie eine Provencalin
 

Citroen DS 5 Hybrid Logo

Geht Czyslansky jetzt auch noch unter die Auto-Blogger? Nein, sicherlich nicht. Auch wenn Edeltasten – wie soll man virtuelle Edelfedern eigentlich nennen? – wie Robert Basic neuerdings immer öfter in konzerneigenen Testfahrzeugen um die Ecken huschen, so wird sich Czyslansky auch künftig nur in Ausnahmefällen um das Thema Auto kümmern. Aber kritische Erfahrungsberichte über emotionale Produkte haben hier schon ein wenig Tradition: von der schlimmen Kaffeemaschine (Kaffee Partner), über tollen Kundenservice beim Hifi-Gerät (Restek) und Leica-Optiken an der Sony-Kamera bis zum sportlich tiefer gelegtem Dreirad (HP velo).

Heute geht es um ein Fahrzeug, das mir am Herzen liegt und über das mehr Falschmeldungen in Umlauf sind, als Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Wie soll man es denn erklären, dass die DS 5 für die Experten der WELT hart “rumpelt”, der SPIEGEL-Tester  aber “ein nicht unangenehmes, knuspriges Abrollen” verspürt – was auch immer man unter einem “knusprigem Abrollen” verstehen mag. Mir fällt dazu eigentlich nur das berühmte radrunde schwedische Leksand Knäckebrot ein, bei dem der Name schon alles sagt.

Die FAZ mokiert sich, dass im Test die versprochene Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h um sage und faze 4 km/h verfehlt wurde. Der von Edelfedern und -tasten gemessene Durchschnittsverbrauch lag zwischen 4,8 Litern beim ADAC und 6,3 Litern bei den Heizern vom Handelsblatt. Zeit und SPIEGEL liegen irgendwo dazwischen.

Es wurde einfach Zeit für einen endgültigen Test, für eine umfassende und letztgültige, objektive und hintergründige, sachlich-emotionale Bewertung. Objektiv, also auf Basis klar nachvollziehbarer Kriterien: für alles was gut ist gibt es eine Ente (in Erinnerung an den seeligen 2CV) und für alles was schlecht ist gibt es – richtig! – keine Ente. Mal sehen, wie weit wir mit dieser Auszeichnung kommen.

Ente

 

Für den Test habe ich mir – in guter Tradition der Stiftung Warentest – natürlich keinen gedopten Testwagen vom Hersteller ausgeliehen, sondern ich habe eigens ein Serienmodell im einschlägigen Handel käuflich erworben. Um genau zu sein: ich habe mir eine Citroen DS 5 Hybrid in der bestmöglichen Sport Chic-Ausstattung beschafft. Der Wagen verfügt über alle gelisteten Extras mit Ausnahme des überaus unsinnigen Spurverlassenswarners und der fehlerhaften Fernlichtautomatik.

Der Preis? Laut Liste irgendwo knapp unter 50.000 €. Die Wirklichkeit sieht freilich anders aus. 20 Prozent Rabatt sind heutzutage durchaus drin. Oder mehr. Oder weniger. Handeln muss schon jeder selbst. Und dabei dem Händler gegenüber fair bleiben. Ein guter Händler – wie meiner (Dank an den freundlichen und kompetenten Oliver Grundmann von der Citroen Niederlassung München Nord) – hat Fairness verdient.

Trotzdem: für Czyslansky ist mir nichts zu teuer. Und damit sind wir schon mitten drin im Thema …

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Das Wehklagen ist so alt wie Windows

Wie war er stolz, der gute Billy, als er damals im November 1983, 28 Jahre jung und immer noch pickelgesichtig, vor die in New York versammelte Weltpresse trat und den Start von „Windows 1.0“ verkündete. Statt wie bisher lange Befehlstexte (z.B. (Systemanfrage) $p (Pfad), $g (Pfeil >), $t (Zeit), $d (Datum), $h (Backspace), $_) direkt in die Kommandozeile hinter dem blinkenden „C:“ einzutippen, genügte jetzt ein Mausklick, um eine Datei zu öffnen oder zu kopieren, Verzeichnisse anzulegen, DOS-Programme oder einen Druckauftrag zu starten, beziehungsweise mit dem Systemprogramm „Terminal“ und einem Nullmodem-Kabel mit anderen Computern zu kommunizieren!

Und wie enttäuscht war Billy Boy, als die gesamte Fachpresse seine wunderbare neue Erfindung, an der er und seine Jungs drei Jahre lang gearbeitet hatten, in der Luft zerrissen.

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Lese-Tipp: Michael Hülskötter: Windows 8 auf Tablet-PCs

Hülskötter Buch001

Braucht man für Microsoft Windows 8 wirklich ein Handbuch? Microsoft glaubt: NEIN! Für Surface liefert der neue Hardwarehersteller erst gar kein Manual mehr aus. Schließlich steckt in Windows 8 ja auch alles drin, was man in Redmond  in den vergangenen Jahren zum Thema Ergonomie gelernt, entwickelt und erforscht hat. Äh … oder doch nicht?

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Digitaler Hotelkomfort

Das Hotelgeschäft ist ein hartes, und Hoteliers lassen sich eine Menge einfallen, um zahlungskräftige Gäste anzulocken. Das gilt vor allem für Geschäftsreisende, die bekanntlich ziemlich wählerisch sind bei der Auswahl ihrer Herbergen. Gerade die Luxusketten überbieten sich deshalb mit kleinen Geschenken, von einem kostenlosen Obstteller auf dem Zimmer bis zum Welcome-Drink an der Bar. Nur wenn es um den Internet-Anschluss geht, langen die Hotelbesitzer manchmal noch kräftig zu, wobei zumindest ich die Erfahrung gemacht habe: Je teurer das Zimmer, desto höher der Preis fürs Surfen! Weiterlesen

SurFarce: Das Chaos um die Auslieferung der Microsoft Surface Tablets treibt mich noch zum Schuhmacher

Ich bin Club-Fan – und Club-Fans können leiden.

Ich bin Windows-Fan – und Windows-Fans …

Aber das Chaos um die Auslieferung der ersten Microsoft Surface-Geräte reizt auch meinen Geduldsfaden auf maximale Spannung. Jeder Provinz-Schuhhändler ist inzwischen in der Lage einen Online-Shop aufzuziehen, aber bei Microsoft kostet man jedes Fettnäpfchen aus, das irgendwo zu finden ist.

Aber gut, ich wollte ja nüchtern und sachlich erzählen, was sich bis jetzt zugetragen hat:

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Mit dem Computer aus der Krise

Willkommen in der Computer-Steinzeit!

Die Deutschen haben ein Problem mit dem Computer. Nur 61 Prozent der Beschäftigten hierzulande arbeiten im Büro an einem PC – eine Zahl, die sich seit 2007 nicht mehr verändert hat! Außerdem ist das Mittelmaß: Selbst die Belgier und Holländer sind da weiter als wir, von den Nordländern ganz zu schweigen: In Finnland sitzen drei Viertel der arbeitenden Bevölkerung tagsüber vorm Bildschirm.

Hier drängt sich geradezu der direkte Zusammenhang zwischen volkswirtschaftlichen Erfolg und der Computernutzung im Betrieb auf. Denn in den Ländern, die uns angeblich durch ihre Faulheit und Verschwendungssucht den ganzen Euro-Schlammassel beschert haben, sind Computer am Arbeitsplatz Mangelware, nämlich in Italien (44 Prozent) und Griechenland (43 Prozent). Womit sich im Übrigen eine ebenso einfache wie charmante Lösung der Eurokrise abzeichnet: Schickt den Griechen kein Geld, sondern unsere ausrangierten PCs, dann wird die hellenische Wirtschaft von ganz alleine zum olympischen Höhenflug ansetzen. Weiterlesen

Im Digitalkamera-Test: Sony NEX 7 mit Leica M Objektiven

Nein – Czyslansky ist kein Test-Blog. Und doch testen wir für uns selbst natürlich immer wieder das ein oder andere Produkt. Und natürlich wollen wir über unsere eigenen Erfahrungen mit Produkten gleich welcher Kategorie gerne öffentlich berichten. Vielleicht kann ja der ein oder andere von Euch was für sich selbst daraus lernen. In der Vergangenheit habe ich mich zu den Themen Kaffeemaschine von Kaffee Partner, Liegerad (Trike) von HP und DAB-Empfänger von Restek mehr oder weniger ausführlich getan. Immer geht es um hochemotionale Produkte. Und immer geht es um eine sehr persönliche Sicht, also keinen klassischen Produkttest mit Laborwerten.

sony mit leica

Heute liegt eine neue digitale Kamera auf meinem Schreibtisch: die Sony NEX-7. Kein Testprodukt des Herstellers, sondern ordentlich gekauft. Ein wenig fremdelt sie inmitten der Leica M Objektive. Und auch die M-acht ist mit ihr.

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