Category Archives: Kultur & Lifestyle

#Ichkaufdasnicht vs. #ischmöschtedasnischt

Produktboykotte haben ja gute Tradition in diesem unserem Lande. Sie erinnern sich sicher an ein sehr prominentes Beispiel: 1975 wurde von der Anti-Aphartheid-Bewegung eine erste Boykottkampagne lanciert. Die Kampagne forderte zum Boykott von Obst und Gemüse aus Südafrika auf. Damit sollte das Apartheids-Regime in die Knie gezwungen werden. Und Sie erinnern sich sicher, dass es eine Zeit in Deutschland gab, in der es hieß: Kauft nichts bei Juden. Das ist das wohl bekannteste und zugleich übelste Beispiel.
Mal ist der Boykott  gut, mal verwerflich – es ist immer eine Sache der Perspektive. Das Mittel an sich aber ist häufig probat, um Regierungen, Bevölkerungsgruppen oder Wirtschaftsunternehmen massiv unter Druck zu setzen. Je nachdem, von wem dieser Boykott ausgerufen wurde, gegen wen und mit wie viel Unterstützung der konsumierenden Bevölkerung zu rechnen war, funktionierte es perfekt… oder gar nicht.
Eines ist dieser Aktion immer gemein: Die Boykotteure fühlen sich moralisch integer und gerechtfertigt. Sie glauben,die besseren, die nachhaltigeren Menschen zu sein, weil sie meinen, so etwas Gutes, Sinnvolles zu tun oder zumindest einen Teil dazu beizutragen. Erst die Geschichte beweist, ob das am Ende auch stimmt – ob die Guten also immer auch die Guten sind. Wen wundert es also, wenn solche Boykotte mittlerweile zum Alltag gehören, man schon gar nicht mehr weiß, was man als anständiger und verantwortungs-bewusster Mensch eigentlich noch kaufen darf und was nicht. Web 2.0 ist längst ein Teil dieses Systems. Die Twitterwelt (und nicht nur die) ist längst in dieses lustige Spiel integriert: Man twittert, dass man hier nicht mehr einkauft und dort nicht mehr; auf dieses Produkt oder jenes verzichtet. Weil…
Weil Tiere gequält, Minderheiten diskriminiert, Menschen ausgebeutet, die Umwelt geschädigt, nicht ordentlich genderisiert wird usw. usw.
Wenn Ihnen die letztgenannte Begründung ein gewisses Gähnen und eine Erinnerung an den #Aufschrei auf Twitter wachruft, dann liegen Sie richtig mit Ihrer Vermutung. Es gibt mal wieder Neues aus der absurden Welt der Political Correctness, die immer dann die besten Stilblüten treibt, wenn es um Genderisierung. Davon war hier schon mehrfach die Rede.

Ein amüsanter Hort für Stilblüten ist das Twitter-Hashtag #ichkaufedasnicht und die dazugehörige Plattform @kaufdasnicht der Online-Aktivistin Anne Wizorek; eben der, die sich mit #Aufschrei 15 Minuten Medienruhm erstritten hat.
Auf dieser Plattform und mit diesem Tag kann nun jeder Bürger und sein genderisiertes Pendant via Twitter loswerden, was er immer schon immer anprangern wollte. #ichkaufdasnicht ist perfekt zum nörgeln und mosern, zum agitieren, propagieren und – wie sonst auch – sich wieder fürchterlich zu empören. Und sich gleichzeitig als der bessere, der nachhaltigere, der korrektere Bürger präsentieren. Hier kann -  nein: Als erhabener Gutmensch MUSS – man Produkte vorstellen, an denen es was auch immer auszusetzen gibt oder deren Kampagne missverständlich, diskriminierend oder sonstwie angreifbar sind. Das betrifft, klickt man in die vielen Beispiele, vor allem den Vorwurf der Diskriminierung von Frauen und Mädchen. Aber nicht nur.
Jüngstes Beispiel ist Bionade.
Warum?

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High End 2013 – wo gehörnte Ehemänner in die Röhre hören. Hörbilder.

High End

Ich liebe sie – die High End, die jährliche Weltleitmesse unserer Audio-Anbieter, die zur Zeit gerade im Münchner M.O.C. stattfindet. Man hört in der Regel leider eher schlechte Musik, aber in bester Auflösung und Wiedergabequalität. Man sieht unzählige Asiaten hinter wunderschönen mechanischen Leica-Kameras baumeln – vorzugsweise an den Ständen der international renommierten deutschen Laufwerksbauer, also der Hersteller kleiner Industrieanlagen, die man früher Schallplattenspieler nannte. Man gewinnt einen Überblick über die unterschiedlichen Design-Ansprüche in den großen highfidelen Märkten China, Russland, Amerika und Europa.

Ein Blog eignet sich nun wirklich am allerwenigsten zur Berichterstattung über Audiophiles. Man hört zu wenig. Also beschränke ich mich im Folgenden lieber auf die Wiedergabe einiger visueller Eindrücke. Bilder vom Hören. Hörbilder.

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Dicke Eier… die wollte ich doch immer schon

Sitzt auf dem Mist ein großer Geier, hat der Bauer dicke Eier.

Liebe Czyslansky-Leser, sehen Sie es mir bitte nach, dass ich diesen Beitrag mit einer Zote einstarte, noch dazu einem schlechten, dessen dünnbrüstige Pointe auch so vorhersehbar ist wie das jährliche Hochwasser in Kölle am Rhein. Aber sie passt irgendwie wie die Faust auf’s Auge. Und mit dicke Eier meine ich jetzt nicht, was Sie vielleicht denken.
Obwohl… Die Assoziation ist natürlich beabsichtigt.

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Dramen, Dramen, Dramen

Literaten beschäftigen sich ja vorzugsweise damit. Also mit Dramen. Die Leser mögen das;  sei es in theatralischer shakespearehafter Bühnenform, sei es in romanhafter Ausschmückung von Pilcher bis Musil: Dramen, Dramen, Dramen.

Und die Buchhändler leben davon. Ganz gut. Und einer ganz besonders. Das ist der ganz große, der böse: Der Hecht im Karpfenteich. Das Bild ist falsch, denn der Amazonas ist kein Teich und der gleichnamige Händler kein toller Hecht. Das wissen wir, das wurde oft genug in der Presse thematisiert in den vergangenen Wochen. Dieses Mal aber ist der Online-Shop und Universalkaufhäusler (denn Buchhändler kann man ihn wohl nicht mehr nennen, seit seine Produktpalette von künstlichem Sperma über den Komfort-Rasenmäher bis zur Doppel-Kilo-Packung Gummibärchen reicht, Amazon hat eben für alle genau das richtige im Onlineprospekt) gänzlich unschuldig. Auch Geschenkgutscheine verkauft Amazon, und das hat ein Drama ausgelöst, das seinesgleichen sucht.

Hauptakteure sind die empörten Buchhändler und der Hamburger Carlsen-Verlag. Letzterer stellvertretend, denn schuldig ist eigentlich Conni.

Conni? Weiterlesen

Kleine Notiz zum heutigen “Welttag des Buches”

(Bild: spacejunkie/photocase.de)

Heute ist also der “Welttag des Buches”. Da fällt mir eine schöne kleine Geschichte ein, die mir vor vielen Jahren einmal ein Lektor der Fischer Verlags über Jürgen Habermas erzählt hat. Der sicherlich wichtigste lebende deutsche Philosoph habe eine eigenartige Art ein Buch zu lesen: er reiße alle ihn nicht interessierenden Seiten einfach heraus und lasse nur den für ihn relevanten Inhalt stehen. Ob dies aus gerechtem Zorn oder aus dem Drang Übersichtlichkeit zu erzeugen geschieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls scheint Habermas der einzige zu sein, der das hübsche Bonmot Walter Benjamins ernst nimmt, demzufolge ein Bücherfreund sich ein Buch ebenso liebevoll zuzurichten habe, wie ein Kannibale einen Säugling. Dieses Bild habe ich immer geliebt.

Ein Küsschen in Ehren?

Ja Hergott Sakra, ja spinn i’ denn?

Haben Sie sich nicht auch schon mal mit der flachen Hand auf die Stirn geschlagen, weil Sie sich das Gleiche gedacht haben – vielleicht in einer anderen regionalen Einfärbung? Will sagen: Spinnen die oder spinn ich? Das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein…
Als Wessi fehlt mir mangels sozialistischer Sozialisierung vielleicht ein gehöriges Maß an самокритика also Selbstkritik. Daher behaupte ich zunächst einmal: Nicht ich bin es, der spinnt. Die anderen sind es.
Und genau davon ist hier bei Czyslansky immer wieder zu lesen. Es gehört zu den vornehmlichsten Aufgaben dieser Plattform, den Irrsinn, den unsere Mitmenschen verzapfen, aufzuspüren und hier zu benennen. Vor allem, wenn diese unter dem Deckmäntelchen der Political Correctness, dem Gutmenschentum und der sich sofort aktivierienden Empörungsmaschinerie geschehen. Bundespräsident Joachim Gauck benannte das im Kontext der so abrupt verrauchten Aufschrei-Debatte als “Tugendfuror”. Da ist was dran. Und schon geht’s munter weiter.
Seit ein paar Tagen macht auf Twitter der Begriff des #Knutschverbots die Runde. Was die einen fordern, wird von den anderen heftig abgelehnt: Hab ich heute Nacht was von Knutschverbot aus Solidarität mit Minderheiten gelesen? Wer zur Hölle hat euch denn ins Hirn geschissen? erregt sich Twitterer @Renekosche. Knutschverbot? Was zum Geier hat diese Gesellschaft denn bitte für Probleme? fragt sich @EinPinsel.

Zu Recht. Denn die Idee, die dahinter steckt, ist völlig abstrus, wenn auch nicht neu: Heterosexuelle Paare sollen in der Öffentlichkeit nicht mehr knutschen. So können sie sich mit den Schwulen und Lesben solidarisieren. Denn die können noch immer nicht in der Öffentlichkeit knutschen, ohne Diskriminierung zu fürchten. Schiefe Blicke, gehässige Kommentare, Pöbeleien… Das bekannte Programm der ganz alltäglichen Diskriminierung.
Das ist aber noch nicht alles. Homosexuelle, so ist zu lesen, fühlen sich getriggert, wenn sich Heteros in ihrer Gegenwart küssen… Heteroverhalten ist für Einige also per se diskriminierend.

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Hörtipp: Zigeunermusik aus Niederbayern

Czyslansky ist vermutlich der einzige Blog der noch “Neger” und “Zigeuner” usw. schreibt und zwar, weil – wenn – dann nicht Worte, sondern Menschen diskriminieren. Nachweislich stehen Czyslansky und seine Jünger jedoch seit Jahrzehnten in der Tradition niemanden wegen seiner Religionsangehörigkeit, ethnischer Herkunft, sexueller Ausrichtung o.ä. zu diskriminieren, sondern immer nur wegen Blödheit, Arroganz und Rückgratlosikeit, dann aber g’scheit!

Was die Zigeuner angeht gibt uns – hartnäckig immer alles und jeden beim Namen Nennenden – Rolf Bauerdick in seinem neuen Buch Zigeuner recht. Sie gutmenschen-angeblich-politisch-korrekt “Sinti und Roma” zu nennen ist schlichtweg falsch und blöd und deswegen nach unseren Statuten diskriminierungswürdig. Verwendet wird dieser Doppelausdruck, den Bauerdick sinngemäss mit “Deutsche und Bayern” vergleicht, also per se schon beknackt ist, weil eine Teilmenge mit der Gesamtmenge gleichgesetzt wird, von Leuten, die vermutlich nicht mal in der Lage sind, den Singular dieser Wortschöpfung zu bilden. Die meisten Zigeuner nennen sich Zigeuner und das nicht ohne  Stolz, sagt Bauerdick und er ist damit nicht alleine. Dem Wort Zigeuner weht Romantik, Wildheit, Sehnsucht, nach … Nur weil die Nazis diesen Begriff in den Dreck gezogen haben, ist er deshalb noch nicht schlecht. Die Juden haben sich nach der Shoa auch nicht umbenannt, warum auch …
Das Kinderbuch von Enid Blyton heisst jedenfalls jetzt nicht mehr “Fünf Freunde und ein Zigeunermädchen” sondern irgendwie anders, ich hab’s vergessen ist ja auch Wurscht.

Spätestens nachdem ich die Website für den Film” The Man Who Cried” mit Johnny Depp erstellt habe, bin ich durch den Soundtrack angefixt, den ich für einen der Besten überhaupt halte. Ich bin ein absoluter Fan von Zigeunermusik. Jammernde Geigen sind das Höchste für mich.

Meine neueste Entdeckung möchte ich mit euch teilen, liebe Leser: Django 3000 – Das sind niederbayrische Zigeuner und machen Balkanbeats vom allerfeinsten. Vor ein paar Wochen konnte ich die vier auf einem Livekonzert in Augsburg erleben – Der Saal hat getobt, aber hört und seht selbst.

Ein Beitrag zur Gender-Forschung mit Google Suggest

Nachdem Czyslansky-Freund Alexander Broy die Rubrik Gender-Forschung hier nun schon einmal eröffnet hat, möchte ich ein neues noch recht unbekanntes Tool der modernen Gender-Forschung an einem kleinen Beispiel vorstellen. Das Tool trägt den etwas seltsamen Namen Google (man findet es hier) und man kann mit der sehr hilfreichen “Google Suggest”-Funktion vieles über geschelchtsspezifische Suchverhalten im Internet erfahren.

So zeigt sich, dass Frauen gegenüber Männern durchaus gewaltbereiter sind, als umgekehrt. Wie anders soll man erklären, dass zwar beide Geschlechter ein offenkundiges Problem damit haben, das jeweils andere Geschlecht zu vergessen, dass aber Männer Frauen “beeindrucken”, Frauen Männer aber viel häufiger “verletzen” wollen?

Google Gender Forschung

Auch die geheimsten Wünsche beider Geschlechter lassen sich mit Google Suggest auf einfache und überzeugende Weise erforschen:

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Gender und Gentleman

Liebe “Männer” und liebe Jungs, werdet ihr gerade von einer immer unangenehmer werdenden “Gender-Diskussion” heimgesucht?

Als Jugendlicher in den 80ern habe ich mich – Kind meiner Zeit – natürlich mit dem Feminismus beschäftig, habe Alices kleinen Unterschied gelesen, den Tod des Märchenprinzen und noch mehr der damaligen “Feministische Literatur” und fühlte mich eigentlich gut unterhalten. Irgendwann habe ich dann meine Mutter – eine zweifellos echte “Dame” – gefragt, warum sie sich nicht um Feminismus und Gleichberechtigung bemühe. Sie antwortete lakonisch, sie sei doch nicht verrückt und verzichte freiwillig auf ihre vielen, wunderbaren Privilegien. Das leuchtete mir ein. Sie arbeitete genau das und so viel sie wollte, erfüllte natürlich ihre Pflichten, aber ansonsten tat sie genau das wozu sie Lust hatte und so verbrachte ich viele vergnügliche Stunden meiner Kindheit in der Innenstadt beim Dallmayer oder im Caféhaus. Ihr Mann, mein Vater, las ihr die Wünsche von den Augen ab und wenn er dies einmal übersah, erfüllte sie sich diese eben selbst, immer mit Maß und Respekt vor seiner Person und seiner Leistung als Haupternährer.

Von ihr erzogen, verwundert es vermutlich nicht, dass ich weitgehend vom Aufbegehren der unterdrückten Frauenwelt verschont blieb. Gab es je eine Genderdiskussion, während man einer Dame die Tür aufhielt, in den Mantel half, oder sie zu einem Cocktail nach einer schönen Abendveranstaltung einlud? Sicher nicht.  Es ist eben immer eine Frage gegenseitigen Respekts. Für den Gentleman ist der Respekt einer Dame gegenüber selbstverständlich, anders herum sollte man sich den Respekt aber verdienen.

Wie kann ich erwarten respektiert zu werden, wenn ich unaufmerksam, stoffelig in kurzen Hosen und Trekkingsandalen durch die Welt latsche? Wenn ich mich mit Mitte 40 noch wie ein Teenager kleide? Werde ich als Mann oder gar “Herr” ernst genommen, wenn ich die 270m zum Kindergarten mit Helm auf dem Fahrrad zurück lege? Wenn ich klaglos die Werbeblöcke des Unterschichten-Privatfernsehens über mich ergehen lasse? Wenn ich ein Auto fahre, für das ich ein gesamtes Jahresgehalt hinblättern musste und von dem ich durch einen enervierenden Piepton zum anschnallen gezwungen werde, auch wenn ich nur eben zum Briefkasten fahre? Wie wird mich die Damenwelt wohl beurteilen, wenn ich statt Blumen, Plastik-Tand von NKD und Tschibo mitbringe?
Viele brave Männer putzen Samstags mit der Liebsten, gemeinschaftlich in Jogginghose, die Wohnung. Das ist ja im Prinzip löblich – also das gemeinsame Putzen – aber völlig unnötig. Ein Herr beschäftigt eine Haushaltshilfe, selbstverständlich mit Sozialversicherung und Urlaubsanspruch, und führt seine Dame Samstags lieber zum Frühstücken aus. Aufmerksamkeit statt Gleichschalterei.

Und an unsere Leserinnen gerichtet mein Appell:
Heiratet einen richtigen Mann, erzieht eure Söhne zu Gentlemen und ihr bekommt mehr, als ihr je mit Feminismus, Gender-Wahnsinn und sonstigem Terror erreichen könntet.

Happy Birthday – happy Handy, du hemmungsloses Stück

Als am 3. April 1973 Michael Cooper, damals Motorola-Ingenieur bei AT&T anrief, war der Sensation perfekt. Cooper nämlich rief von unterwegs an…

Ein Kilo wog das erste Mobiltelefon, mit dem heute vor 40 Jahren eine Revolution in der Kommunikation eingeläutet wurde.  Cooper stand auf der Sixth Avenue in New York und hätte gut 20 Minuten sprechen können, dann wäre der Akku des Motorola Dynatac leer gewesen.   Doch so lange dauerte das Gespräch mit Joel Engel, dem Technikchef bei AT&T gar nicht. Es ging ja damals nicht darum, Informationen auszutauschen oder ein wenig zu plaudern. Es ging darum, der Welt zu beweisen: Es geht.

Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1977, zum 100sten Geburtstag des Telefons nach einem Entwurf von Elisabeth von Janota-Bzowski.

Und es ging. Eine Mobilfunkstation auf dem Dach eines Hochhauses in der Nähe leitete das Gespräch in das Festnetz. Cooper und Engel konnten sich hören und miteinander reden. Und das war’s dann auch.

Damals. Erst zehn Jahre später gab die Federal Communiction Commisison das erste Netz für die Nutzung von mobilen Telefonen frei.  Das ist übrigens die gleiche Behörde, die verantwortlich ist für die Verhängung von Strafen für das Senden als obszön eingestufter Wörter wie Fuck, Motherfucker, Shit, Piss, Cunt, Cuntsucker, Tits im amerikanischen Radio.

Aus den Anfängen: Motorola International 1000 von 1992. Foto: Vodofone Pressearchiv.

40 Jahre später ist das Handy aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Und es ist längst kein “Knochen” mehr, den man kaum mit sich herumschleppen konnte.

Aber wem erzählen wir das….

Moment. Handy klingelt.

Ich hätte gern weitergeschrieben, aber ich muss erst mal rangehen.

Verdammt, wo hab ich es denn.

Ups, das falsche. Wo ist das andere…