Author Archives: Michael Kausch

Ein Besuch bei Michail Czyslansky auf der High End 2013

Wie ein Bassgewitter in der Magengrube traf mich die Begegnung mit Michael Czyslansky auf der diesjährigen High End. Michail Czyslansky, ein Großneffe unseres verehrten Czyslansky, betreibt seit 23 Jahren ein Audio-Entwicklungslabor im Hinterhof der Slonimska Piasta 17b im ostpolnischen Bialystok. Zur High End zeigte er nun zum ersten Mal einer staunenden Fachöffentlichkeit seine jüngsten wahrhaft epochalen Entwicklungen, die, davon bin ich zutiefst überzeugt, den High End-Markt grundlegend revolutionieren werden.

Drei Dinge sind es, die die Herzen wahrer Audio-Enthusiasten höher schlagen lassen:

1. Die Mondphasenlautsprecherunterstellbasen Luniphase

Michail Czyslansky

Michail Czyslansky mit seinen Luniphase Lautsprecherunterstellbasen

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High End 2013 – wo gehörnte Ehemänner in die Röhre hören. Hörbilder.

High End

Ich liebe sie – die High End, die jährliche Weltleitmesse unserer Audio-Anbieter, die zur Zeit gerade im Münchner M.O.C. stattfindet. Man hört in der Regel leider eher schlechte Musik, aber in bester Auflösung und Wiedergabequalität. Man sieht unzählige Asiaten hinter wunderschönen mechanischen Leica-Kameras baumeln – vorzugsweise an den Ständen der international renommierten deutschen Laufwerksbauer, also der Hersteller kleiner Industrieanlagen, die man früher Schallplattenspieler nannte. Man gewinnt einen Überblick über die unterschiedlichen Design-Ansprüche in den großen highfidelen Märkten China, Russland, Amerika und Europa.

Ein Blog eignet sich nun wirklich am allerwenigsten zur Berichterstattung über Audiophiles. Man hört zu wenig. Also beschränke ich mich im Folgenden lieber auf die Wiedergabe einiger visueller Eindrücke. Bilder vom Hören. Hörbilder.

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Kleine Notiz zum heutigen “Welttag des Buches”

(Bild: spacejunkie/photocase.de)

Heute ist also der “Welttag des Buches”. Da fällt mir eine schöne kleine Geschichte ein, die mir vor vielen Jahren einmal ein Lektor der Fischer Verlags über Jürgen Habermas erzählt hat. Der sicherlich wichtigste lebende deutsche Philosoph habe eine eigenartige Art ein Buch zu lesen: er reiße alle ihn nicht interessierenden Seiten einfach heraus und lasse nur den für ihn relevanten Inhalt stehen. Ob dies aus gerechtem Zorn oder aus dem Drang Übersichtlichkeit zu erzeugen geschieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls scheint Habermas der einzige zu sein, der das hübsche Bonmot Walter Benjamins ernst nimmt, demzufolge ein Bücherfreund sich ein Buch ebenso liebevoll zuzurichten habe, wie ein Kannibale einen Säugling. Dieses Bild habe ich immer geliebt.

natürtrüb und ungefiltert: Alexander Bräu, äh: Alexander Broy

alexanderbräu

Heute grüßen wir besonders freudig einen Freund Czyslanskys zu seinem Geburtstag: Alexander Broy, der Mann, der diesen Blog technisch gebaut hat und inhaltlich immer wieder nicht nur durch Gender-Beiträge bereichert. Er schreibt ungefiltert – wie es einem Alexanderbräu gebührt ;-)

Lieber Alexander: Alles Gute!

Ein Beitrag zur Gender-Forschung mit Google Suggest

Nachdem Czyslansky-Freund Alexander Broy die Rubrik Gender-Forschung hier nun schon einmal eröffnet hat, möchte ich ein neues noch recht unbekanntes Tool der modernen Gender-Forschung an einem kleinen Beispiel vorstellen. Das Tool trägt den etwas seltsamen Namen Google (man findet es hier) und man kann mit der sehr hilfreichen “Google Suggest”-Funktion vieles über geschelchtsspezifische Suchverhalten im Internet erfahren.

So zeigt sich, dass Frauen gegenüber Männern durchaus gewaltbereiter sind, als umgekehrt. Wie anders soll man erklären, dass zwar beide Geschlechter ein offenkundiges Problem damit haben, das jeweils andere Geschlecht zu vergessen, dass aber Männer Frauen “beeindrucken”, Frauen Männer aber viel häufiger “verletzen” wollen?

Google Gender Forschung

Auch die geheimsten Wünsche beider Geschlechter lassen sich mit Google Suggest auf einfache und überzeugende Weise erforschen:

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Shitstorm zu verkaufen! Agentur bietet Shit- und Candystorms zum Festpreis an

 

Die Agentur Caveman preist neuerdings auf ihrer Website einen Shitstorm im Komplettpaket an:

 

Für knapp 5.000 Euro bekommt man also 100 Kommentare und 150 Likes, größere Stürme erfordern freilich größere Gelder.

Der Candystorm – der Sportpalast des Social Media Zeitalters

Natürlich gibt es auch das Gegenteil des Bösen, den Candystorm, also die “Lobhudelei auf Bestellung”. Offener wurden Claqueure wohl niemals beworben: “Liebe = Der Endzweck der Weltgeschichte – das Unum des Universums. Sagen Sie doch einer Person Ihrer Wahl das Sie SUPER ist. Wir werden Ihre Zielperson behandeln wie einen Nobelpreis Gewinner.” (Quelle)

Mit “einigen hundert Kommentaren” soll es gelingen, dass auch andere Menschen positive Kommentare und Likes in den Ring der sozialen Medien werfen.

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Endlich: Notebooks mit Röhren

Ich bin ja nun leidenschaftlicher Röhrenfan in Sachen Hifi und erinnere mich mit großem Respekt an einen Besuch im internen Münchner Siemens-Archiv, in dem neben einem türkischen Siemens Samowar auch wunderbare alte Post-Röhren von Siemens zu bestaunen waren. Nun endlich gibt es auch ein Gadget, das meinen Notebook mit dem heimeligen Licht einer Vakuumröhre versieht. Scheinbar.

Tatsächlich handelt es sich um einen USB-Stick mit bis zu 16 GigaByte Datenspeicher und die Röhre ist nur Verpackung. Aber immerhin. Kaufen kann man das Teil online: http://de.etsy.com/shop/SlavaTech

Und der Tipp stammt von http://www.techfieber.de. Danke dafür.

Glückwünsche an eine Lichtgestalt …

An dieser Stelle möchte ich heute einem guten Freund zum Geburtstag gratulieren: Tim Cole, Internet-Publizist seit Jahrzehnten (wer kann das sonst schon noch von sich behaupten) und guter Freund Czyslanskys seit Jahren.

Wir wollen nicht verraten, wie alt er ist; nur so viel: wer in den 70iger Jahren schon bei den Stuttgarter Nachrichten, auto-motor-sport und audio in Brot und Butter stand, wer in den achtziger Jahren die Feder als “Freier” in Playboy und Wirtschaftswoche schwang, in den Neunzigern dann den Internet-Report gründete und den net-investor führte, der könnte als gebürtiger Amerikaner mit schwäbischer Zunge Lincoln vielleicht noch kennengelernt haben. Und wenn nicht Lincoln, dann zumindest den ehrenwerten Czyslansky. Nur als Aprilscherz ist er ein weniges zu spät auf diese Welt gekommen.

Tim Cole, die Lichtgestalt

Wie kann man einem guten Freund besser gratulieren, als mit einem Erinnerungsbild, das ihn so zeigt, wie er uns allen ans Herz gewuchert ist: als Lichtgestalt, als Gral aller kritischen Internetpublizistik, kurz: als Tim!
Die Aufnahme stammt aus seiner Herz-OP im vergangenen Jahr, bei der ich twitternd anwesend sein durfte.

Alles Gute dem Freunde Czyslanskys zum heutigen Geburtstag ;-)

Czyslanskys Bettlektüre #2: Yasar Kemal: Salih der Träumer – und noch fünf andere

Czyslansky-Freund Lutz Prauser hat ja hier gestern seine aktuelle Bettlektüre vorgestellt und eine kleine Reihe über den Lesestatus der Freunde Czyslanskys angekündigt. Derart in Zugzwang gebracht, habe ich nun den Papierstapel neben MEINEM Bett gesichtet. Und hier kommen meine Hinweise auf den aktuellen Lesestoff eines Frühjahrsmüden an den Osterfeiertagen:

Vorweg muss ich anmerken, dass ich häufig zwei bis drei Bücher parallel lese, abhängig von der Stimmung und der Lesehaltung: schwere Hardcover lieber im Schaukelstuhl, “leichte” Paperback-Kost gerne auch in abendlicher Rückenlage. Beginnen wir also mit Geschaukeltem:

Yasar Kemal: Salih der Träumer

Von Kemal kenne und liebe ich alles. Ich bin quasi Kemalist.

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Darf man Sexismus per Twitter bekämpfen und die Täter outen? Der Fall Adria Richards

Annette Mattgey berichtet heute auf LEAD digital über den Fall Adria Richards (sie schreibt von Adria Rosa) und SendGrid, ein Fall, der das Zeug hat zum heiß diskutierten Thema auch in deutschen Blogs zu werden. In den USA ist er das schon seit Tagen. Schließlich geht es um alles, was derzeit hoch im Kurs steht: sexistische Männer, Outing über Twitter, Entlassungen, Shitstorm, Trolle und dDOS. Was ist die Geschichte im Kern?

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